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Apple hat für das dritte Fiscal-Quartal 2026 Rekordzahlen vorgelegt: Der Umsatz stieg um 16 Prozent auf 109,4 Milliarden Dollar, der Nettogewinn um 27 Prozent auf 29,8 Milliarden Dollar, die Bruttomarge erreichte mit rund 50 Prozent einen historischen Höchstwert. Es war der letzte Auftritt von Tim Cook als CEO bei einer Analystenkonferenz vor seinem bereits im April angekündigten Wechsel in den Aufsichtsrat als Executive Chairman; mit 1. September 2026 übernimmt Hardware-Chef John Ternus die Rolle.

Getrübt wurde die Bilanz vom Ausblick: Apple erwartet für das laufende Quartal nur noch neun bis elf Prozent Wachstum und eine sinkende Bruttomarge, weil die Kosten für Arbeits- und Flash-Speicher laut Cook „exponenziell“ steigen. Bereits im Juni musste Apple deshalb die Preise für Mac und iPad anheben, zu konkreten iPhone-Preisplänen äußerte sich Cook nicht.

Ob auch das für Herbst erwartete iPhone 18 teurer wird, ist offen: Eine IDC-Analystin hält einen Aufschlag von bis zu 200 Dollar bei den Pro-Modellen für möglich, Apple selbst hat sich dazu bislang nicht geäußert. Auch das Ausmaß möglicher Lieferengpässe bei Speicherchips bleibt unklar.

Was passiert ist

Apple hat am 30. Juli 2026 seine Zahlen für das dritte Fiscal-Quartal vorgelegt – und es war zugleich der letzte Auftritt von Tim Cook als Firmenchef bei einer Analystenkonferenz. Der Umsatz kletterte um 16 Prozent auf 109,4 Milliarden Dollar, der Nettogewinn stieg um 27 Prozent auf 29,8 Milliarden Dollar, die Bruttomarge erreichte mit rund 50 Prozent einen historischen Höchstwert. Zuwächse gab es in jeder Region und bei jeder Produktgruppe, von iPhone über Mac bis zu den Services. Trotzdem gab die Apple-Aktie nach der Zahlenvorlage deutlich nach – wegen des Ausblicks auf die kommenden Monate.

Was die Quartalszahlen zeigen

Für das laufende Quartal rechnet Apple nur noch mit neun bis elf Prozent Umsatzwachstum, die Bruttomarge soll auf 45,5 bis 46,5 Prozent sinken. Als Grund nannte Cook rasant steigende Kosten für Arbeitsspeicher und SSD-Flash-Speicher, die er als „Jahrhundertflut“ bezeichnete. Bereits im Juni habe Apple deshalb die Preise für Mac- und iPad-Modelle angehoben. Zu möglichen Preiserhöhungen beim iPhone äußerte sich Cook nicht konkret – er hoffe, den Effekt durch günstigere andere Bauteile und bestehende Lagerbestände zumindest teilweise abfedern zu können. Apple-Finanzchef Kevan Parekh sprach zudem von Lieferengpässen, die im laufenden Quartal „erheblich sequenziell zunehmen“ und auch das iPhone betreffen könnten – laut Darstellung, weil Speicherhersteller wie Samsung oder SK Hynix Produktionskapazitäten in Richtung KI-Chips verlagerten.

Die Preisfrage rund ums iPhone 18

Bereits im Juni hatte die IDC-Marktanalystin Nabila Popal prognostiziert, das für Herbst erwartete iPhone 18 könnte wegen der Speicherkosten teurer werden. Ursprünglich sei sie von 100 Dollar Aufschlag bei den Pro- und Pro-Max-Modellen und 50 Dollar bei den Basismodellen ausgegangen. Angesichts der bei Mac und iPad bereits umgesetzten Preiserhöhungen von bis zu 300 Dollar bei einzelnen Modellen hält sie inzwischen einen noch höheren Aufschlag von bis zu 200 Dollar bei den Pro-Modellen für möglich. Diese Einschätzung stammt jedoch von einer einzelnen Analystin und liegt vor der jüngsten Zahlenvorlage – eine Bestätigung oder ein Dementi durch Apple selbst gibt es bislang nicht.

Führungswechsel bei Apple

Der Termin fiel mit dem bevorstehenden Ende von Tim Cooks Amtszeit zusammen: Apple hatte bereits im April 2026 offiziell angekündigt, dass Cook mit 1. September 2026 in die Rolle des Executive Chairman im Aufsichtsrat wechselt, während der bisherige Hardware-Chef John Ternus neuer CEO wird. Beim Earnings-Call bedankte sich Cook bei Aktionären und Analysten und zeigte sich zuversichtlich für Apples Zukunft. Auch in einem gemeinsamen Interview mit der Branchenseite Deadline anlässlich der neuen „Ted Lasso“-Staffel lobten sich Cook und Ternus gegenseitig: Cook bezeichnete Ternus als „perfekte Person für die Rolle“, Ternus sprach von einer „unglaublichen Chance“ nach 25 Jahren bei Apple.

Was unklar bleibt

Offen ist vor allem, ob und in welcher Höhe Apple die iPhone-Preise tatsächlich anheben wird – dazu liegt bislang nur die Einschätzung einer einzelnen Analystin vor, keine Aussage von Apple selbst. Ebenso unklar ist das genaue Ausmaß der angekündigten Lieferengpässe und wie stark diese die iPhone-Verfügbarkeit im Herbst beeinträchtigen könnten. Die Darstellung, wonach Speicherhersteller wie Samsung oder SK Hynix Kapazitäten zugunsten von KI-Chips umleiten, stammt aus Medienberichten; eine eigene Stellungnahme dieser Unternehmen liegt nicht vor. Auch wie sich der bereits für 1. September 2026 angesetzte Führungswechsel zu John Ternus in der Praxis vollziehen wird, lässt sich derzeit nur abwarten.