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Südkorea hat mit dem Containerschiff „PanStar Acro“ erstmals eine kommerzielle Testfahrt über die arktische Nordostpassage nach Europa gestartet. Das Schiff legte laut Angaben des südkoreanischen Ministeriums für Ozeane und Fischerei, wie mehrere Medien berichten, am Samstagabend in Busan ab und soll die Häfen Felixstowe, Rotterdam und Danzig anlaufen. An Bord befinden sich unter anderem Chemieprodukte sowie Gebrauchtwagen beziehungsweise Autoteile.

Mit der Fahrt will Seoul prüfen, ob sich die Route kommerziell nutzen lässt, und Daten zu Fahrtdauer, Treibstoffverbrauch und Kosten sammeln. Die Gesamtreise inklusive Rückkehr soll rund 40 bis 45 Tage dauern, die Arktis-Passage selbst rund acht Tage – deutlich kürzer als der klassische Weg über den Suezkanal. Langfristig soll die Route etabliert und Busan zu einem internationalen Logistikzentrum ausgebaut werden.

Auch Russland und China bauen die Nordostpassage bereits aus, Umweltschützer warnen laut Berichten vor Folgen für die arktischen Ökosysteme. Konkrete Organisationen oder eine eigene Stellungnahme des Ministeriums liegen bislang nicht vor; auch der genaue Ausgang der Testfahrt ist offen.

Was passiert ist

Am Samstagabend hat das Containerschiff „PanStar Acro“ im südkoreanischen Busan abgelegt, um erstmals im Auftrag eines südkoreanischen Betreibers eine kommerzielle Testfahrt über die arktische Nordostpassage nach Europa zu unternehmen. Das teilte Südkoreas Ministerium für Ozeane und Fischerei mit, wie mehrere Medien berichten. An Bord befinden sich unter anderem Chemieprodukte sowie Gebrauchtwagen beziehungsweise Autoteile. Das Schiff soll auf dem Weg nach Europa die Häfen Felixstowe in Großbritannien, Rotterdam in den Niederlanden und Danzig in Polen anlaufen.

Ziele der Testfahrt

Mit der Fahrt will Seoul prüfen, ob sich die Nordostpassage kommerziell nutzen lässt. Erhoben werden sollen Daten zu Fahrtdauer, Treibstoffverbrauch und Betriebskosten. Die gesamte Reise der „PanStar Acro“ inklusive Rückkehr nach Busan soll nach Angaben des Ministeriums, wie sie von mehreren Medien wiedergegeben werden, rund 40 bis 45 Tage dauern; die eigentliche Passage durch die Arktis soll davon rund acht Tage in Anspruch nehmen – deutlich schneller als die klassische Route über den Indischen Ozean, das Rote Meer und den Suezkanal. Langfristig will Südkoreas Regierung die Arktis-Route als neue Handelsverbindung etablieren und die Hafenstadt Busan zu einem internationalen Logistikzentrum ausbauen. Einzelnen internationalen Wirtschaftsmedien zufolge handelt es sich zudem um die erste Testfahrt eines südkoreanischen Frachters auf dieser Route seit rund zehn Jahren; das eingesetzte, zuvor als „HMM Mombasa“ fahrende Schiff sei erst Anfang August von seinem neuen Betreiber übernommen und umbenannt worden. Diese Zusatzangaben sind bislang nur aus dieser einen Quellenlinie belegt.

Geopolitischer Hintergrund

Südkorea reiht sich mit dem Vorstoß in eine wachsende Zahl von Staaten ein, die die Nordostpassage als Alternative zu etablierten Seewegen erproben. Russland und China treiben die kommerzielle Nutzung der Route bereits länger voran; einem Kurier-Bericht zufolge startete etwa das von einer chinesischen Reederei betriebene Containerschiff „Dubai Tower“ bereits am 15. August im chinesischen Ningbo zu einer Fahrt über die Arktis nach Europa – eine Angabe, die bislang nur aus dieser einen Quelle vorliegt. Berichten zufolge hat sich die weltweite Suche nach Alternativrouten seit den massiven Einschränkungen der Schifffahrt durch die Straße von Hormus im Zuge des Kriegs zwischen den USA, Israel und Iran beschleunigt (wie berichtet). Die Arktis-Passage ist zwar deutlich kürzer als der Weg über den Indischen Ozean, bleibt aber einen Großteil des Jahres durch Eis versperrt; der Klimawandel verlängert den Berichten zufolge die schiffbare Zeit.

Was unklar bleibt

Eine eigene Aussage oder ein Zitat des südkoreanischen Ministeriums für Ozeane und Fischerei liegt nicht direkt vor, sondern nur über die Wiedergabe durch mehrere Medien. Auch die im Kurier-Bericht erwähnte Warnung von Umweltschützern vor Schäden an arktischen Ökosystemen bleibt ohne Nennung konkreter Organisationen oder Argumente. Ob und wie Russland als Anrainerstaat der Nordostpassage in Genehmigung, Lotsendienst oder Sicherheit der südkoreanischen Fahrt eingebunden ist, geht aus den vorliegenden Quellen nicht hervor. Offen ist zudem, ob die angegebene Fahrzeit von 40 bis 45 Tagen eingehalten wird und welche konkreten Ergebnisse die Testfahrt zu Kosten und Treibstoffverbrauch liefert.

Einordnung

Der Kern der Meldung – Abfahrt, Route, Ziel-Häfen und die von Seoul verfolgte strategische Absicht – gilt als belegt: Er wurde von der zuständigen Behörde selbst bekanntgegeben und deckungsgleich von mehreren voneinander unabhängigen Medien in- und außerhalb Österreichs wiedergegeben. Weniger gesichert sind Detailfragen wie die genaue Vorgeschichte des Schiffs, die zehnjährige Pause südkoreanischer Aktivität auf der Route oder die genannten Umweltbedenken; hier bleibt die Quellenlage dünn. Ob sich die Nordostpassage tatsächlich zu einer festen Handelsroute für Südkorea entwickelt, hängt vom Ausgang dieser und weiterer Testfahrten ab.