Der kroatische Unternehmer Renato Radić übernimmt über seine Firmengruppe Prima Grupa die insolvente steirische Möbelfabrik ADA zur Gänze. Das berichteten Kleine Zeitung, DER STANDARD und Kurier übereinstimmend unter Berufung auf eine Aussendung des Unternehmens. Radić übernimmt 100 Prozent der ADA Möbelwerke Holding AG; das Unternehmen soll als eigenständige österreichische Firma mit Hauptsitz in der Steiermark bestehen bleiben, die Marke ADA soll erhalten bleiben.
ADA hatte im März 2026 laut einem Bericht von Nachrichten.at Insolvenz angemeldet, bei einem damals genannten Schuldenstand von rund 30 Millionen Euro. Ob am Standort Anger künftig wieder produziert wird, ist laut Kleine Zeitung noch in Prüfung. Vor der Insolvenz sollen in Österreich rund 180 Personen beschäftigt gewesen sein, zuletzt nur noch rund zehn in Anger - diese Angaben stammen aus einer Einzelquelle und sind nicht offiziell bestätigt.
Zum Kaufpreis, zu einem genauen Zeitplan für eine mögliche Produktionswiederaufnahme sowie zur Position des Insolvenzverwalters liegen keine belastbaren Angaben vor.
Was passiert ist
Der kroatische Unternehmer Renato Radić übernimmt über seine Firmengruppe Prima Grupa die insolvente steirische Möbelfabrik ADA zur Gänze. Das berichteten Kleine Zeitung, DER STANDARD und Kurier übereinstimmend unter Berufung auf eine Aussendung des Unternehmens. Radić übernimmt demnach 100 Prozent der ADA Möbelwerke Holding AG. Das Unternehmen soll als eigenständige österreichische Firma mit Hauptsitz in der Steiermark bestehen bleiben, auch die Marke ADA soll erhalten bleiben.
Vorgeschichte: Insolvenz seit dem Frühjahr
ADA hatte laut einem Bericht von Nachrichten.at im März 2026 ein Insolvenzverfahren eingeleitet, nachdem die Bestellungen im ersten Quartal des Jahres deutlich zurückgegangen waren. Der Schuldenstand wurde damals mit rund 30 Millionen Euro beziffert. Diese Angabe stammt aus einer Einzelquelle zum Hintergrund und war nicht Teil der breiter bestätigten Berichterstattung zur nun erfolgten Übernahme.
Was die Übernahme für den Standort bedeutet
Laut Kleine Zeitung wird geprüft, ob am Stammsitz in Anger in der Steiermark künftig wieder produziert wird - eine Zusage dafür liegt bislang nicht vor. Vor der Insolvenz sollen in Österreich Berichten zufolge rund 180 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt gewesen sein, zuletzt nur noch rund zehn am Standort Anger. Auch diese Zahlen stammen aus einer Einzelquelle und sind nicht offiziell von ADA oder Prima Grupa bestätigt.
Wer hinter der Übernahme steht
Prima Grupa wird von der Kleinen Zeitung als größter Möbelkonzern Kroatiens beschrieben, andere recherchierte Berichte formulieren vorsichtiger und sprechen von einem der größten Möbelhersteller Südosteuropas. Über konkrete Pläne Radićs für ADA, etwa zu Investitionssummen oder einem Zeitplan, liegen über die Presseberichterstattung hinaus keine direkt geprüften Angaben vor.
Was unklar bleibt
Offen ist der Kaufpreis der Transaktion ebenso wie eine ausführliche eigene Stellungnahme von Renato Radić oder der Prima Grupa jenseits der Aussendung, auf die sich die Medien berufen. Auch die genaue Zahl der langfristig gesicherten Arbeitsplätze in der Steiermark und die Position des Insolvenzverwalters zur Gläubigerbefriedigung sind aus den vorliegenden Quellen nicht ersichtlich.


