Die Staatsschulden der USA haben laut Daten des US-Finanzministeriums erstmals die Marke von 40 Billionen Dollar überschritten. Der Wert lag am 18. August 2026 bei rund 40,047 Billionen Dollar – ein Anstieg um knapp drei Billionen Dollar gegenüber rund 37,2 Billionen Dollar ein Jahr zuvor. Allein in den ersten zehn Monaten des laufenden Fiskaljahres kamen rund 1,8 Billionen Dollar an neuen Schulden hinzu, mehr als im gesamten Vorjahr. Seit Jänner 2017 hat sich die Verschuldung damit mehr als verdoppelt.
Parallel dazu sind die Zinskosten stark gestiegen: Mit rund 827 Milliarden Dollar in den ersten zehn Monaten des Fiskaljahres 2026 liegen sie bereits vor den Verteidigungsausgaben und den Ausgaben für Medicare und gelten als zweitgrößter Budgetposten hinter der Sozialversicherung. Für das gesamte Jahr wird erstmals mit Zinskosten von über einer Billion Dollar gerechnet.
Berichten zufolge könnte die Entwicklung auch Kredite in Europa verteuern, ein konkreter Wirkungsmechanismus wird in den vorliegenden Quellen aber nicht näher belegt. Offen bleiben zudem eine offizielle Reaktion der US-Regierung, mögliche Gegenmaßnahmen und Einschätzungen von Ratingagenturen oder des IWF zur langfristigen Tragfähigkeit.
Was passiert ist
Die Staatsschulden der Vereinigten Staaten haben laut Daten des US-Finanzministeriums erstmals die Marke von 40 Billionen Dollar überschritten. Nach einer von der Kleinen Zeitung wiedergegebenen Zeitreihe lag der Wert am Dienstag, 18. August 2026, bei exakt 40.047.425.768.420,22 Dollar – umgerechnet rund 34,3 Billionen Euro. Über die Entwicklung berichteten am 19. und 20. August 2026 zahlreiche Medien unabhängig voneinander übereinstimmend, darunter DER STANDARD, die Kleine Zeitung, der Kurier sowie internationale Redaktionen wie NBC News.
Was die Zahlen zeigen
Von den rund 40 Billionen Dollar entfallen laut Berichten etwa 32,266 Billionen Dollar auf Schulden, die von Investorinnen und Investoren außerhalb der Regierung gehalten werden, sowie rund 7,782 Billionen Dollar auf Schulden zwischen Regierungsstellen selbst. Verglichen mit rund 37,2 Billionen Dollar vor einem Jahr entspricht das einem Anstieg um knapp drei Billionen Dollar binnen zwölf Monaten. Allein in den ersten zehn Monaten des laufenden Fiskaljahres 2026 nahmen die USA rund 1,8 Billionen Dollar an neuen Schulden auf – mehr, als im gesamten Fiskaljahr 2025 hinzukam. Seit dem ersten Amtsantritt von Donald Trump im Jänner 2017, als der Schuldenstand bei rund 19,95 Billionen Dollar lag, hat sich die Verschuldung damit mehr als verdoppelt. Zugleich sind die Zinskosten stark gestiegen: In den ersten zehn Monaten des Fiskaljahres 2026 summierten sich die Nettozinszahlungen auf rund 827 Milliarden Dollar und lagen damit vor den Verteidigungsausgaben von rund 713 Milliarden Dollar sowie vor den Gesundheitsausgaben des Medicare-Programms – hinter den Ausgaben für die Sozialversicherung Social Security sind sie damit der zweitgrößte Einzelposten im Bundesbudget. Für das gesamte Fiskaljahr werden die Zinskosten laut Berichten erstmals eine Billion Dollar übersteigen.
Mögliche Folgen für Europa und Einordnung
DER STANDARD ordnet die Entwicklung so ein, dass steigende US-Zinskosten grundsätzlich auch Kredite in Europa verteuern könnten, etwa über höhere globale Anleiherenditen. Ein konkreter Übertragungsmechanismus oder eine belastbare Einschätzung, wie stark sich das auswirken würde, wird in den vorliegenden Quellen nicht näher ausgeführt und liegt bislang nur als Einzelmeinung einer Redaktion vor, nicht als breiter bestätigte Analyse. Wie sich das eigenständig vom aktuellen Anlass gemeldete Zusammenspiel zwischen hoher Staatsverschuldung und höheren Zinskosten insgesamt auf die Kreditwürdigkeit der USA auswirkt, lässt sich aus den vorliegenden Berichten allein nicht abschließend beurteilen.
Was unklar bleibt
Offen ist, wie genau sich die US-Verschuldung auf Finanzierungskosten in Europa übertragen könnte und ob dieser Effekt bereits messbar ist. Unklar bleibt zudem, ob und wie die US-Regierung offiziell auf das Überschreiten der 40-Billionen-Marke reagiert, welche Gegenmaßnahmen – etwa Ausgabenkürzungen oder Steuererhöhungen – ernsthaft diskutiert werden, und wie Ratingagenturen oder internationale Institutionen wie der Internationale Währungsfonds die längerfristige Tragfähigkeit der Schuldenentwicklung derzeit einschätzen. Ebenfalls offen ist, ob die für das laufende Fiskaljahr erwarteten Zinskosten von über einer Billion Dollar tatsächlich erreicht werden.
