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Die Regierung von US-Präsident Donald Trump hat in einer Gerichtseinreichung mit dem Abriss des Kulturzentrums Kennedy Center in Washington gedroht, sollten Trumps Umbaupläne vor Gericht scheitern. DOJ-Anwalt Brantley Mayers schrieb, ohne Trumps Eingreifen werde das Gebäude weiter verfallen und müsse abgerissen werden; anstelle des Gebäudes könnte dann ein Freiluft-Amphitheater am Potomac entstehen. Für Donnerstag, den 27. August 2026, war dazu eine Gerichtsanhörung angesetzt. Die Drohung wird inzwischen von einer breiten Front österreichischer Medien – neben Kurier, Kleine Zeitung und ORF nun auch DER STANDARD und Die Presse – übereinstimmend bestätigt, ohne dass neue Details hinzugekommen sind.

Hintergrund ist ein seit Monaten laufender Streit: Trump wirft dem Kennedy Center eine links-„woke“ Haltung vor, hat sich an die Spitze eines neu besetzten Verwaltungsrats gesetzt und seinen Namen vor jenem Kennedys an der Fassade anbringen lassen. Ein Bundesgericht ordnete die Entfernung an, der Verwaltungsrat plant laut Gerichtsunterlagen dennoch eine neue Inschrift mit Trumps Namen, frühestens ab 8. September 2026. Anwälte der klagenden Kongressabgeordneten Joyce Beatty nannten die Abrissdrohung „legally baseless“ und „unconscionable“.

Ob das Gericht Trumps Plänen folgt, ob die Namensinschrift tatsächlich umgesetzt wird und wie stark die Besucherzahlen der Einrichtung wirklich gesunken sind, ist derzeit weiterhin offen – ein Ergebnis der Anhörung lag zum Zeitpunkt dieser Aktualisierung noch nicht vor.

Was passiert ist

Die Regierung von US-Präsident Donald Trump hat in einer Gerichtseinreichung mit dem Abriss des Kulturzentrums Kennedy Center in Washington gedroht, sollten Trumps Umbaupläne vor Gericht keinen Bestand haben. Der Anwalt des US-Justizministeriums, Brantley Mayers, schrieb, ohne Trumps Eingreifen werde das Gebäude weiter verfallen und sich in eine unsichere, heruntergekommene Struktur verwandeln, die abgerissen werden müsse. Auf dem freigewordenen Areal am Potomac-Fluss könnte demnach ein Freiluft-Amphitheater entstehen – eine Lösung, die dem 1971 zu Ehren des ermordeten Präsidenten John F. Kennedy eröffneten Zentrum zwar nicht gerecht werde, laut Mayers aber günstiger zu bauen und zu unterhalten sei als das bestehende Gebäude. Für Donnerstag, den 27. August 2026, war eine Gerichtsanhörung zu Trumps Plänen angesetzt, das Kennedy Center für das Publikum zu schließen und umzubauen; ursprünglich hätte die Schließung bereits Anfang Juli erfolgen sollen.

Der Hintergrund des Streits

Die Abrissdrohung ist die vorläufig jüngste Zuspitzung eines seit Monaten laufenden Konflikts um das Kennedy Center. Trump hatte der renommierten Einrichtung eine links-„woke“ Ausrichtung vorgeworfen, sich selbst an die Spitze eines neu besetzten Verwaltungsrats gesetzt und in der Folge seinen eigenen Namen vor jenem Kennedys an der Fassade anbringen lassen. Ein Bundesgericht verfügte daraufhin, Trumps Name müsse wieder von der Fassade entfernt werden. Nach Gerichtsunterlagen plant der Verwaltungsrat inzwischen dennoch, den Namenszug in der Form „Restauriert und renoviert von Präsident Donald J. Trump“ zurückzubringen, hat aber zugesichert, dies nicht vor dem 8. September 2026 umzusetzen. Klägerin in dem Verfahren ist die demokratische Kongressabgeordnete Joyce Beatty, die als Mitglied des Kennedy-Center-Vorstands auftritt und vor dem zuständigen Bundesrichter durchsetzen will, dass die Einrichtung ausschließlich Kennedy gewidmet bleibt.

Zwei Perspektiven auf die Drohung

Das Justizministerium begründet die Abrissdrohung mit dem baulichen Zustand des Gebäudes und stellt sie als Konsequenz eines möglichen gerichtlichen Stopps der von Trump angestoßenen Sanierung dar. Beattys Anwälte widersprechen dieser Darstellung scharf: Sie bezeichneten die Drohung laut US-Medienberichten als „legally baseless“ (rechtlich unbegründet) und „unconscionable“ (unvertretbar) und werfen der Regierung vor, damit unzulässigen Druck auf das laufende Verfahren auszuüben. Beide Positionen liegen bislang nur über Medienzitate vor, eine direkt eingesehene Version der Gerichtsschriftsätze beider Seiten gibt es nicht.

Breite Bestätigung, aber keine neuen Fakten

Die Abrissdrohung ist inzwischen von einer breiten Front österreichischer Medien aufgegriffen worden: Neben Kurier, Kleine Zeitung und ORF berichten mittlerweile auch DER STANDARD und Die Presse übereinstimmend über die Gerichtseinreichung und das Mayers-Zitat. Inhaltlich sind dabei keine über die Erstmeldung hinausgehenden Details hinzugekommen – die zusätzliche Berichterstattung stärkt vor allem die Bestätigung der bereits bekannten Kernaussagen.

Was unklar bleibt

Offen ist, wie der zuständige Bundesrichter bei der Anhörung entscheidet und ob die Abrissdrohung als ernst gemeinte Option oder primär als Verhandlungsdruck zu verstehen ist. Unklar bleibt auch, ob der Verwaltungsrat die angekündigte Inschrift mit Trumps Namen nach dem 8. September tatsächlich anbringen lässt, wie stark die vielfach erwähnten Besucherzahlen des Kennedy Centers seit Beginn des Streits tatsächlich zurückgegangen sind und ob sich die Leitung des Kulturzentrums selbst noch gesondert zur Abrissdrohung äußert. Ein Ergebnis der für den 27. August angesetzten Anhörung lag zum Zeitpunkt dieser Aktualisierung noch nicht vor.