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Der Wiener Süßwarenhersteller Manner ist im ersten Halbjahr 2026 wegen stark gestiegener Rohstoffkosten in die Verlustzone gerutscht. Laut eigenen Angaben des börsennotierten Unternehmens lag das operative Ergebnis (EBIT) bei minus 664.000 Euro, nach einem Gewinn von rund 3,9 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz sank um 0,9 Prozent auf 138,1 Mio. Euro, die Absatzmenge ging um 4,1 Prozent auf 23.614 Tonnen zurück. Unter dem Strich stand ein Periodenverlust von rund 2,15 Mio. Euro.

Als Hauptgrund nennt der Vorstand außergewöhnlich hohe Kakaopreise, die Kostenstruktur und Margen belastet hätten. Im wichtigsten Markt Österreich sank der Umsatz auf 54,65 Mio. Euro, in Deutschland stieg er zwar auf 41,05 Mio. Euro, das dortige Ergebnis rutschte aber mit minus 1,19 Mio. Euro ins Minus. Das Eigenkapital sank wegen des Verlusts und einer Dividendenzahlung um 7,6 Prozent auf 71,7 Mio. Euro.

Für das Gesamtjahr 2026 rechnet das Management weiterhin mit rückläufigem Umsatz und geringerem Betriebsergebnis, da die Rohstoffkosten voraussichtlich hoch bleiben. Welche konkreten Gegenmaßnahmen geplant sind und wie Beschäftigung oder Produktion betroffen sein könnten, ist aus den vorliegenden Quellen nicht ersichtlich.

Was passiert ist

Der Wiener Süßwarenhersteller Manner ist im ersten Halbjahr 2026 in die Verlustzone gerutscht. Wie das börsennotierte Unternehmen mitteilte, lag das operative Ergebnis (EBIT) bei minus 664.000 Euro. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres hatte Manner noch einen operativen Gewinn von rund 3,9 Mio. Euro erzielt. Der Umbruch bestätigt vorläufige Zahlen, die das Unternehmen bereits Ende Juli veröffentlicht hatte und die ein negatives EBIT zwischen 0,2 und 0,7 Mio. Euro in Aussicht gestellt hatten.

Zahlen im Detail

Der Umsatz sank im ersten Halbjahr 2026 geringfügig um 0,9 Prozent auf 138,1 Mio. Euro. Deutlicher fiel der Rückgang bei der verkauften Menge aus: Die Absatzmenge sank um 4,1 Prozent auf 23.614 Tonnen. Unter dem Strich verbuchte der Konzern für die ersten sechs Monate einen Periodenverlust von rund 2,15 Mio. Euro, nachdem im ersten Halbjahr 2025 noch ein Gewinn von rund 2,0 Mio. Euro zu Buche gestanden hatte. Als zentralen Grund für die Entwicklung nennt der Vorstand im Halbjahresfinanzbericht die außergewöhnlich hohen Kakaopreise, die die Kostenstruktur erheblich belastet und die Margen spürbar unter Druck gesetzt hätten. Sinkende Preise an den Rohstoffbörsen würden sich wegen bereits vorgenommener Vorwärtsdeckungen im laufenden Jahr nicht mehr auswirken.

Regionale Entwicklung

Im wichtigsten Absatzmarkt Österreich ging der Umsatz auf 54,65 Mio. Euro zurück. In Deutschland stieg der Umsatz zwar auf 41,05 Mio. Euro, das dortige Segment-EBIT rutschte jedoch mit minus 1,19 Mio. Euro ins Negative. Bedingt durch das negative Halbjahresergebnis sowie eine Dividendenauszahlung von 3,78 Mio. Euro für das Geschäftsjahr 2025 verringerte sich das Eigenkapital um 7,6 Prozent auf 71,7 Mio. Euro. Die Eigenkapitalquote lag laut Unternehmensangaben bei 43 Prozent.

Ausblick

Für das gesamte Geschäftsjahr 2026 geht das Management von rückläufigen Umsatzerlösen und einem geringeren Betriebsergebnis aus. Insbesondere bei Kakao, Haselnüssen und Kokosfetten wird laut Unternehmen auch für die zweite Jahreshälfte weiterhin mit hohem Beschaffungsaufwand gerechnet.

Was unklar bleibt

Aus den vorliegenden Quellen geht nicht hervor, mit welchen konkreten Maßnahmen – etwa bei Preisgestaltung, Sortiment oder Kostenstruktur – Manner auf die anhaltende Belastung reagieren will. Ebenso wenig liegen unabhängige Einschätzungen von Analystinnen und Analysten oder Angaben zu möglichen Auswirkungen auf Beschäftigung und Produktion am Standort Wien vor. Auch bleibt offen, wie sich die widersprüchliche Entwicklung im deutschen Markt – steigender Umsatz bei gleichzeitig negativem Ergebnis – künftig auf die Unternehmensstrategie auswirkt.