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Österreich schickt Markus Schleinzers Schwarz-Weiß-Drama „Rose“ mit Sandra Hüller in der Hauptrolle als offiziellen Kandidaten ins Rennen um den Oscar für den besten internationalen Film bei den 99. Academy Awards. Die zuständige Auswahlkommission hatte die Entscheidung Mitte August bekanntgegeben; „Rose“ setzte sich dabei gegen Marie Kreutzers „Gentle Monster“ und Adrian Goigingers „Vier minus Drei“ durch. Hüller war für ihre Rolle bereits bei der Berlinale mit einem Silbernen Bären ausgezeichnet worden. Inzwischen hat die Academy zudem eine Regeländerung beschlossen, wonach für die Verleihung im März 2027 erstmals eine Person für mehrere schauspielerische Leistungen in derselben Kategorie nominiert werden kann.

Damit rückt eine mögliche Vierfach-Nominierung für Hüller in den Blick: Nach der Cannes-Premiere ihres Films „Vaterland“ (Kinostart in Österreich: 3. September 2026), in dem sie Erika Mann spielt, prognostizierte die BBC laut Medienberichten, Hüller könne im März 2027 für „Rose“, „Vaterland“, die Nebenrolle in „Der Astronaut – Project Hail Mary“ sowie den noch unveröffentlichten Film „Digger“ von Alejandro González Iñárritu an der Seite von Tom Cruise nominiert werden. Hüller selbst reagierte darauf zurückhaltend: Sie sei „gespannt“, ob das rein technisch nun mögliche Szenario eintrete, sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. Zu „Digger“ ist bislang kaum etwas bekannt, und die Vierfach-Nominierung bleibt eine mediale Prognose, keine bestätigte Nominierung.

Bis zur eigentlichen Oscar-Gala stehen noch mehrere Auswahlrunden an: Am 15. Dezember 2026 wird die Shortlist der verbliebenen Auslandsoscar-Kandidaten veröffentlicht, am 21. Jänner 2027 die endgültige Nominierungsliste – dort würde sich auch zeigen, ob Hüller tatsächlich mehrfach berücksichtigt wird. Die Oscar-Verleihung selbst findet am 14. März 2027 im Dolby Theatre in Los Angeles statt. Ob „Rose“ die Shortlist erreicht und ob es zur spekulierten Mehrfachnominierung kommt, ist weiterhin offen.

Was passiert ist

Österreich schickt Markus Schleinzers Schwarz-Weiß-Drama „Rose“ ins Rennen um den Oscar in der Kategorie „Bester internationaler Film“ bei den 99. Academy Awards. Die zuständige Auswahlkommission hatte die Entscheidung bereits am 14. August bekanntgegeben und den Film damit als offiziellen österreichischen Beitrag ausgewählt. Hauptdarstellerin ist Sandra Hüller, die für ihre Rolle bereits bei der Berlinale mit einem Silbernen Bären ausgezeichnet wurde. Seither hat sich die Ausgangslage für Hüller deutlich erweitert: Eine neue Academy-Regel könnte ihr theoretisch mehrere Oscar-Nominierungen gleichzeitig einbringen.

Der Film und die Konkurrenz

„Rose“ setzte sich gegen zwei weitere prominent besetzte Werke durch: Marie Kreutzers „Gentle Monster“ und Adrian Goigingers „Vier minus Drei“. Der Film spielt während des Dreißigjährigen Kriegs und erzählt von einer Frau, die sich als Mann ausgibt, um sich in einer Dorfgemeinschaft zu behaupten – stets unter der Gefahr, entdeckt zu werden. In der Jury-Begründung, wie sie in Medienberichten wiedergegeben wird, ist von einer „poetischen“ Schwarz-Weiß-Bildsprache und großer emotionaler Wahrhaftigkeit die Rede.

