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Die Stadt Wien erhöht ab 1. Jänner 2027 die Gebühren für Wasser, Kanal und Müll um bis zu 4,6 Prozent. Der Kubikmeterpreis für Wasser steigt von 2,27 auf 2,37 Euro, jener für Kanal von 2,49 auf 2,60 Euro. Grundlage ist das Valorisierungsgesetz, das eine automatische Anpassung vorsieht, sobald die Teuerung seit der letzten Erhöhung – zuletzt Anfang 2025 – die Marke von drei Prozent überschreitet. Bei den Müllgebühren wird ein Plus von 4,5 Prozent genannt, konkrete Beträge dazu liegen nicht vor. Die Parkgebühren bleiben 2027 unverändert.

Die Stadt begründet die Erhöhung laut Medienberichten mit laufenden Investitionen: Jährlich rund 130 Millionen Euro sollen in die Wasserversorgung fließen, das Kanalnetz soll bis 2031 um 380 Millionen Euro saniert und ausgebaut werden. Eine eigene, direkt eingesehene Aussendung der Stadt dazu liegt nicht vor.

Kritik kommt von der Opposition: Die Wiener ÖVP rund um Markus Figl spricht von einer neuen „Belastungswelle“ mit einer Mehrbelastung von rund 42 Millionen Euro und fordert Einsparungen statt höherer Gebühren. Auch die FPÖ um Dominik Nepp wirft der Stadtregierung vor, die Valorisierung als Vorwand für höhere Abgaben zu nutzen. Wie die Stadtregierung darauf reagiert, ist offen.

Was passiert ist

Die Stadt Wien erhöht ab 1. Jänner 2027 die Gebühren für Wasser, Kanal und Müll um bis zu 4,6 Prozent. Der Preis für einen Kubikmeter Wasser steigt von 2,27 auf 2,37 Euro, also um 10 Cent. Die Kanalgebühr klettert von 2,49 auf 2,60 Euro pro Kubikmeter, ein Plus von 11 Cent. Die Müllgebühren steigen laut den vorliegenden Berichten um 4,5 Prozent, konkrete Cent- oder Euro-Beträge dazu liegen in den ausgewerteten Quellen nicht vor. Die Parkgebühren bleiben 2027 unverändert, nachdem sie zuletzt 2026 angehoben worden waren.

Warum jetzt erhöht wird

Grundlage der Anpassung ist das Valorisierungsgesetz. Es schreibt vor, dass die Stadt jeweils zur Jahresmitte prüft, ob der von Statistik Austria ermittelte Verbraucherpreisindex seit der letzten Erhöhung um mindestens drei Prozent gestiegen ist. Ist das der Fall, werden die betroffenen Gebühren automatisch angepasst. Die letzte Valorisierung in diesen Bereichen erfolgte laut den Berichten Anfang 2025. Seither habe sich der Index bei Wasser und Abwasser um 4,6 Prozent und bei der Müllabfuhr um 4,5 Prozent erhöht, weshalb der Schwellenwert nun überschritten sei. Bei den Parkgebühren wurde der Schwellenwert der Stadt zufolge nicht erreicht, weshalb hier keine Anpassung erfolgt.

Begründung der Stadt

Im Rathaus wird laut einem Bericht betont, dass die Einnahmen direkt in die städtische Infrastruktur fließen. So würden jährlich rund 130 Millionen Euro in die Wasserversorgung investiert, das öffentliche Kanalnetz solle bis 2031 um insgesamt 380 Millionen Euro saniert beziehungsweise ausgebaut werden. Diese Zahlen stammen aus einem einzelnen Medienbericht mit Zitat der Stadtverwaltung; eine eigene, direkt eingesehene Presseaussendung der Stadt Wien mit weiteren Details lag für diesen Artikel nicht vor.

Kritik der Opposition

Die Wiener Volkspartei kritisierte die Ankündigung scharf. Landesparteiobmann Markus Figl sprach laut einem Bericht von einer „nächsten Belastungswelle“, die ab 2027 auf Wiener Haushalte und Betriebe zurolle, und bezifferte die Mehrbelastung auf rund 42 Millionen Euro. Die ÖVP forderte die rot-pinke Stadtregierung auf, statt höherer Einnahmen bei den eigenen Ausgaben anzusetzen. Auch die Wiener FPÖ übte Kritik: Landesparteiobmann Dominik Nepp warf der SPÖ vor, die gesetzlich vorgesehene Valorisierung als „bequemen Vorwand“ zu nutzen, um Bürgerinnen und Bürgern „noch tiefer in die Tasche zu greifen“.

Was unklar bleibt

Offen bleibt, wie hoch die Erhöhung der Müllgebühren für einzelne Haushalte konkret in Euro oder Cent ausfällt — die Berichte nennen dazu nur die prozentuale Steigerung. Ebenso liegt keine direkt eingesehene Original-Aussendung der Stadt Wien vor, mit der sich die genannten Investitionssummen im Detail nachvollziehen ließen. Unklar ist zudem, ob und wie die Stadtregierung inhaltlich auf die Kritik von ÖVP und FPÖ reagiert.