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Ein im Auftrag von Amazon betriebenes Frachtflugzeug ist am Sonntagnachmittag (Ortszeit) nach der Landung am Flughafen Miami über die Landebahn hinausgeschossen, hat mehrere Fahrzeuge gerammt und Feuer gefangen. Nach Angaben von Behördenvertretern und der Polizei kamen mindestens fünf Menschen ums Leben, fünf weitere wurden verletzt, drei davon kritisch. Der Flughafen wurde vorübergehend komplett gesperrt.

Laut der US-Luftfahrtbehörde FAA handelte es sich um eine Boeing 767-300 der Frachtgesellschaft 21 Air, die von San Juan in Puerto Rico gestartet war. Die FAA kündigte eine Untersuchung an, Amazon erklärte, man arbeite mit den Behörden zusammen. Ein Bericht des Senders CNN nennt zudem ein bislang nicht anderweitig bestätigtes Detail, wonach die Maschine unter anderem einen Kleinbus mit sieben Insassen getroffen habe.

Offen bleibt, ob die Todesopfer Besatzungsmitglieder oder Personen am Boden waren, was den Unfall auslöste und ob das Flugzeug beladen war. Ergebnisse der Untersuchung stehen noch aus.

Was passiert ist

Ein Frachtflugzeug, das im Auftrag des Onlinehändlers Amazon unterwegs war, ist am Sonntagnachmittag (Ortszeit) nach der Landung am Miami International Airport in Florida über die Landebahn hinausgeschossen. Die Maschine rammte mehrere Fahrzeuge und fing Feuer. Nach Angaben von Behördenvertretern und der Polizei, die auf einer Pressekonferenz informierten, kamen mindestens fünf Menschen ums Leben. Fünf weitere Personen wurden verletzt ins Krankenhaus gebracht, drei davon in kritischem Zustand. Der Flughafen stellte den Flugverkehr nach dem Zwischenfall vorübergehend komplett ein.

Was die Quellen zeigen

Nach Angaben der US-Luftfahrtbehörde FAA handelte es sich um eine Boeing 767-300 der Frachtfluggesellschaft 21 Air, die im Auftrag von Amazon über eine Partnerairline betrieben wurde. Der Flug war vom Luis Muñoz Marín International Airport in San Juan auf der Karibikinsel Puerto Rico gestartet. Die FAA kündigte eine Untersuchung des Vorfalls an. Eine Amazon-Sprecherin erklärte auf der Plattform X, beim Landeversuch habe es einen Zwischenfall gegeben, man arbeite eng mit den Behörden zusammen, um die Umstände zu klären. US-Verkehrsminister Sean Duffy warnte vor erheblichen Verspätungen und möglichen Flugausfällen, da an dem Wochenende wegen eines Feiertags viele Menschen in der bei Touristen beliebten Region unterwegs waren; eine Startbahn wurde später wieder freigegeben. Ein Bericht des US-Senders CNN nennt zudem ein Detail zum Hergang: Die Maschine soll unter anderem einen Kleinbus mit sieben Insassen getroffen haben. Diese Angabe stammt bislang nur aus einer einzelnen Quelle und lässt sich anhand der übrigen Berichte nicht bestätigen.

Was unklar bleibt

Offen ist nach den vorliegenden Berichten, ob die fünf Todesopfer Besatzungsmitglieder des Flugzeugs waren oder sich am Boden befanden, etwa in getroffenen Fahrzeugen. Auch die technische oder menschliche Unfallursache ist nicht geklärt – dazu läuft die angekündigte FAA-Untersuchung erst an, ein Ergebnis liegt naturgemäß noch nicht vor. Unklar bleibt zudem, ob das Flugzeug zum Zeitpunkt des Unfalls beladen war, und falls ja, mit welcher Fracht. Auch zum Schicksal der Verletzten und zur endgültigen Zahl der Betroffenen liegen keine weiteren Angaben vor.

Einordnung

Miami zählt zu den großen Verkehrsflughäfen der USA und ist insbesondere für den Tourismus in Florida von Bedeutung, was die Auswirkungen eines längeren Ausfalls auf den Flugverkehr verschärfte. Amazon betreibt eine eigene Frachtflugsparte, um Pakete über weite Strecken schneller zu transportieren, wickelt Flüge aber – wie im vorliegenden Fall – teils über Partnerfluggesellschaften wie 21 Air ab. Untersuchungen von US-Luftfahrtbehörden nach solchen Unfällen dauern in der Regel Monate bis Jahre, weshalb belastbare Aussagen zur Unfallursache derzeit noch nicht möglich sind. Erste Berichte nach Flugunfällen enthalten zudem erfahrungsgemäß häufig noch vorläufige oder sich in den Folgestunden ändernde Detailangaben, etwa zur genauen Opferzahl oder zum Unfallhergang.