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Der Ätna auf Sizilien ist erneut ausgebrochen und stößt seit mehreren Tagen eine dichte Aschewolke aus, die den Flugverkehr über der Insel erheblich stört. Der Flughafen Catania-Fontanarossa, der größte Siziliens, blieb deshalb gesperrt, eine Öffnung war zuletzt für Freitag, 2.00 Uhr früh, vorgesehen. Rund 700 Flüge wurden bis einschließlich 12. August bereits gestrichen, umgeleitet oder verspätet.

Die Zahlen zu Flugausfällen und Schließungszeit werden von mehreren unabhängigen österreichischen und italienischen Medien sowie einer italienischen Nachrichtenagentur übereinstimmend berichtet. Der Handelsverband Assoesercenti schätzt die bisherigen Einbußen für den regionalen Tourismussektor auf bis zu rund 24 Millionen Euro – eine Verbandsschätzung, die bislang nicht amtlich geprüft wurde.

Offen bleibt, wie lange die eruptive Aktivität noch andauert, ob der Flughafen tatsächlich wie angekündigt wieder öffnet und wie belastbar die Schadenssumme letztlich ist. Auch mögliche zusätzliche Belastungen für andere sizilianische Flughäfen sind derzeit nicht abschließend geklärt.

Was passiert ist

Der Ätna auf Sizilien ist erneut ausgebrochen und sorgt seit mehreren Tagen für eine dichte Aschewolke über dem Osten der Insel. Die Aktivität beeinträchtigt den Flugverkehr am Flughafen Catania-Fontanarossa, dem größten Sizilien, massiv: Der Airport blieb wegen der Vulkanasche gesperrt, eine Öffnung war zuletzt für Freitag, 2.00 Uhr früh, vorgesehen. Bereits von Anfang bis einschließlich 12. August wurden nach übereinstimmenden Berichten rund 700 Flüge gestrichen, umgeleitet oder erheblich verspätet.

Was die Quellen zeigen

Kleine Zeitung, DER STANDARD und Die Presse berichten unabhängig voneinander über die Sperre des Flughafens und die Flugausfälle. Die Zahl von rund 700 betroffenen Flügen wird zusätzlich durch die italienische Nachrichtenagentur AGI und die Regionalzeitung Giornale di Sicilia bestätigt, ebenso die für Freitagfrüh angepeilte Wiedereröffnung. Der Handelsverband Assoesercenti bezifferte die bisherigen wirtschaftlichen Einbußen für den Tourismussektor der Region auf bis zu rund 24 Millionen Euro – eine Schätzung, die sowohl von der Kleinen Zeitung als auch vom Giornale di Sicilia unter Berufung auf den Verband wiedergegeben wird. DER STANDARD beschreibt zudem glühende Lavaströme, die sich am Hang des Vulkans talwärts bewegen; diese Detailbeschreibung findet sich in den übrigen Quellen nicht in derselben Form, allgemein ist aber von anhaltender eruptiver Tätigkeit die Rede.

Was unklar bleibt

Offen ist, wie lange die eruptive Aktivität noch anhält und ob der Flughafen tatsächlich wie zuletzt angekündigt am Freitag früh wieder durchgehend öffnet – solche Prognosen wurden bei früheren Ätna-Ausbrüchen bereits mehrfach nach hinten verschoben. Auch die Schadensschätzung von bis zu 24 Millionen Euro stammt bislang ausschließlich vom betroffenen Handelsverband selbst und wurde nicht durch eine amtliche oder unabhängige Stelle geprüft. Unklar bleibt zudem, in welchem Ausmaß neben Catania weitere sizilianische Flughäfen, etwa Palermo oder Comiso, durch Umleitungen zusätzlich belastet werden.

Einordnung

Der Flughafen Catania-Fontanarossa liegt in unmittelbarer Nähe des Ätna und ist bei stärkeren Ausbrüchen regelmäßig von Aschesperren betroffen – die aktuelle Situation reiht sich in eine länger diskutierte Debatte über die Standortwahl des Airports ein. Für den Tourismus der Region, die stark von Sommergästen abhängt, kommen Ausfälle dieser Größenordnung zu einem wirtschaftlich sensiblen Zeitpunkt in der Hauptsaison.