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Apple hat laut übereinstimmenden Berichten von ORF und Der Standard Klage gegen OpenAI sowie gegen zwei ehemalige Apple-Mitarbeiter eingereicht. Der Vorwurf: mutmaßlicher Diebstahl von Geschäftsgeheimnissen. Im Zentrum steht Tang Tan, über zwei Jahrzehnte Designer bei Apple und heute Hardware-Chef bei OpenAI, dem der Missbrauch vertraulicher Informationen vorgeworfen wird.

Laut Klage soll Tan frühere Kolleginnen und Kollegen aufgefordert haben, Bauteile zu Jobinterviews bei OpenAI mitzubringen; ein zweiter Ex-Mitarbeiter soll über einen mitgenommenen Computer auf vertrauliche Daten zugegriffen haben. Betroffen sein sollen Produktdesigns, Fertigungsprozesse und Lieferkettenstrategien. OpenAI weist die Vorwürfe zurück und betont, kein Interesse an fremden Geschäftsgeheimnissen zu haben.

Stellungnahmen der Beschuldigten liegen nicht vor, die Klageschrift selbst wurde nicht eingesehen. Der Ausgang des Verfahrens sowie viele Details der Vorwürfe bleiben damit vorerst offen.

Was passiert ist

Apple hat laut übereinstimmenden Berichten von ORF und Der Standard Klage gegen den KI-Konzern OpenAI sowie gegen zwei ehemalige Apple-Mitarbeiter eingereicht. Der Vorwurf: mutmaßlicher Diebstahl von Geschäftsgeheimnissen. Im Zentrum der Klage steht demnach Tang Tan, der über zwei Jahrzehnte als Designer bei Apple tätig war und mittlerweile als Hardware-Chef bei OpenAI arbeitet. Laut den Berichten wirft Apple ihm vor, vertrauliche Informationen aus seiner Zeit im Konzern missbraucht zu haben.

Was die Quellen zeigen

Die vorliegenden Medienberichte nennen mehrere Einzelvorwürfe aus der Klage: Tan soll demnach frühere Apple-Kolleginnen und -Kollegen dazu aufgefordert haben, Bauteile des Unternehmens zu Jobinterviews bei OpenAI mitzubringen. Ein zweiter beschuldigter Ex-Mitarbeiter soll über einen mitgenommenen Firmencomputer Zugriff auf vertrauliche Daten gehabt haben. Die entwendeten Informationen sollen laut Klage Produktdesigns, Fertigungsprozesse und Lieferkettenstrategien betreffen. OpenAI weist die Vorwürfe laut denselben Berichten zurück und lässt verlauten, kein Interesse an Geschäftsgeheimnissen anderer Unternehmen zu haben.

Was unklar bleibt

Weder Tang Tan noch der zweite beschuldigte Ex-Mitarbeiter haben sich den vorliegenden Berichten zufolge bislang persönlich zu den Vorwürfen geäußert. Die Klageschrift selbst wurde nicht eingesehen, weshalb weder der genaue Wortlaut der Vorwürfe noch mögliche Schadensersatzforderungen im Detail bekannt sind. Auch eine unabhängige Bestätigung der Einzelvorwürfe – etwa durch die Apple-Mitarbeiter, denen die Bauteile laut Vorwurf gezeigt worden sein sollen – liegt nicht vor. Wie das Verfahren ausgeht, ist offen.

Einordnung

Der Fall reiht sich in eine Serie von Auseinandersetzungen um Fachkräfte und Know-how zwischen etablierten Tech-Konzernen und schnell wachsenden KI-Unternehmen ein. Da bislang nur die Darstellung aus der Klage sowie eine pauschale Zurückweisung von OpenAI bekannt sind, lässt sich der Streitfall derzeit nicht abschließend bewerten. Für eine belastbare Einordnung wären der Wortlaut der Klageschrift sowie Stellungnahmen der direkt Beschuldigten notwendig.