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Eine Umfrage der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) unter rund 600 Hotellerie- und Gastronomiebetrieben zeigt für die Sommersaison 2026 ein gemischtes Bild: 78 Prozent der Betriebe sind zufrieden, die Hotelauslastung stieg um rund 1,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr, und die Beschäftigung in beiden Branchen erreichte mit rund 260.000 Personen einen Rekordwert. Gleichzeitig drücken stark gestiegene Kosten für Energie, Lebensmittel sowie Steuern und Abgaben auf die Erträge – ein Drittel der Betriebe kann laut Umfrage nur noch absolut notwendige Investitionen tätigen.

Fast zeitgleich wurde bekannt, dass sich die Sozialpartner nach monatelangem Ringen auf einen neuen Kollektivvertrag für die Tourismusbranche geeinigt haben: Ab 1. Oktober 2026 steigen die Gehälter im Schnitt um 3,02 Prozent. WKÖ-Hotellerie-Spartenobmann Georg Imlauer bezeichnete den Abschluss als „das absolute Maximum“, das die Arbeitgeberseite geben könne.

Offen bleiben Details zur Umfragemethodik sowie eine zusätzlich berichtete, aber nur einfach belegte Zahl zu Gewinnrückgängen bei rund 30 Prozent der Betriebe. Auch eine Einschätzung der Gewerkschaftsseite zum Kollektivvertrag liegt in den ausgewerteten Quellen nicht vor.

Was passiert ist

Bei einem Sommer-Pressegespräch der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) haben die Fachverbände Hotellerie und Gastronomie am 19. August 2026 eine Zwischenbilanz zur laufenden Sommersaison gezogen. Rund 78 Prozent von etwa 600 befragten Betrieben aus beiden Branchen sind mit dem bisherigen Saisonverlauf zufrieden, die Auslastung in den heimischen Hotels stieg im Vergleich zum Vorjahr um rund 1,5 Prozent. Fast zeitgleich wurde bekannt, dass sich die Sozialpartner nach monatelangem Ringen auf einen neuen Kollektivvertrag für die Tourismusbranche geeinigt haben.

Was die Zahlen zeigen

Die Beschäftigung in Hotellerie und Gastronomie erreichte mit rund 260.000 Personen einen Rekordwert – laut Gastronomie-Spartenobmann Alois Rainer so viele wie noch nie. Gleichzeitig berichten die Betriebe von spürbarem Kostendruck: Vor allem Energie, Lebensmittel sowie Steuern und Abgaben verteuerten sich stark. Hotellerie-Spartenobmann Georg Imlauer spricht davon, dass den Betrieben „die Kosten davonlaufen“. Ein Drittel der befragten Unternehmen gab an, nur noch absolut notwendige Investitionen tätigen zu können, während rund ein Fünftel seine Investitionspläne vollständig umsetzen kann. In der Gastronomie macht sich zudem eine gewisse Konsumzurückhaltung bemerkbar – Gäste würden bewusster und weniger konsumieren.

Kollektivvertrag nach zähem Ringen

Nach monatelangen Verhandlungen zwischen den Sozialpartnern steht seit kurzem fest, dass die Gehälter in der Tourismusbranche mit 1. Oktober 2026 im Schnitt um 3,02 Prozent steigen. Auf Arbeitgeberseite wird der Abschluss als Kompromiss an der Belastungsgrenze dargestellt – Imlauer bezeichnete ihn als „das absolute Maximum, das wir geben können“. Dass der Weg zur Einigung als zäh beschrieben wird, deutet auf unterschiedliche Ausgangspositionen der Verhandlungspartner hin; wie sich die Arbeitnehmerseite konkret zu diesem Ergebnis positioniert, geht aus den vorliegenden Quellen nicht hervor.

Was unklar bleibt

Zur Methodik der WKÖ-Umfrage – etwa zur genauen Zusammensetzung der rund 600 befragten Betriebe oder zum Erhebungszeitraum – liegen keine detaillierten Angaben vor. Eine zusätzlich berichtete Zahl, wonach bei rund 30 Prozent der Betriebe der Gewinn im Schnitt um 18 Prozent zurückgegangen sei, taucht nur in einem der beiden ausgewerteten Medienberichte auf und lässt sich nicht unabhängig gegenprüfen. Auch der Herbstausblick der Branche wird in den Quellen nicht einheitlich beziffert. Eine WKÖ-Originalveröffentlichung mit den vollständigen Umfragedaten wurde nicht eingesehen.

Einordnung

Die Darstellung der Saisonbilanz stammt praktisch ausschließlich von der Arbeitgeberseite: Beide zitierten Spartenobmänner vertreten die Wirtschaftskammer, eine Einschätzung der Gewerkschaftsseite oder unabhängiger Wirtschaftsforscher fehlt in den vorliegenden Berichten. Das Bild aus Rekordbeschäftigung einerseits und Kostendruck auf die Erträge andererseits deckt sich zwischen den beiden ausgewerteten Medien, was die Kernaussagen stützt – für ein vollständigeres Bild der Branchenlage wären aber weitere, unabhängige Datenquellen nötig.