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Gioachino Rossinis Komödie „Il viaggio a Reims“ ist nach ihrer Premiere bei den Salzburger Pfingstfestspielen im Mai 2026 auch bei den Sommerfestspielen angekommen: Barrie Koskys Inszenierung läuft seit 5. August 2026 im Haus für Mozart. Im Zentrum steht Cecilia Bartoli, seit 2012 Intendantin der Pfingstfestspiele, die selbst die Rolle der Corinna singt. Für Salzburg wurde der Stoff angepasst: Statt zur Krönung Karls X. reist die Gesellschaft in einem Nobelhotel zur Geburtstagsparty von „La Ceci“ – ein Verweis auf Bartolis 60. Geburtstag Anfang Juni 2026.

Kritiken von DER STANDARD und KURIER loben die Inszenierung übereinstimmend als turbulentes, musikalisch starkes Spektakel mit dichter Situationskomik im Bühnenbild eines Hotels mit Drehtüren und zwölf Zimmertüren. Besonders positiv hervorgehoben werden Dirigent Gianluca Capuano mit den Musiciens du Prince – Monaco sowie mehrere Sängerinnen des Ensembles.

Offen bleibt, wie viele weitere Vorstellungen im August folgen, wie das Publikum bei der Sommerfassung konkret reagierte und wie stark sich die in einem Berichtstitel angedeutete Sommerhitze tatsächlich auswirkte. Eine vollständige, offiziell bestätigte Besetzungsliste liegt der Redaktion nicht vor.

Was passiert ist

Gioachino Rossinis Komödie „Il viaggio a Reims“ hat bei den Salzburger Festspielen einen Ortswechsel hinter sich: Die Produktion in der Regie von Barrie Kosky feierte im Mai 2026 Premiere bei den Salzburger Pfingstfestspielen und ist seit 5. August 2026 auch bei den Sommerfestspielen im Haus für Mozart zu sehen. Laut übereinstimmenden Kritiken wurde die Pfingstpremiere vom Publikum bereits mit viel Beifall aufgenommen, ehe die Inszenierung nun in den Sommerspielplan übernommen wurde.

Die Inszenierung

Im Zentrum steht Cecilia Bartoli, seit 2012 Intendantin der Pfingstfestspiele, die in der Produktion selbst die Rolle der Dichterin Corinna singt. Kosky hat den Stoff für Salzburg umgeschrieben: Statt zur Krönung Karls X. nach Reims reist die versammelte Adelsgesellschaft in der Salzburger Fassung zur Geburtstagsparty von „La Ceci“ – ein Verweis auf Bartolis 60. Geburtstag Anfang Juni 2026, den sie damit in ihr jüngstes Bühnenprojekt einbauen ließ. Die Handlung spielt in einem Nobelhotel namens „Zur Goldenen Lilie“, dessen Bühnenbild mit Drehtüren und einem sich verengenden Gang aus zwölf Zimmertüren für ein an Feydeau-Komödien erinnerndes Ambiente sorgt.

Was die Kritiken zeigen

DER STANDARD und der KURIER beschreiben die Inszenierung übereinstimmend als überdrehtes, aber gewinnendes beziehungsweise furioses Spektakel voller Situationskomik, das sich eng an der Partitur orientiert. Beide Kritiken heben die musikalische Seite besonders hervor: Dirigent Gianluca Capuano bringe mit den Musiciens du Prince – Monaco und dem Chor der Oper Monte-Carlo Rossinis Musik zum Strahlen. Aus dem Ensemble werden neben Bartoli vor allem die Sopranistinnen und Mezzosopranistinnen hervorgehoben, während die Kritiken den männlichen Solisten insgesamt weniger Raum geben. Auch die Kleine Zeitung berichtete über die Sommeraufführung, ihr Beitrag liegt der Redaktion allerdings nur als Titel und Link vor.

Was unklar bleibt

Offen ist aus den vorliegenden Quellen, wie viele weitere Vorstellungen im Rahmen der Sommerfestspiele noch folgen und wie lange die Produktion insgesamt läuft. Auch zur konkreten Publikumsauslastung und -reaktion bei der Sommerfassung liegen keine Angaben vor – anders als zur Pfingstpremiere, deren positive Aufnahme mehrfach erwähnt wird. Der Titel eines der Berichte deutet zudem sommerliche Hitze im Saal an, ohne dass klar wird, wie stark sich diese tatsächlich auf Vorstellung oder Ensemble ausgewirkt hat. Auch das genaue Geburtsdatum Bartolis und die vollständige, offiziell bestätigte Besetzungsliste sind der Redaktion nicht aus erster Hand bekannt.

Einordnung

Die Übernahme einer Pfingstfestspiele-Produktion in den Sommerspielplan ist bei den Salzburger Festspielen kein Novum, unterstreicht aber die Doppelrolle, die Cecilia Bartoli im Betrieb einnimmt: Sie prägt als Intendantin das Programm der Pfingstfestspiele und tritt zugleich als gefeierte Sängerin auf der Bühne auf. Dass sie ihr persönliches Jubiläum in eine Repertoire-Oper wie „Il viaggio a Reims“ einweben ließ, wird von den Kritiken als selbstbewusste, aber unterhaltsame Volte gewertet.