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Nach tagelangem Chaos im Flugverkehr haben mehrere der zuvor gesperrten indonesischen Flughäfen am 8. September 2026 wieder geöffnet. Wie das Verkehrsministerium mitteilte, nahm neben vier weiteren Flughäfen auch der größte Flughafen des Landes, Soekarno-Hatta nahe Jakarta, den Betrieb wieder auf – ebenso der kleinere Jakarta-Flughafen Halim-Perdanakusuma, der Hussein-Sastranegara-Airport in Bandung und ein weiterer kleiner Flughafen auf Sumatra. Auslöser der tagelangen Sperren war der seit Anfang September anhaltende Ausbruch des Vulkans Anak Krakatau in der Sundastraße mit einer weiträumigen Aschewolke über Java und Sumatra; die indonesische Behörde BMKG hatte seit Ausbruchsbeginn 39 Sigmet-Warnungen herausgegeben und zu Vorsicht sowie Masken im Freien geraten.

Insgesamt acht Flughäfen waren betroffen, wie mehrere Quellen inzwischen übereinstimmend bestätigen. Bei den Schließungen wurden rund 2.961 bis 3.000 Flüge gestrichen, verspätet oder umgeleitet, und rund 340.000 Passagiere waren betroffen – deutlich mehr, als frühere Zwischenstände mit 170.000 beziehungsweise 270.000 Betroffenen zunächst nahelegten. Die Fluggesellschaften müssen nun noch gestrandete Reisende an ihre Ziele bringen.

Offen bleibt, wie viele Flughäfen aktuell noch gesperrt sind: Je nach Quelle sind es zwei oder drei, da unklar ist, wann genau der Sumatra-Flughafen wieder öffnete. Ebenso unklar ist, wie lange die aktuelle Ausbruchsphase noch anhält, welche Flughäfen konkret betroffen bleiben und ob es bereits gesundheitliche Auswirkungen der Vulkanasche auf die Bevölkerung gibt.

Was neu ist

Nach tagelangem Chaos im Flugverkehr haben mehrere der zuvor gesperrten indonesischen Flughäfen am 8. September 2026 wieder geöffnet. Wie das indonesische Verkehrsministerium mitteilte, nahm neben vier weiteren Flughäfen auch der größte und wichtigste Flughafen des Landes, der internationale Flughafen Soekarno-Hatta nahe der Hauptstadt Jakarta, den Betrieb wieder auf. Der Flughafenbetreiber erklärte dazu auf Instagram, angesichts der aktuellen vulkanischen Aktivität des Anak Krakatau werde der Flugbetrieb wieder aufgenommen. Zuvor war die Schließung mehrfach verlängert worden. Neben Soekarno-Hatta öffneten auch der kleinere, sowohl zivil als auch militärisch genutzte Halim-Perdanakusuma-Flughafen in Jakarta, der Hussein-Sastranegara-Airport in der westjavanischen Provinzhauptstadt Bandung sowie ein weiterer kleiner Flughafen auf Sumatra wieder.

Ausmaß der Schließungen

Insgesamt acht Flughäfen auf Java und Sumatra hatten den Betrieb wegen der Vulkanasche eingestellt, nachdem der mehr als 150 Kilometer von Jakarta entfernte Anak Krakatau ausgebrochen war und eine Wolke aus Asche und Lava ausgestoßen hatte. Mehrere inzwischen vorliegende Berichte nennen für die mehrtägigen Sperren übereinstimmend rund 2.961 bis 3.000 gestrichene, verspätete oder umgeleitete Flüge und rund 340.000 betroffene Passagiere – deutlich mehr, als frühere Zwischenstände mit 170.000 beziehungsweise 270.000 Betroffenen zunächst vermuten ließen. Die Fluggesellschaften stehen nun vor der logistischen Aufgabe, alle noch gestrandeten Reisenden an ihre vorgesehenen Ziele zu befördern.

Was die Behörden zur Ausbruchslage sagen

Die indonesische Meteorologie-, Klimatologie- und Geophysikbehörde BMKG hatte die Lage zuvor in einer eigenen Presseaussendung beschrieben: Seit dem ersten Ausbruch am 4. September seien bereits 39 Sigmet-Warnungen zur Vulkanasche herausgegeben worden, zuletzt mit einer beobachteten Aschewolke in rund 4,57 Kilometern beziehungsweise 15.000 Fuß Höhe, die sich mit etwa 15 Knoten Richtung Westen bewegte. Die Behörde rief die Bevölkerung in betroffenen Gebieten zu Ruhe, aber auch zu Vorsicht auf: Aufenthalte im Freien sollten eingeschränkt und bei Bedarf Masken sowie Schutzbrillen getragen werden.

Was noch unklar ist

Wie viele der acht Flughäfen zum jetzigen Zeitpunkt noch gesperrt sind, wird uneinheitlich beziffert: Rechnerisch blieben nach der Öffnung von Soekarno-Hatta und vier weiteren Flughäfen laut ORF drei Flughäfen weiter geschlossen, ein anderer, international eingesehener Bericht geht dagegen von nur noch zwei aus, weil der Flughafen auf Sumatra demnach bereits einen Tag früher geöffnet habe. Welche Flughäfen konkret betroffen sind und wann sie wieder öffnen sollen, geht aus den vorliegenden Quellen nicht hervor. Offen bleibt zudem, wie lange die laut BMKG heuer intensivste Ausbruchsphase des Vulkans noch anhält und ob günstiger Wind die Wiedereröffnung dauerhaft absichert. Zu möglichen gesundheitlichen Auswirkungen der Vulkanasche auf die Bevölkerung liegen weiterhin keine belastbaren Angaben vor, ebenso wenig zu Entschädigungs- oder Umbuchungsregelungen für betroffene Reisende.

Einordnung

Anak Krakatau – wörtlich „Kind des Krakatau“ – ist ein aktiver Inselvulkan in der Sundastraße zwischen Java und Sumatra. Er tauchte 1927 erstmals über dem Meeresspiegel auf, in der Caldera, die durch den Ausbruch seines Vorgängers Krakatau 1883 entstanden war – einem der verheerendsten Vulkanausbrüche der Menschheitsgeschichte, dem damals rund 35.000 Menschen zum Opfer fielen. Dass ausgerechnet Jakartas internationale Flughäfen betroffen waren, wog schwer, weil die Stadt als zentrales Drehkreuz für Verbindungen innerhalb Asiens sowie nach Europa und Australien dient. Wie stark sich die Schließungen und die nun beginnende Wiedereröffnung auf Reisende aus Österreich und Deutschland ausgewirkt haben beziehungsweise auswirken, geht aus den vorliegenden Berichten weiterhin nicht hervor.