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US-Präsident Donald Trump hat per Präsidialmemorandum vom 13. August 2026 angeordnet, die elektromagnetischen Katapult- und Waffenaufzugsysteme auf dem im Bau befindlichen Flugzeugträger USS Doris Miller durch klassische Dampf- und Hydrauliktechnik zu ersetzen. Der Verteidigungsminister muss innerhalb von 60 Tagen einen Umsetzungsplan vorlegen. Andere Träger der Ford-Klasse – die im Dienst stehende USS Gerald R. Ford sowie die künftigen USS John F. Kennedy und USS Enterprise – behalten ihre elektromagnetischen Systeme.

Der Rüstungskonzern General Atomics, der einen rund 1,2 Milliarden Dollar schweren Auftrag für die elektromagnetischen Systeme der Doris Miller hält, warnte, die Fertigung sei bereits zu knapp 50 Prozent abgeschlossen und ein Kurswechsel berge erhebliche Kosten-, Zeitplan- und Integrationsrisiken. Trump begründet die Entscheidung laut Medienberichten mit geringeren Kosten der Dampftechnik.

Offen bleibt, wie hoch die tatsächlichen Mehrkosten und Verzögerungen ausfallen und wie das Verteidigungsministerium auf die Kritik reagiert. Der vom Memorandum verlangte Umsetzungsplan steht noch aus.

Was passiert ist

US-Präsident Donald Trump hat den Umbau eines im Bau befindlichen Flugzeugträgers der US Navy angeordnet. Mit einem am 13. August 2026 veröffentlichten Präsidialmemorandum mit dem Titel „Rebuilding the United States Navy and America’s Shipbuilding Industrial Base“ verlangt er, dass die elektromagnetischen Katapultsysteme (EMALS) und die elektromagnetischen Waffenaufzüge auf der USS Doris Miller (CVN-81) durch klassische Dampfkatapulte und hydraulische Aufzüge ersetzt werden. Der Verteidigungsminister soll dem Weißen Haus dazu innerhalb von 60 Tagen einen Umsetzungsplan vorlegen. Die Doris Miller befindet sich derzeit im Bau und gehört zur neuen Ford-Klasse der US-Flugzeugträger, die die elektromagnetische Technik ursprünglich als Nachfolgesystem der jahrzehntealten Dampfkatapulte einführen sollte.

Was die Quellen zeigen

Laut dem Memorandum und übereinstimmenden Medienberichten betrifft die Anordnung ausschließlich die Doris Miller. Die bereits im Dienst stehende USS Gerald R. Ford und die künftigen Träger USS John F. Kennedy und USS Enterprise sollen ihre elektromagnetischen Systeme behalten. DER STANDARD und futurezone berichten unter Berufung auf US-Berichterstattung, Trump begründe den Schritt mit geringeren Kosten der alten Dampftechnik. Der Rüstungskonzern General Atomics, der einen rund 1,2 Milliarden Dollar schweren Auftrag für die elektromagnetischen Systeme der Doris Miller hält, reagierte mit einer eigenen Stellungnahme: Die Fertigung sei bereits zu knapp 50 Prozent abgeschlossen, ein Kurswechsel jetzt berge „erhebliche Kosten-, Zeitplan- und Integrationsrisiken“ und könne die Einsatzbereitschaft der Flotte sowie die technologische Vorreiterrolle der USA beeinträchtigen.

Was unklar bleibt

Offen ist, wie hoch die tatsächlichen Mehrkosten und die Bauverzögerung durch den nachträglichen Systemwechsel ausfallen werden – eine belastbare, unabhängig bestätigte Zahl dazu liegt nicht vor. Ebenso unklar ist, wie das Verteidigungsministerium und die Navy-Führung auf die Kritik von General Atomics und von Marineexperten reagieren, die den Rückgriff auf Dampftechnik als technisch rückständig einordnen. Auch der genau angeschlagene Zeitplan für die Umsetzung – abhängig vom binnen 60 Tagen vorzulegenden Plan des Verteidigungsministers – ist noch nicht bekannt.

Einordnung

Elektromagnetische Katapulte gelten unter Marineingenieuren gegenüber Dampfsystemen als wartungsärmer und schonender für Flugzeugzellen, da sie den Beschleunigungsverlauf präziser steuern können. Die Anordnung reiht sich in eine Serie direkter Eingriffe Trumps in operative und technische Entscheidungen der US-Streitkräfte ein, die in der bisherigen Berichterstattung mehrfach als ungewöhnlich detailliertes Mikromanagement der Marine beschrieben wurden. Das zugrundeliegende Memorandum enthält darüber hinaus weitere Vorgaben zum Ausbau der US-Schiffbauindustrie, etwa den Aufbau einer fünften öffentlichen Navy-Werft – ein Punkt, der in der bisherigen deutschsprachigen Berichterstattung bislang kaum Beachtung fand.