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US-Präsident Donald Trump hat bestätigt, dass er auf dem Rückflug vom NATO-Gipfel in Ankara Anfang Juli 2026 heimlich das Flugzeug wechselte. Für den unbemerkten Wechsel wurde ein Cateringcontainer des österreichischen Unternehmens Do&Co genutzt, während eine augenscheinlich normale Air Force One mit ahnungslosen Mitreisenden weiterflog. Als Grund nennen US-Medien eine als glaubwürdig eingestufte Bedrohung, laut Kurier soll Israel Washington zuvor vor einem möglichen iranischen Mordkomplott gewarnt haben; das Weiße Haus bestätigte ungewöhnliche Sicherheitsmaßnahmen ohne Details, Trump sprach von einer Anweisung des Secret Service. Eine unabhängige Bestätigung des genauen Bedrohungsszenarios durch Secret Service, Türkei oder NATO fehlt weiterhin.

Do&Co-Gründer Attila Doğudan schilderte in der „ZiB 2“ erstmals Details aus Unternehmenssicht: Man habe „nichts mitbekommen“ und alles erst aus den Medien erfahren. Der Secret Service habe sich im Rahmen eines ohnehin laufenden Staatscaterings einfach einen Container geschnappt, Do&Co habe nur den Fahrer gestellt; niemand habe Verdacht geschöpft. Zugleich berichtete Doğudan von Rekordzahlen seines Konzerns – rund 2,5 Milliarden Euro Umsatz mit 18.000 Mitarbeitern in über zwanzig Ländern im vierten Rekordjahr in Folge –, von geplanter Umsatzverdopplung in den USA und äußerte Kritik an einer aus seiner Sicht „gesättigten“, zu wenig innovativen europäischen Wirtschaft.

Offen bleibt weiterhin, welcher genaue Waffentyp und Urheber hinter der Bedrohung standen und ob Secret Service, Türkei oder NATO sich noch eigenständig dazu äußern werden. Ebenso ungeklärt ist, ob die von einem US-Medium verwendete Bezeichnung der zurückgebliebenen Mitreisenden als „Lockvögel“ einer bewusst kalkulierten Risikoabwägung entspricht.

Was passiert ist

US-Präsident Donald Trump hat einen heimlichen Flugzeugwechsel auf dem Rückflug vom NATO-Gipfel in Ankara Anfang Juli 2026 selbst öffentlich bestätigt. Nach übereinstimmenden Berichten mehrerer US-Medien bestieg Trump vor laufenden Kameras zunächst sichtbar Air Force One, wechselte dann aber unbemerkt über einen Cateringcontainer des österreichischen Unternehmens Do&Co in eine kleinere, unauffällige Regierungsmaschine. Die eigentliche Air Force One flog anschließend ohne den Präsidenten weiter – an Bord befanden sich laut Medienberichten unter anderem US-Außenminister Marco Rubio und Finanzminister Scott Bessent sowie Journalisten und Mitarbeiter des Weißen Hauses, die von dem Wechsel nichts wussten. International bekannt wurden dabei vor allem die Bilder des Do&Co-Containers, der zwischen den beiden Flugzeugen hin- und herbewegt wurde.

Die Sicherheitslage hinter dem Manöver

Als Grund für die Aktion nennen mehrere US-Medien unter Berufung auf nicht namentlich genannte Beamte eine als glaubwürdig eingestufte Bedrohung – Berichten zufolge könnte ein Angriff mit einer schultergestützten oder Boden-Luft-Rakete geplant gewesen sein. Laut Kurier hatte Israel Washington zudem eigenständig vor einem möglichen iranischen Mordkomplott gewarnt, und zwar kurz nachdem Verhandlungen mit Teheran zur Beendigung des Konflikts gescheitert waren und die USA ihre Angriffe auf den Iran wieder aufgenommen hatten. Das Weiße Haus äußerte sich dazu zunächst zurückhaltend, bestätigte aber in einer Stellungnahme ungewöhnliche Sicherheitsmaßnahmen mit dem Hinweis, es gebe „viele Feinde Amerikas“, die es auf den Präsidenten abgesehen hätten, weshalb man „jedes verfügbare Mittel“ einsetze. Trump selbst sagte später gegenüber Reportern, er sei der Anweisung von Secret Service und Militär gefolgt: „Ich tue, was sie sagen.“ Eine eigenständige, detaillierte Bestätigung des genauen Bedrohungsszenarios durch Secret Service, türkische Behörden oder die NATO liegt nach vorliegenden Quellen weiterhin nicht vor. Ein US-Medienbericht bezeichnete die im Original-Jet zurückgebliebenen Reisenden als „Lockvögel“ beziehungsweise „Köder“, die im Fall eines Angriffs als Kollateralschaden in Kauf genommen worden wären – auch das ist eine Einschätzung eines einzelnen Mediums, keine offizielle Bewertung.

