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Der britische Premierminister Andy Burnham hat eine Grundsatzdebatte über die künftigen Beziehungen seines Landes zur Europäischen Union angestoßen und eine Rückkehr in die EU nicht ausgeschlossen. In einem BBC-Interview nannte er mehrere Optionen: das Beibehalten des Status quo, eine Zollunion, eine Rückkehr in den EU-Binnenmarkt – „oder wir könnten den ganzen Weg gehen“, wie er es formulierte. Zuvor hatte er bei seiner Labour-Partei erklärt, der Brexit habe „mehr Schaden als Nutzen“ angerichtet. Burnham war erst im Juli 2026 Premierminister geworden und hatte damals Keir Starmer abgelöst.

Der Vorstoß wird von mehreren unabhängigen Medien übereinstimmend berichtet, darunter auch vom internationalen Wirtschaftsmedium Bloomberg, das ergänzt, ein Sprecher Burnhams habe eine EU-Festlegung noch vor der nächsten Wahl nicht ausgeschlossen – ein Detail, das bislang nur von dieser einen Quelle stammt. Burnham will die Optionen bei einem für November angekündigten britisch-europäischen Gipfel skizzieren.

Offen bleibt, wie EU-Institutionen und die britische Opposition auf den Vorstoß reagieren, was konkret beim Novembergipfel verhandelt wird und ob eine EU-Mitgliedschaft tatsächlich ins nächste Labour-Wahlprogramm aufgenommen wird.

Was passiert ist

Der britische Premierminister Andy Burnham hat eine Grundsatzdebatte über die künftigen Beziehungen seines Landes zur Europäischen Union angestoßen. In einem am Mittwoch ausgestrahlten Interview mit dem Sender BBC schloss er eine Rückkehr Großbritanniens in die EU nicht aus. Man müsse ohne Scheuklappen prüfen, wie es weitergehe, sagte Burnham. Als Optionen nannte er das Beibehalten des Status quo, eine Zollunion oder eine Rückkehr in den EU-Binnenmarkt – „oder wir könnten den ganzen Weg gehen“, fügte er hinzu und deutete damit einen neuen EU-Beitritt an. Bereits zuvor, bei einer Rede vor dem Parteitag seiner Labour Party, hatte er erklärt: „Der Brexit hat mehr Schaden als Nutzen angerichtet.“ Burnham war im Juli 2026 Premierminister geworden und hatte damals Keir Starmer an der Regierungsspitze abgelöst, wie ORF berichtete.

Was die Quellen zeigen

Der Vorstoß wird von mehreren voneinander unabhängigen Medien übereinstimmend wiedergegeben: ORF, Der Standard, Die Presse, Kurier und Kleine Zeitung berichten inhaltlich gleichlautend über das BBC-Interview und Burnhams Optionen-Liste. Auch das internationale Wirtschaftsmedium Bloomberg bestätigt den Kern der Aussagen und ergänzt, ein Sprecher Burnhams habe nicht ausgeschlossen, dass sich Labour noch vor der nächsten regulären Wahl – die spätestens 2029 stattfindet – auf einen EU-Beitritt festlegen könnte. Diese zusätzliche Nuance liegt bislang nur in dieser einen Quelle vor und wurde nicht gegengeprüft. Burnham will die Optionen laut übereinstimmenden Berichten bei einem britisch-europäischen Gipfel im November skizzieren.

Was unklar bleibt

Offizielle Reaktionen aus Brüssel – etwa von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen oder anderen EU-Spitzen – liegen nach derzeitiger Quellenlage nicht vor. Ebenso fehlen bislang Stellungnahmen der britischen Oppositionsparteien zu Burnhams Vorstoß. Unklar ist außerdem, was konkret auf der Agenda des Novembergipfels stehen wird und ob es dabei zu einem direkten Treffen mit der EU-Kommissionsspitze kommt. Auch ob eine EU-Mitgliedschaft tatsächlich ins nächste Labour-Wahlprogramm aufgenommen wird, ist nach den vorliegenden Quellen offen.

Einordnung

Der Vorstoß fällt in eine Phase, in der die Debatte um die britisch-europäischen Beziehungen ein Jahrzehnt nach dem Brexit-Referendum neu an Fahrt gewinnt. Dass ein amtierender britischer Premierminister öffentlich eine mögliche Rückkehr in die EU nicht ausschließt, markiert nach vorliegender Quellenlage eine deutliche Verschiebung im politischen Ton gegenüber seinen Amtsvorgängern. Wie tragfähig dieser Kurs innerhalb der Labour Party und gegenüber der EU-27 tatsächlich ist, lässt sich aus den bisherigen Berichten allein nicht beurteilen.