Darline Graham Nordone hat die republikanische Stichwahl um den Senatssitz ihres im Juli verstorbenen Bruders Lindsey Graham gegen Ralph Norman gewonnen. Nach vorläufigen, von US-Medien gemeldeten Ständen lag sie bei rund 52 Prozent der Stimmen gegenüber rund 48 Prozent für Norman, bei rund 91 Prozent ausgezählter Stimmen; ein offiziell zertifiziertes Endergebnis stand zum Berichtszeitpunkt noch aus. Schon in der ersten Vorwahlrunde Anfang August hatte sie unter zehn Bewerbern knapp vorne gelegen, ohne die nötige Mehrheit zu erreichen.
US-Präsident Donald Trump hatte sich aktiv für Graham Nordone eingesetzt, seine Organisation MAGA INC. unterstützte die Kampagne laut einem Medienbericht mit rund 827.711 Dollar. Graham Nordone bedankte sich nach dem Sieg ausdrücklich bei Trump. Damit ist zugleich eine zuvor offene Frage beantwortet: Graham Nordone, die nach dem Tod ihres Bruders zunächst als Übergangs-Senatorin eingesetzt worden war, tritt bei der Wahl im November nicht nur kommissarisch auf, sondern bewirbt sich selbst um eine eigene Amtszeit.
Bei der Kongresswahl am 3. November trifft sie im traditionell republikanisch geprägten South Carolina auf die demokratische Kandidatin Annie Andrews. Offen bleiben das offizielle Endergebnis der Stichwahl sowie der Ausgang der Novemberwahl.
Sieg in der Stichwahl
Darline Graham Nordone hat sich in der parteiinternen Stichwahl der Republikaner in South Carolina gegen den Abgeordneten Ralph Norman durchgesetzt. Nach vorläufigen, von US-Medien gemeldeten Auszählungsständen lag sie am Wahlabend bei rund 52 Prozent der Stimmen gegenüber rund 48 Prozent für Norman, bei rund 91 Prozent ausgezählter Stimmen – ein offizielles, zertifiziertes Endergebnis der South Carolina Election Commission stand zum Berichtszeitpunkt noch aus. Bereits bei der ersten Vorwahlrunde Anfang August hatte Graham Nordone unter zehn Bewerbern mit rund 32,8 Prozent knapp vor Norman mit rund 24,6 Prozent gelegen, ohne dass jemand die für einen direkten Sieg nötige Mehrheit erreichte – daher war die Stichwahl nötig geworden.
Trumps Rolle und Reaktionen
US-Präsident Donald Trump hatte sich im Wahlkampf öffentlich für Graham Nordone starkgemacht und die Abstimmung zu einem Test seines politischen Einflusses erklärt. Seine Wahlkampf-Finanzierungsorganisation MAGA INC. unterstützte ihre Kampagne laut einem Medienbericht mit rund 827.711 Dollar – einer für Trumps Verhältnisse ungewöhnlich hohen Summe. Graham Nordone bedankte sich nach dem Sieg ausdrücklich bei Trump und erklärte, ohne dessen Rückhalt wäre der Erfolg nicht möglich gewesen. Der Ausgang wird von US-Medien auch als Signal für Trumps anhaltenden Rückhalt in der republikanischen Basis gelesen, nachdem eine Reuters/Ipsos-Umfrage zuletzt nur eine Zustimmung von 33 Prozent zu seiner Amtsführung ermittelt haben soll.
Vorgeschichte
Graham Nordone war nach dem plötzlichen Tod ihres Bruders, des langjährigen Senators Lindsey Graham, im Juli von Gouverneur Henry McMaster zur Übergangs-Senatorin ernannt und vereidigt worden – wie im bisherigen Bericht zu Lindsey Grahams Tod dargestellt. Ob sie den Sitz bei der Wahl im November auch selbst für eine volle Amtszeit anstreben würde, war dabei zunächst offengeblieben.
Offene Frage beantwortet
Mit dem Sieg in der Stichwahl ist diese Frage nun beantwortet: Graham Nordone tritt nicht nur als Übergangslösung auf, sondern bewirbt sich mit dem Rückenwind der Vorwahl selbst um eine eigene Amtszeit im US-Senat.
Ausblick auf den November
Bei der Kongress-Zwischenwahl am 3. November trifft Graham Nordone auf die demokratische Kandidatin Annie Andrews. South Carolina wird seit Jahrzehnten von Republikanern regiert, weshalb ihr Medienberichten zufolge gute Chancen zugeschrieben werden, den Sitz ihres Bruders zu halten. Offen bleibt neben dem offiziellen, zertifizierten Ergebnis der Stichwahl vor allem, wie sich das Rennen gegen Andrews im November entwickelt und mit welchen politischen Schwerpunkten Graham Nordone dabei antritt.