Wie der Container-Trick nach Angaben von Do&Co ablief

Im Gespräch mit Armin Wolf in der „ZiB 2“ schilderte Do&Co-Gründer und -CEO Attila Doğudan erstmals Details aus Unternehmenssicht. Man habe „nichts mitbekommen“ und die Geschichte selbst aus den Medien erfahren, zunächst sogar gezweifelt, ob sie überhaupt stimme. Organisiert worden sei die Aktion vom Secret Service – „im Secret“. Bei sogenannten Staatscaterings sei es üblich, dass Container von einem Flugzeug zum anderen gefahren werden; Do&Co habe beim NATO-Gipfel in Ankara mehrere Delegationen beliefert. Den Lenker des Fahrzeugs stellte das Wiener Unternehmen, für den Container selbst seien ausschließlich Trumps Personenschützer zuständig gewesen. Verdacht habe niemand geschöpft, auch nicht die amerikanische Delegation im eigenen Flugzeug. Diese Schilderung deckt sich mit einer früheren, knapperen Reaktion Doğudans gegenüber dem Kurier, in der er von einem „No comment“ sprach und betonte, sein Unternehmen sei „nicht involviert“ gewesen – „es war alles so secret, wie der Name Secret Service schon sagt“.

Do&Co-Chef Doğudan über Geschäft und Wachstum

Im selben Interview sprach Doğudan auch über die Geschäftsentwicklung seines Konzerns. Do&Co schreibe mitten in einer Wirtschaftsflaute das vierte Jahr in Folge Rekordzahlen: Mit rund 18.000 Mitarbeitern in über zwanzig Ländern erziele man etwa 2,5 Milliarden Euro Umsatz. Neben Großereignissen wie zuletzt der Fußball-WM versorge der Konzern mehr als sechzig Fluglinien mit Speisen. In den USA, wo der Konzern seinen Umsatz nach eigenen Angaben in den kommenden Jahren verdoppeln und laut einem früheren Interviewbericht die Mitarbeiterzahl von 5.000 auf 10.000 erhöhen will, sieht Doğudan trotz Trumps unberechenbarer Zollpolitik gute Chancen, weil europäische Qualität dort noch nicht selbstverständlich sei. Zudem tue sein Konzern „genau das, was Trump will“: Arbeitsplätze schaffen und investieren. Die schwache Konjunktur in Europa erklärte Doğudan weniger mit österreichischen als mit europäischen Ursachen – er attestierte dem Kontinent eine gewisse „Sättigung“ und mahnte, man müsse im globalen Wettbewerb „schneller, fleißiger, innovativer“ werden, statt nur Bestehendes zu verteidigen, sonst sei ein wirtschaftlicher Verfall unaufhaltsam.

Was unklar bleibt

Offen bleibt, welcher genaue Waffentyp und welcher mutmaßliche Urheber hinter der Bedrohung standen, die laut Medienberichten zum Flugzeugwechsel führte – die entsprechenden Angaben stammen weiterhin ausschließlich von anonymen Beamten gegenüber US-Medien. Ebenso unklar ist, ob Secret Service, türkische Behörden oder die NATO sich noch eigenständig zu dem Vorfall äußern werden, und ob die Charakterisierung der zurückgebliebenen Air-Force-One-Passagiere als bewusst in Kauf genommenes Risiko zutrifft. Die von Doğudan geschilderte Frage, ob und wann Do&Co selbst über die Nutzung des Containers informiert wurde, gilt nach seiner eigenen Darstellung in der „ZiB 2“ nun als beantwortet: Das Unternehmen sei nicht vorab eingebunden gewesen.

Einordnung

Der Vorfall reiht sich in eine Serie von Berichten über verschärfte Sicherheitsvorkehrungen rund um Trump ein und hat international für Aufsehen gesorgt, auch weil das Weiße Haus den genauen Ablauf zunächst nicht bestätigte und erst Trumps eigene Aussagen sowie das Interview mit Do&Co-Chef Doğudan mehr Details zu Ablauf und Hintergrund brachten. Für Do&Co bedeutet die ungeplante Popularität des Containers vor allem PR-Aufmerksamkeit für eine ohnehin wachsende Marke, während die sicherheitspolitischen Fragen – etwa zur tatsächlichen Bedrohungslage und zu möglichen Konsequenzen für künftige Sicherheitsprotokolle – nach derzeitiger Quellenlage nicht abschließend geklärt sind.