US-Präsident Donald Trump hat mitgeteilt, dass die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, ihr Amt mit Ende August niederlegt. Er kündigte die Personalie am 12. August auf Truth Social an und begründete sie damit, Leavitt wolle mehr Zeit für ihre Familie haben. Zugleich erklärte er, sie werde künftig eine seiner „wichtigsten externen Beraterinnen“ und eine „einflussreiche Stimme“ innerhalb der Republikanischen Partei sein. Die 28-jährige Leavitt war die bisher jüngste Pressesprecherin in der Geschichte des Weißen Hauses und hatte ihr Amt erst rund einen Monat zuvor nach einer Babypause wieder angetreten; während dieser Zeit leitete Stellvertreterin Anna Kelly die Pressebriefings. Sie stand zugleich wiederholt wegen ihres scharfen Umgangs mit Journalistinnen und Journalisten in der Kritik.
Wer Leavitt nachfolgt, ist weiterhin offen. US-Medien nennen als mögliche Kandidatinnen und Kandidaten unter anderem Anna Kelly und den Kommentator Scott Jennings, eine offizielle Entscheidung des Weißen Hauses liegt aber nicht vor. Zu Leavitts künftiger Beraterrolle berichtete CNN unter Berufung auf Trump, sie solle die Republikaner auch im Wahlkampf um die Kongresswahlen im November unterstützen – Details dazu fehlen bislang.
Neben den Nachrichtenberichten ordnen einzelne Redaktionen Leavitts Amtszeit auch kommentierend ein: Ein Meinungsbeitrag des Standard bewertet ihr Auftreten gegenüber der Presse kritisch, Die Presse hält ein späteres politisches Comeback für nicht ausgeschlossen. Beides sind journalistische Einschätzungen, keine gesicherten Fakten. Eine eigene Stellungnahme Leavitts zu den Rücktrittsgründen liegt weiterhin nicht vor.
Was passiert ist
US-Präsident Donald Trump hat mitgeteilt, dass die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, ihr Amt mit Ende August niederlegt. Die Ankündigung erfolgte am 12. August auf der Plattform Truth Social. Als Begründung nannte Trump, Leavitt wolle mehr Zeit für ihre Kinder und ihre Familie haben. Zugleich kündigte er an, sie werde künftig eine seiner „wichtigsten externen Beraterinnen“ und eine „einflussreiche Stimme“ innerhalb der Republikanischen Partei sein.
Die Nachricht wurde von zahlreichen österreichischen Medien aufgegriffen, darunter ORF, Der Standard, Die Presse, Kurier und Kleine Zeitung; mehrere Redaktionen aktualisierten ihre Berichte im Tagesverlauf mehrfach. Alle Berichte stützen sich auf Trumps eigene Mitteilung und stimmen in den Kernpunkten überein. Auch internationale Medien wie CNN und Fox News berichteten über den angekündigten Rücktritt.
Zur Person: eine kurze, kontroverse Amtszeit
Leavitt, 28 Jahre alt, war die bislang jüngste Pressesprecherin in der Geschichte des Weißen Hauses. Sie hatte ihr Amt erst rund einen Monat vor der Rücktrittsankündigung wieder angetreten: Am 1. Mai 2026 hatte sie ihr zweites Kind zur Welt gebracht und war anschließend in Babypause gegangen. In dieser Zeit, die von April bis Juli dauerte, leitete ihre erste Stellvertreterin, Anna Kelly, die täglichen Pressebriefings im Weißen Haus.
In ihrer Funktion war Leavitt für ihren Umgang mit Medienvertreterinnen und Medienvertretern wiederholt Ziel scharfer Kritik. Bei Pressebriefings griff sie nach Angaben von ORF regelmäßig Journalistinnen und Journalisten an und warf ihnen bei kritischer Berichterstattung über Trump „Lügen“ und die Verbreitung von Fake News vor. Für ihren pointierten, oft schroffen Kommunikationsstil ist Leavitt auch über solche Auftritte hinaus bekannt: Laut einem Porträt des Standard soll sie im Herbst 2025 auf die Frage eines Journalisten, wer den ursprünglich vorgesehenen Tagungsort Budapest für ein später abgesagtes Treffen zwischen Trump und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin ausgewählt habe, per Textnachricht lediglich geantwortet haben: „Deine Mutter war’s.“ Diese Anekdote stammt aus einer einzelnen journalistischen Quelle und ist nicht unabhängig verifiziert.
