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Zehn Tage nach dem ursprünglichen Drohnenvorfall am Flughafen Leipzig/Halle melden Ermittler einen neuen Fund: Am 14. August 2026 wurde in einem angrenzenden Feld in Kabelsketal eine dritte Drohne entdeckt. Am Fundort sicherten Kriminaltechniker des Bundeskriminalamts eine Substanz, die nach erster – noch nicht abschließend bestätigter – Einschätzung rund 50 Gramm des militärischen Sprengstoffs Hexogen sein könnte. Mehrere deutsche und österreichische Medien, darunter Golem, ORF, Die Presse, Kleine Zeitung und Der Standard, berichten übereinstimmend über den Fund.

Mit der dritten Drohne geht die zuständige Sonderkommission inzwischen von mindestens drei bei dem Vorfall eingesetzten Flugobjekten aus – mehr, als nach dem ursprünglichen Fund am Flughafengelände und der mutmaßlichen Kollision mit einer Frachtmaschine bekannt war. Das nährt in der Berichterstattung den Eindruck einer koordinierten Aktion, ohne dass Herkunft, Steuerung oder Auftraggeber amtlich geklärt wären.

Politisch sprach Bundesinnenminister Dobrindt von einem möglichen hybriden Bedrohungsszenario und schloss ausländische Mächte als Urheber nicht aus, ohne einen Staat zu benennen. Bundeskanzler Merz kündigte an, sich zeitnah zu möglichen Verantwortlichen zu äußern, und stellte den Drahtziehern laut Medienberichten Konsequenzen in Aussicht. Eine belastbare, amtlich bestätigte Täterzuordnung – auch zu den seit dem Ausgangsvorfall kursierenden Spekulationen über eine russische Beteiligung – gibt es weiterhin nicht. Der Ausgangsvorfall vom 5. August und die bisherigen Ermittlungsschritte sind im bereits publizierten Bericht dazu nachzulesen.

Dritte Drohne und mutmaßlicher Sprengstoff in Kabelsketal

Zehn Tage nach dem ursprünglichen Vorfall am Flughafen Leipzig/Halle vermelden Ermittler einen neuen Fund: Am 14. August 2026 wurde in einem Feld in Kabelsketal, das unmittelbar an das westliche Flughafengelände grenzt, eine dritte Drohne entdeckt. Am Fundort sicherten Kriminaltechniker des Bundeskriminalamts zudem eine Substanz. Nach erster – ausdrücklich noch nicht abschließend bestätigter – Einschätzung könnte es sich dabei um rund 50 Gramm des militärischen Sprengstoffs Hexogen handeln, der offenbar von der Drohne stammte. Golem, ORF, Die Presse, Kleine Zeitung und Der Standard berichteten unter Berufung auf deutsche Medien übereinstimmend über den Fund; eine eigene, öffentlich zugängliche Stellungnahme der Bundesanwaltschaft speziell zu diesem neuen Fundort liegt bislang nicht vor.

Ermittler gehen von mindestens drei Drohnen aus

Mit dem dritten Fund revidieren die Ermittler offenbar ihre bisherige Einschätzung der Vorfallsgröße: Die zuständige Sonderkommission geht nach aktuellem Stand von mindestens drei bei der Aktion eingesetzten Drohnen aus – deutlich mehr, als nach dem ursprünglichen Fund am Flughafengelände und der mutmaßlichen Kollision mit einer Frachtmaschine bekannt war. Mehrere Medien werten dies als Hinweis auf eine koordinierte, möglicherweise professionell geplante Aktion. Belastbare, amtlich bestätigte Angaben zu Herkunft, Steuerung oder Auftraggebern der Drohnen liegen weiterhin nicht vor.

Politische Reaktionen: Dobrindt und Merz

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt sprach laut Medienberichten von einem möglichen „hybriden Bedrohungsszenario“ und schloss eine Beteiligung ausländischer Mächte nicht aus – ohne einen Staat namentlich zu benennen. Bundeskanzler Friedrich Merz äußerte sich bei einem Termin in Brandenburg deutlicher in der Wortwahl, blieb in der Sache aber ebenso unbestimmt: Die Verantwortlichen würden „dafür bezahlen“, ließ er laut Berichten verlauten, und kündigte an, die Bundesregierung werde sich „in Kürze“ zu möglichen Urhebern äußern. Eine konkrete, amtlich bestätigte Zuordnung zu einem Staat oder einer Organisation ist damit weiterhin nicht verbunden – auch die bereits zuvor kursierenden Spekulationen über eine russische Urheberschaft bleiben unbestätigt.

Vorgeschichte

Der Fall geht auf einen Vorfall in der Nacht auf den 5. August 2026 zurück, als am Flughafen Leipzig/Halle eine mit einem professionellen Sprengsatz präparierte Drohne sowie ein zweites, mutmaßlich ebenfalls unbemanntes Flugobjekt in der Nähe einer Frachtmaschine entdeckt wurden. Die Bundesanwaltschaft übernahm die Ermittlungen wegen des Verdachts des versuchten Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion und des gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr; international kursierten unbestätigte Berichte über eine mögliche russische Urheberschaft, die von Russland zurückgewiesen wurden. Details dazu sowie zu angekündigten Aufrüstungen der Drohnenabwehr sind im bisherigen Bericht zu diesem Vorfall dargestellt.