Apple hat bei seinem Herbst-Event am 9. September 2026 mit dem iPhone Duo sein erstes faltbares iPhone vorgestellt, das in Österreich bei rund 2.319 Euro startet und den Apple Pencil unterstützt. Daneben präsentierte der Konzern das iPhone 18 Pro und iPhone 18 Pro Max mit überarbeitetem Kamerasystem sowie mehr Akkulaufzeit und Leistung. Erstmals moderierte dabei der neue Apple-Chef John Ternus die Keynote. Rund zwei Wochen später veröffentlichten der Standard, futurezone und Golem erste Hands-on-Berichte zum iPhone Duo, die überwiegend positiv ausfallen und vor allem Verarbeitung und Innendisplay loben – die vollständigen Artikeltexte waren dabei teils nur eingeschränkt zugänglich, unabhängige technische Tests stehen weiterhin aus.
Für Diskussionen sorgt außerdem die neue Funktionsgruppe „Audio Intelligence“ für Apple Watch Series 12 und Ultra 4: Mit „Live Rewind“ und „Siri Recap“ kann die Uhr Gespräche per Mikrofon erfassen und automatisch zusammenfassen, wahlweise auch dauerhaft aktiviert. Laut Apple werden dabei keine Rohaufnahmen gespeichert, nicht gesicherte Zusammenfassungen löschen sich nach sieben Tagen automatisch.
Offen bleibt, ob und wann diese Watch-Funktionen auch in der EU verfügbar sein werden, wie stark sich Series 12 und Ultra 4 bei den Gesundheitsfunktionen unterscheiden, wie der Handelsstart des iPhone Duo in Österreich konkret abläuft und wie belastbar sich der positive erste Hands-on-Eindruck gegenüber früher berichteten Kritikpunkten, etwa an der Innenkamera, bei genauerer Prüfung erweist.
Was passiert ist
Apple hat bei seinem Herbst-Event am 9. September 2026 mehrere neue Geräte vorgestellt: das iPhone Duo als erstes faltbares iPhone des Konzerns, das iPhone 18 Pro und iPhone 18 Pro Max, die Apple Watch Series 12 und Watch Ultra 4 sowie die AirPods 5. Wie „Neue Nachrichten“ bereits berichtete, moderierte dabei erstmals der neue Apple-Chef John Ternus die Keynote, nachdem er Tim Cook Anfang September als CEO abgelöst hatte. Mehrere unabhängige Redaktionen – darunter heise online, der Standard und futurezone – ordneten die Ankündigungen in den Tagen danach ein. Rund zwei Wochen später, ab Mitte September 2026, veröffentlichten dieselben und weitere Redaktionen erste Hands-on-Berichte, nachdem sie das Gerät praktisch ausprobieren konnten.
Das faltbare iPhone Duo
Das iPhone Duo verbindet laut übereinstimmenden Berichten zwei Bildschirmhälften zu einem faltbaren Gerät im Reisepassformat und unterstützt den Apple Pencil – eine USB-C-Variante des Stifts soll aber erst später im Jahr folgen. In Österreich startet das Gerät bei rund 2.319 Euro, womit es zu den teuersten Smartphones am Markt zählt; in Hands-on-Berichten wird die Preisklasse teils auch grob mit „rund 2.500 Euro“ umschrieben, ohne dass sich daraus ein widersprüchlicher, konkreter zweiter Preis ableiten lässt. Das iPhone 18 Pro und das iPhone 18 Pro Max fallen laut Einordnung des Mac & i-Podcasts von heise online nüchterner aus: Im Mittelpunkt stehen ein für ambitionierte Fotografie ausgelegtes Kamerasystem sowie Verbesserungen bei Akkulaufzeit und Leistung. Wie „Neue Nachrichten“ bereits berichtete, hat Apple im Zuge der Vorstellung zugleich die Preise aller weiterhin erhältlichen älteren iPhone-Modelle angehoben.