Nachfolge weiterhin offen
Wer Leavitt als Pressesprecherin des Weißen Hauses nachfolgt, ist auch mehrere Tage nach der Ankündigung nicht offiziell geklärt. In US-Medien werden als mögliche Kandidatinnen und Kandidaten unter anderem Leavitts bisherige Stellvertreterin Anna Kelly sowie der konservative Kommentator Scott Jennings genannt. Eine Entscheidung des Weißen Hauses dazu liegt bislang nicht vor; es handelt sich um Einschätzungen einzelner Medien vor einer offiziellen Nominierung.
Künftige Rolle: Beraterin und Wahlkampfstimme
Zu Leavitts angekündigter künftiger Rolle als externe Beraterin liegen mittlerweile etwas konkretere Angaben vor: Nach einem Bericht von CNN, der sich auf Trumps eigene Ankündigung stützt, soll sie die Republikanische Partei auch im Wahlkampf um die Kongresswahlen im November unterstützen. Wie genau diese Tätigkeit ausgestaltet sein wird und in welchem Umfang, bleibt aber offen; eine eigenständige Stellungnahme Leavitts dazu liegt weiterhin nicht vor.
Mediale Reaktionen und Einordnung
Neben der reinen Nachrichtenmeldung ordnen einzelne Redaktionen Leavitts Amtszeit auch kommentierend ein. So bewertet ein Meinungsbeitrag des Standard ihr öffentliches Auftreten als geprägt von aggressiver Rhetorik gegenüber der Presse und wiederholten, unbelegten Vorwürfen der Falschberichterstattung – eine journalistische Einschätzung einzelner Autorinnen und Autoren, keine gerichtlich festgestellte Tatsache. Die Presse wiederum hält in einem Hintergrundbericht ein späteres politisches Comeback Leavitts für nicht ausgeschlossen, ohne dafür konkrete Pläne oder eine Ankündigung Leavitts selbst zu benennen. Beide Einordnungen sind als Spekulation beziehungsweise Meinungsäußerung zu werten, nicht als gesicherte Fakten.
Was unklar bleibt
Offen ist weiterhin, wer offiziell als Nachfolgerin oder Nachfolger benannt wird und ob die Entscheidung tatsächlich auf eine der kolportierten Personen fällt. Ebenso unklar bleibt, wie konkret Leavitts Tätigkeit als externe Beraterin und Wahlkampfstimme der Republikaner aussehen wird. Eine eigene, direkte Stellungnahme Leavitts zu den Gründen ihres Rückzugs liegt in den vorliegenden Quellen nach wie vor nicht vor. Ob es, wie von Die Presse als Möglichkeit angedeutet, tatsächlich zu einem späteren politischen Comeback kommt, lässt sich derzeit nicht beurteilen.
Einordnung
Der angekündigte Rücktritt reiht sich in eine Reihe personeller Bewegungen im Umfeld von Trumps zweiter Amtszeit ein, wie auch aus der bisherigen Berichterstattung von „Neue Nachrichten“ zu Auftritten Leavitts als Sprecherin des Weißen Hauses hervorgeht – etwa im Zusammenhang mit Trumps Treffen mit ausländischen Staatschefs, bei denen sie wiederholt als offizielle Stimme der US-Regierung auftrat. Wie sich ihr Abgang auf die Kommunikationsarbeit des Weißen Hauses auswirkt und wer künftig in vergleichbarer Funktion auftritt, lässt sich auf Basis der aktuellen Quellenlage weiterhin nicht abschätzen.