Regeländerung eröffnet neue Chancen

Für die 99. Oscar-Verleihung im März 2027 hat die Academy ihre Nominierungsregeln geändert: Erstmals kann eine Person für mehrere schauspielerische Leistungen in derselben Kategorie nominiert werden, sofern diese Leistungen jeweils unter den fünf stimmenstärksten der Kategorie liegen. Bisher setzte sich pro Kategorie und Person nur die jeweils stimmenstärkste Leistung durch. Die Regeländerung wurde von der Academy selbst bekanntgegeben und ist unabhängig davon in mehreren internationalen Medien beschrieben worden. Sie gilt als Angleichung der Schauspielkategorien an andere Bereiche der Verleihung, in denen Mehrfachnominierungen längst möglich sind.

Hüllers vier mögliche Rollen

Nach der Cannes-Premiere ihres Films „Vaterland“ nannte die BBC laut Medienberichten eine darin enthaltene Szene einen „Oscar-Clip“ und stellte die Prognose auf, Hüller könnte bei der Verleihung im kommenden März gleich für vier Academy Awards nominiert werden. Neben „Rose“ wären das die Hauptrolle in „Vaterland“ (Kinostart in Österreich: 3. September 2026), in dem Hüller die Erika Mann spielt, die vom Suizid ihres Bruders Klaus Mann erfährt, sowie Nebenrollen im bereits veröffentlichten „Der Astronaut – Project Hail Mary“ und im noch unveröffentlichten „Digger“ des mehrfachen Oscar-Preisträgers Alejandro González Iñárritu, in dem Hüller laut Berichten an der Seite von Tom Cruise zu sehen sein soll. Zu „Digger“ selbst ist bislang kaum etwas bekannt. Wichtig ist: Diese Vierfach-Nominierung ist eine mediale Prognose auf Basis der neuen Regel – keine bestätigte oder von der Academy angekündigte Nominierung.

Was Hüller selbst dazu sagt

Auf die Spekulationen über ihre möglichen vier Oscar-Chancen angesprochen, reagierte Hüller laut Kurier-Bericht gewohnt zurückhaltend. Der Deutschen Presse-Agentur sagte sie sinngemäß, das sei „interessant“, sie sei „gespannt“, ob es passieren könne – zumal es rein technisch erstmals möglich wäre. In Hollywood etabliert hatte sich die 1978 in Suhl geborene Schauspielerin bereits 2023 mit ihrer Oscar-Nominierung für „Anatomie eines Falls“; Regisseurin Justine Triet hatte damals Hüllers Unergründlichkeit und Komplexität als besonderes Merkmal hervorgehoben.

Der weitere Zeitplan

Bis zur eigentlichen Oscar-Verleihung sind noch mehrere Verfahrensschritte zu durchlaufen. Am 15. Dezember 2026 soll die Shortlist jener Filme veröffentlicht werden, die es in die engere Auswahl der Auslandsoscar-Kandidaten geschafft haben. Daraus wird am 21. Jänner 2027 die eigentliche Nominierungsliste destilliert – dort würde sich auch zeigen, ob und in welchen Kategorien Hüller tatsächlich mehrfach berücksichtigt wird. Die 99. Oscar-Gala selbst ist für den 14. März 2027 im Dolby Theatre in Los Angeles angesetzt.

Was unklar bleibt

Ob „Rose“ die Shortlist erreicht oder am Ende sogar nominiert wird, ist weiterhin offen – die österreichische Auswahl ist erst der erste von mehreren Schritten der Academy. Ebenso offen ist, ob Sandra Hüller die neue Mehrfachnominierungsregel tatsächlich in reale Nominierungen ummünzt: Die kolportierte Vierfach-Chance stammt aus einer BBC-Einschätzung und wird von mehreren Medien aufgegriffen, ist aber keine amtliche Ankündigung. Auch zu Handlung, Kategorie-Einordnung und Kinostart von „Digger“ liegen laut den Quellen selbst kaum Informationen vor. Zur internationalen Kritikeraufnahme von „Rose“ jenseits der österreichischen Jury-Begründung sowie zu Kinostart- oder Verleihplänen außerhalb Österreichs liegen weiterhin keine belastbaren Angaben vor. Die genannten Verfahrenstermine stammen aus Medienberichterstattung und wurden nicht separat mit einer offiziellen Academy-Quelle im Volltext abgeglichen.