Erste Hands-on-Eindrücke
Mit etwas Abstand zur Vorstellung konnten Redaktionen das iPhone Duo erstmals selbst in die Hand nehmen. Der Standard, futurezone und Golem veröffentlichten dazu unabhängig voneinander Hands-on-Berichte, deren Tenor durchwegs positiv ausfällt: Gelobt werden insbesondere die Verarbeitung des Geräts und das große Innendisplay. Wie „Neue Nachrichten“ bereits im Zusammenhang mit dem Führungswechsel bei Apple berichtete, hatten frühere, einzelquellige Berichte hingegen auch Kritikpunkte genannt, etwa an der Innenkamera und an der Bedienung für Linkshänder. Die neuen Hands-on-Berichte selbst konnten nur eingeschränkt ausgewertet werden, da die vollständigen Artikeltexte bei mehreren Quellen hinter einer Paywall beziehungsweise einem Cookie-Consent-Hinweis lagen; belastbar ist damit vor allem der insgesamt positive Grundtenor mehrerer unabhängiger Redaktionen, nicht aber eine im Detail geprüfte technische Bewertung. Unabhängige Labortests, Langzeiterfahrungen und direkte Vergleiche mit Foldables von Samsung oder Google liegen bislang nicht vor.
Die Watch als mithörendes KI-Gerät
Für Aufsehen sorgt vor allem eine neue Funktionsgruppe namens „Audio Intelligence“ für Apple Watch Series 12 und Ultra 4. Laut Apples eigener Support-Dokumentation gehören dazu unter anderem „Live Rewind“, das die letzten 15 Sekunden eines Gesprächs als Text anzeigt, sowie „Siri Recap“, das über den Tag verteilt automatisch Gesprächszusammenfassungen erstellt. Diese Funktion lässt sich laut Apple entweder zeit- und ortsbasiert oder dauerhaft aktivieren – Letzteres bedeutet, dass die Uhr fortlaufend mithört, um zu erkennen, ob gerade ein Gespräch stattfindet. Apple betont, dass dabei keine Audio-Rohaufnahmen gespeichert würden und weder Nutzer noch der Konzern selbst Zugriff auf die Rohdaten hätten; nicht gesicherte Zusammenfassungen löschen sich demnach nach sieben Tagen automatisch. Eine Sprechererkennung sei bewusst nicht implementiert. Der Mac & i-Podcast von heise online und weitere Medien wie MacRumors ordnen die Funktion dennoch als bemerkenswerten Bruch mit dem bisherigen Selbstverständnis der Smartwatch als reinem Fitnessgerät ein.
Was unklar bleibt
Offen ist, ob und wann Live Rewind und Siri Recap auch in der Europäischen Union verfügbar sein werden – erste Berichte deuten auf einen späteren oder eingeschränkten Start in der EU hin, was sich mit unabhängigen Quellen aber nicht abschließend bestätigen lässt. Ebenso wenig lässt sich derzeit unabhängig einordnen, wie detailliert sich die Gesundheitsfunktionen von Series 12 und Ultra 4 tatsächlich unterscheiden, wann genau das iPhone Duo in Österreich in den Handel kommt und wie der Wettbewerb – etwa Samsung oder Google mit eigenen Foldables – auf Apples Vorstoß reagiert. Bei den ersten Hands-on-Eindrücken bleibt zudem offen, wie belastbar der positive Grundtenor bei genauerer technischer Prüfung ist und wie sich frühere Kritikpunkte, etwa an der Innenkamera, dazu verhalten.
Einordnung
Die Ankündigungen reihen sich in eine Serie von Berichten ein, die „Neue Nachrichten“ rund um das Apple-Event bereits aufgegriffen hat, etwa zu den Preiserhöhungen bei älteren iPhone-Modellen und zum Führungswechsel von Tim Cook zu John Ternus. Die Debatte um die mithörende Watch-Funktion zeigt zugleich ein wiederkehrendes Muster bei KI-gestützten Geräten: Der Hersteller stellt Datenschutzvorkehrungen wie automatische Löschfristen in den Vordergrund, während Beobachter aus Medien und Techjournalismus vor einer schleichenden Normalisierung permanenter Mikrofonnutzung warnen. Bei den ersten Hands-on-Tests zum iPhone Duo zeigt sich ein ähnliches Muster aus vorläufiger Einschätzung und offenen Fragen: Der überwiegend positive erste Eindruck mehrerer Redaktionen steht neben bereits andernorts berichteten Kritikpunkten und dem Fehlen unabhängiger technischer Tests. Beide Perspektiven – Apples eigene Darstellung, die positiven Ersteindrücke sowie die kritische Einordnung unabhängiger Redaktionen – fließen in die vorliegende Quellenlage ein.


