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Apple arbeitet laut übereinstimmenden Medienberichten an einer neuen Generation der AirPods Pro mit eingebauter Kamera. Ein offenbar unbeabsichtigt veröffentlichtes Apple-Video zeigt, wie die Kamera als „Augen“ für eine KI-gestützte Siri-Funktion dienen soll, die Objekte und Umgebung erkennt. Der Apple-Berichterstatter Mark Gurman bestätigte laut mehreren Medien die Echtheit des Materials.

Ein Marktstart ist demnach nicht 2026, sondern erst 2027 geplant. Zur genauen Funktion gibt es leicht widersprüchliche Angaben: Manche Berichte sprechen von der Möglichkeit, Gesehenes zu speichern, andere betonen, die Kameras seien nur für die Live-Bildauswertung durch die KI gedacht, nicht für klassische Fotos oder Videos. Eine ebenfalls kolportierte Einschränkung von Siri AI in der EU wegen des Digital Markets Act ist bislang nur einfach belegt.

Offizielle Angaben Apples zu Datenschutzmaßnahmen oder technischen Details fehlen. In sozialen Medien hat sich angesichts der Bedenken bereits der Spottname „Pervertpods“ etabliert – ein Echo der parallel laufenden Debatte um Metas Smart Glasses, während Apple eigene Smart-Glasses-Pläne laut früheren Berichten auf 2027 verschoben hat.

Was passiert ist

Apple arbeitet laut übereinstimmenden Medienberichten an einer neuen Generation der AirPods Pro mit eingebauter Kamera. Ausgangspunkt ist ein Video, das offenbar unbeabsichtigt in einer Vorabversion von macOS enthalten war und in einschlägigen Fachmedien kursiert. Es zeigt, wie die Kamera als zusätzliche „Augen“ für eine KI-gestützte Siri-Funktion dienen soll, die Objekte, Gebäude oder Gegenstände erkennt und Auskunft dazu gibt – etwa bei einem Sightseeing-Spaziergang oder beim Ablesen einer Wäscheetikette. Der einflussreiche Apple-Berichterstatter Mark Gurman bestätigte laut mehreren Medien, dass es sich um echtes Apple-Material handelt.

Was die Quellen zeigen

Neben Die Presse berichteten auch Golem, heise online sowie mehrere internationale Fachmedien wie MacRumors, 9to5Mac und TechCrunch über den Leak und griffen dabei überwiegend auf dieselbe Ausgangsberichterstattung von Mark Gurman und Bloomberg zurück. Übereinstimmend heißt es, ein Marktstart sei nicht mehr für 2026, sondern erst für 2027 vorgesehen – das Projekt soll demnach technisch schon relativ weit fortgeschritten sein, worauf auch die Existenz von Kampagnenmaterial hindeutet. Zur genauen Funktionsweise gibt es leicht widersprüchliche Angaben: Während in einem Bericht von der Möglichkeit die Rede ist, Gesehenes für später zu speichern, betonen andere Quellen, die Kameras seien nicht zum Aufnehmen klassischer Fotos oder Videos gedacht, sondern lieferten nur Bilddaten für die KI-Auswertung in Echtzeit.

Was unklar bleibt

Offen ist, wie Apple die Kamerafunktion technisch und rechtlich gegenüber unbeteiligten Personen absichern will, die ohne ihr Wissen erfasst werden könnten. Auch die genaue Speicherfunktion – dauerhafte Ablage versus reine Live-Auswertung – ist zwischen den Berichten nicht einheitlich dargestellt. Die in einer Quelle genannte Einschränkung, dass die notwendige Siri-KI-Funktion wegen eines Digital-Markets-Act-Streits vorerst nicht in der EU verfügbar sein soll, ist bislang nicht durch weitere unabhängige Berichte bestätigt. Eine offizielle Stellungnahme Apples zu dem Leak, zu technischen Details oder zu den in sozialen Medien geäußerten Datenschutzbedenken liegt nicht vor.

Einordnung

Die Debatte reiht sich in eine bereits laufende Diskussion um Kamera-Wearables ein: Auch bei Metas Smart Glasses gibt es seit Monaten Kontroversen um heimliche Aufnahmen, wie „Neue Nachrichten“ berichtet hat. Apple selbst hat einer früheren Berichterstattung zufolge die Vorstellung eigener Smart Glasses unter anderem wegen dieser Kritik an Meta auf die WWDC im Juni 2027 verschoben – während das Unternehmen laut den aktuellen Berichten die Kamerafunktion nun stattdessen in die etablierten und weniger auffälligen AirPods integrieren will. Dass ausgerechnet ein Hersteller, der sich öffentlich als Datenschutz-Vorreiter positioniert, ein Kamera-Kopfhörer-Produkt entwickelt, erklärt einen Teil der scharfen Reaktionen in sozialen Medien, wo sich bereits der Spottname „Pervertpods“ etabliert hat.