Bildungsminister Christoph Wiederkehr (Neos) lädt am 30. September zu einem Runden Tisch zur Bildschirmzeit von Kindern und Jugendlichen. Eingeladen sind laut Ministerium Schulpartner, Schulleitungen, Kinder-, Jugend- und Elternorganisationen, die Kinder- und Jugendanwaltschaft sowie Fachleute unter anderem von Safer Internet und aus Kindermedizin, Ergotherapie und Psychotherapie. Ziel sind konkrete Empfehlungen für einen späteren und gezielteren Einsatz digitaler Medien – für 13 Uhr desselben Tages ist eine Pressekonferenz mit Wiederkehr angesetzt, laut Medienberichten mit dem Kinderarzt Klaus Vavrik.
Wiederkehr hatte bereits zuvor einen Zusammenhang zwischen früher Bildschirmzeit und sinkenden Grundkompetenzen hergestellt und eine spätere Geräteausgabe an Schulen angekündigt; wie im bisherigen Bericht dazu dargestellt, blieb dabei offen, auf welche Studienlage er sich stützt. Der Runde Tisch reiht sich in diese Argumentationslinie ein, beantwortet die Frage nach der wissenschaftlichen Grundlage aber noch nicht.
Ob die Pressekonferenz konkrete, belastbare Empfehlungen liefert oder überwiegend allgemein bleibt, wie die eingeladenen Organisationen reagieren und ob den Empfehlungen weitere verbindliche Schritte folgen sollen, ist vor dem Termin offen.
Runder Tisch mit breitem Teilnehmerkreis
Bildungsminister Christoph Wiederkehr (Neos) lädt am Mittwoch, dem 30. September, zu einem Runden Tisch zum Thema Bildschirmzeit bei Kindern und Jugendlichen. Laut Ministerium sind neben Schulpartnern und Schulleitungen auch Kinder-, Jugend- und Elternorganisationen, die Kinder- und Jugendanwaltschaft sowie Fachleute etwa von Safer Internet und aus Kindermedizin, Ergotherapie und Psychotherapie eingeladen. Damit holt Wiederkehr für diesen Termin einen deutlich breiteren Kreis an den Tisch, als es bei früheren Einzelmaßnahmen wie dem Smartphone-Verbot an Schulen der Fall war.
Ziel ist es laut Ankündigung, aus dem Austausch konkrete Empfehlungen abzuleiten – gerichtet sowohl an Schulen als auch an Eltern. Für 13 Uhr desselben Tages ist im Anschluss eine Pressekonferenz mit Wiederkehr angesetzt, laut Medienberichten mit Beteiligung des Kinderarztes Klaus Vavrik. Ein vollständiger Bericht über den Ablauf des Runden Tisches selbst liegt naturgemäß noch nicht vor, da der Termin erst bevorsteht.
Vorgeschichte
Wiederkehr hatte bereits zuvor öffentlich einen Zusammenhang zwischen früher, intensiver Bildschirmzeit und sinkenden schulischen Grundkompetenzen hergestellt und in diesem Zug auch eine spätere Ausgabe digitaler Endgeräte an Schulen angekündigt – wie im bisherigen Bericht dazu dargestellt, blieb dabei offen, auf welche konkrete Studienlage sich der Minister stützt. Der nun angesetzte Runde Tisch lässt sich als weiterer Schritt in dieser Linie lesen, liefert aber selbst noch keine Antwort auf diese offene Frage.
Was noch offen ist
Ob die für den Nachmittag angekündigte Pressekonferenz tatsächlich eine wissenschaftliche Grundlage benennt oder überwiegend allgemeine Empfehlungen präsentiert, lässt sich vor dem Termin nicht beurteilen. Ebenso offen ist, ob die eingeladenen Organisationen – etwa Eltern- und Jugendvertretungen oder die Kinder- und Jugendanwaltschaft – den Empfehlungen mittragen oder eigene Akzente setzen. Unklar bleibt zudem, ob aus dem Runden Tisch verbindliche Schritte folgen sollen oder ob es bei unverbindlichen Leitlinien bleibt.

