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Die Energiekosten für Haushalte und Betriebe in Österreich sind seit Beginn des Iran-Kriegs deutlich gestiegen. Laut einer Aussendung der Österreichischen Energieagentur, über die ORF.at berichtet, summierten sich die Mehrkosten durch höhere Öl- und Gaspreise seit Kriegsbeginn vor rund sechs Monaten auf einen Milliardenbetrag. Der Gaspreis verdoppelte sich in diesem Zeitraum auf rund 66 Euro je Megawattstunde, was Mehrkosten von etwa 500 Millionen Euro verursachte. Bei Diesel fielen 1,1 Milliarden Euro netto an Mehrkosten an, ein wesentlicher Teil davon – rund 680 Millionen Euro – geht auf den gestiegenen Rohölpreis zurück, der von 67 auf zeitweise über 120 US-Dollar je Barrel kletterte und aktuell bei rund 90 Dollar liegt.

Die Kleine Zeitung ergänzt, private Autofahrerinnen und Autofahrer hätten heuer bereits 228 Millionen Euro mehr bezahlt – eine Zahl, die bislang nur diese eine Quelle nennt. Offen bleibt, nach welcher Methode die Energieagentur rechnet und ob unabhängige Institutionen die Schätzung bestätigen. Die Zahlen passen zu Warnungen von WIFO-Ökonomen, wonach der Iran-Krieg über höhere Transport- und Düngemittelkosten mittelfristig auch die Lebensmittelpreise weiter treiben dürfte.

Was passiert ist

Die Energiekosten für Haushalte und Betriebe in Österreich sind seit Beginn des Iran-Kriegs deutlich gestiegen. Das geht aus einer Aussendung der Österreichischen Energieagentur hervor, über die ORF.at berichtet. Seit Kriegsbeginn vor rund sechs Monaten summierten sich die Mehrkosten durch gestiegene Preise bei Erdöl und Gas laut der Agentur auf einen Milliardenbetrag. Der Iran-Krieg zwischen den USA, Israel und Iran läuft seit Ende Februar 2026 und hat seither wiederholt zu Störungen bei Energielieferungen und Preisausschlägen geführt, wie auch in eigener Berichterstattung zur Lage rund um die Straße von Hormuz dokumentiert.

Was die Zahlen zeigen

Die Energieagentur schlüsselt die Mehrkosten nach Energieträgern auf. Beim Gas verdoppelte sich der Preis binnen sechs Monaten: Der europäische Referenzpreis TTF liegt derzeit bei rund 66 Euro je Megawattstunde. Das bescherte laut Schätzung der Agentur Mehrkosten von rund 500 Millionen Euro. Noch stärker schlägt der Diesel zu Buche: Bei einem in Österreich durchschnittlichen Tagesverbrauch von rund 18 Millionen Litern fielen in sechs Monaten Mehrkosten von 1,1 Milliarden Euro netto an, ohne Mehrwertsteuer gerechnet. Insgesamt summierten sich die Treibstoffausgaben demnach auf sechs Milliarden Euro netto. Ein wesentlicher Teil dieser Mehrkosten geht laut Energieagentur auf den Anstieg des Rohölpreises zurück: Rund 680 Millionen Euro entfallen demnach auf die Verteuerung von Rohöl der Sorte Brent, das von 67 US-Dollar vor Kriegsbeginn zeitweise auf über 120 Dollar je Barrel stieg und aktuell bei rund 90 Dollar notiert. Zum Vergleich nennt die Agentur die üblichen Importwerte: Normalerweise führt Österreich jährlich Kohle, Öl und Gas im Wert von neun bis zehn Milliarden Euro ein. Die Kleine Zeitung berichtet zusätzlich, private Autofahrerinnen und Autofahrer hätten heuer bereits um 228 Millionen Euro mehr für Treibstoff bezahlt; diese Zahl findet sich nur in dieser einen Quelle.

Was unklar bleibt

Aus den vorliegenden Berichten geht nicht hervor, nach welcher genauen Methode die Energieagentur ihre Schätzung berechnet hat, etwa welche Annahmen zur Weitergabe der Preissteigerungen an Verbraucherinnen und Verbraucher oder zur Abgrenzung zwischen Haushalten und Unternehmen zugrunde liegen. Eine unabhängige Bestätigung der Zahlen durch andere Institutionen wie WIFO oder IHS liegt nicht vor, ebenso wenig ein direkt einsehbarer Volltext der Aussendung. Auch die von Kleine Zeitung genannte Zahl von 228 Millionen Euro Mehrkosten für private Autofahrer ist bislang nur einfach belegt und nicht näher erläutert.

Einordnung

Die gemeldeten Mehrkosten reihen sich in eine Serie von Berichten ein, die den Iran-Krieg als Preistreiber für die österreichische Wirtschaft beschreiben. In eigener Berichterstattung zur Inflation im Juli 2026 hatte ein WIFO-Ökonom bereits davor gewarnt, dass sich kriegsbedingt höhere Transport- und Düngemittelkosten erst in den kommenden Monaten stärker in den Lebensmittelpreisen niederschlagen dürften. Die nun bezifferten Öl- und Gasmehrkosten liefern dazu eine weitere, eigenständige Kennzahl, ersetzen aber keine unabhängige Prüfung der zugrunde liegenden Berechnung.