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Die Theater- und TV-Schauspielerin Vera Borek ist am Samstagabend im Alter von 85 Jahren in Wien gestorben. Laut einer APA-Meldung aus dem Familienumfeld, die von mehreren Medien übereinstimmend wiedergegeben wurde, starb sie nach einem kurzen Spitalsaufenthalt.

Borek wurde 1940 in Breslau geboren und kam als Kind nach Wien. Von 1976 bis 2005 war sie Ensemblemitglied des Volkstheaters, wo sie zahlreiche prägende Rollen spielte, etwa in der „Dreigroschenoper“ und in „Geschichten aus dem Wiener Wald“. 2017 wurde sie von der ORF-Hörspieljury zur „Schauspielerin des Jahres“ gekürt. Von 1982 bis zu seinem Tod 1986 war sie mit dem Schauspieler und Kabarettisten Helmut Qualtinger verheiratet, mit dem sie auch gemeinsame Lesetourneen unternahm.

Bürgermeister Michael Ludwig und Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler würdigten Borek in einer Presseaussendung der Stadt Wien als prägende Figur der Wiener Theatergeschichte. Offen bleiben die genaue Todesursache, eine eigene Stellungnahme des Volkstheaters selbst sowie Termine für eine Trauerfeier oder Gedenkveranstaltungen.

Was passiert ist

Die Theater- und TV-Schauspielerin Vera Borek ist am Samstagabend im Alter von 85 Jahren in Wien gestorben. Laut übereinstimmenden Medienberichten, die sich auf eine APA-Meldung aus dem Umfeld der Familie stützen, starb sie „nach einem kurzen Spitalsaufenthalt“. ORF, derStandard, diePresse und Kurier berichteten am Sonntag unabhängig voneinander über ihren Tod und würdigten sie als prägende Figur des Wiener Theaterlebens.

Werdegang und Karriere

Borek wurde 1940 in Breslau als Tochter einer deutschen Opernsängerin und eines Wiener Lederwarenhändlers geboren und kam als Kind mit ihrer Familie nach Wien. Nach der Schauspielschule in Hannover und Engagements unter anderem in Bochum, Münster, Wiesbaden und Hamburg kehrte sie beruflich nach Wien zurück. Von 1976 bis 2005 zählte sie zum Ensemble des Wiener Volkstheaters, wo sie unter anderem die Jenny in der „Dreigroschenoper“, die Valerie in „Geschichten aus dem Wiener Wald“ und die Marthe in „Der zerbrochne Krug“ spielte. Auch nach ihrer Pensionierung trat sie am Volkstheater weiter auf, etwa 2007 als Claire Zachanassian in „Der Besuch der alten Dame“ und 2014 als Fräulein Dr. von Zahnd in „Die Physiker“. Vor die Kamera trat sie laut ORF-Bericht ebenfalls wiederholt, unter anderem in den Serien „Tatort“, „Kommissar Rex“ und „Der Bulle von Tölz“ sowie in Kinofilmen wie „Vino Santo“ (1999); diese Details liegen bislang jedoch nur aus einer Quelle vor. 2017 wurde sie von der ORF-Hörspieljury zur „Schauspielerin des Jahres“ gekürt, mit besonderer Würdigung ihrer Sprachkunst.

Verbindung zu Helmut Qualtinger

Vera Borek lernte den Schauspieler, Kabarettisten und Autor Helmut Qualtinger 1969 in Hamburg kennen und heiratete ihn 1982. Die Ehe dauerte bis zu Qualtingers Tod im Jahr 1986. Gemeinsam unternahmen die beiden Lesetourneen, und auch nach seinem Tod widmete Borek seinen Texten immer wieder eigene Lesungen.

Öffentliche Reaktionen

Auf Boreks Tod reagierten auch Vertreter der Wiener Stadtpolitik: Bürgermeister Michael Ludwig und Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler würdigten die Schauspielerin in einer Presseaussendung der Stadt Wien. Darin ist von einer Frau die Rede, die ihren Figuren stets eine eigene Kontur verliehen und mit ihrem Wirken einen wichtigen Teil der Wiener Theatergeschichte geprägt habe. Eine eigene, öffentliche Stellungnahme des Volkstheaters selbst liegt bislang nicht vor.

Was unklar bleibt

Die vorliegenden Quellen nennen als Todesursache lediglich einen „kurzen Spitalsaufenthalt“, ohne diesen näher zu präzisieren. Eine eigene öffentliche Stellungnahme des Volkstheaters oder des Burgtheaters, an denen Borek über Jahrzehnte gewirkt hat, liegt über die Beileidsbekundung der Stadt Wien hinaus bislang nicht vor. Ebenso ist derzeit nicht bekannt, ob und wann eine Trauerfeier oder andere Gedenkveranstaltungen stattfinden.