In der Tiroler Gemeinde Kössen im Bezirk Kitzbühel ist erstmals die invasive Asiatische Hornisse (Vespa velutina nigrithorax) nachgewiesen worden. Das berichten ORF Tirol, Der Standard und Kurier übereinstimmend; laut Der Standard geht die Meldung auf eine Aussendung des Landes Tirol zurück, wonach ein Imker das Tier entdeckt habe. Ein genauer Zeitpunkt der Sichtung wird nicht genannt.
Die Art gilt als Gefahr für Honig- und Wildbienen sowie andere heimische Insekten. Laut ORF, der sich auf Angaben des Landes und des Pflanzenschutzdienstes beruft, werden Königinnen rund drei Zentimeter groß, Nester bis zu 80 Zentimeter im Durchmesser, ein Volk verbraucht jährlich rund elf Kilogramm Insekten-Biomasse. Diese Detailwerte stammen bislang aus nur einer Quelle. Der Fund reiht sich in eine bekannte Ausbreitungskette ein: Erstnachweis in Österreich 2024 in Salzburg, erste Nester 2026 in Vorarlberg.
Das Land Tirol ruft dazu auf, Sichtungen mit Foto, Fundort, Datum und Uhrzeit zu melden, und rät, Abstand zu halten und Nester nicht selbst zu entfernen. Laut Kurier suchen Experten aktuell nach dem Nest in Kössen. Wer das Tier entdeckte, wann genau und ob ein Nest bereits gefunden wurde, bleibt offen.
Was passiert ist
In der Tiroler Gemeinde Kössen im Bezirk Kitzbühel ist erstmals die gelbfüßige Asiatische Hornisse (Vespa velutina nigrithorax) nachgewiesen worden. Das berichten ORF Tirol, Der Standard und Kurier übereinstimmend. Laut Der Standard geht die Meldung auf eine Aussendung des Landes Tirol vom Mittwoch zurück, wonach ein Imker das Tier entdeckt habe – diese Detailangabe zum Finder findet sich allerdings nur in dieser einen Quelle. Ein genauer Zeitpunkt der Entdeckung wird in den vorliegenden Berichten nicht genannt, es ist lediglich von „vor kurzem“ die Rede.
Die Art und ihre Gefahr für Bienen
Die Asiatische Hornisse gilt als Gefahr für die heimische Biodiversität, insbesondere für Honig- und Wildbienen sowie andere Insekten. Laut dem ORF-Bericht, der sich auf Angaben des Landes und des Pflanzenschutzdienst-Leiters Andreas Tschöll stützt, werden Königinnen rund drei Zentimeter groß, Arbeiterinnen etwa 1,7 bis 2,4 Zentimeter – die Art ist damit etwas kleiner als die heimische Europäische Hornisse. Die Nester sind birnenförmig und können bis zu 80 Zentimeter Durchmesser erreichen; ein Volk soll sich im Jahr von rund elf Kilogramm Insekten-Biomasse ernähren, darunter auch Honigbienen. Diese Detailangaben stammen bislang aus einer einzelnen Quelle und sind nicht durch weitere Berichte bestätigt. Optisch unterscheidet sich die Asiatische Hornisse laut denselben Angaben vor allem durch einen überwiegend schwarzen Kopf- und Brustbereich, einen schwarzen Hinterleib mit einem breiten orangefarbenen Band sowie schwarze Beine mit gelben Spitzen von der heimischen Art.
Ausbreitung in Österreich
Der Fund in Kössen reiht sich in eine bereits bekannte Ausbreitungskette ein: In Österreich wurde die ursprünglich aus Zentral- und Ostasien stammende Art 2024 erstmals in Salzburg nachgewiesen, die ersten Nester folgten 2026 in Vorarlberg. Die Hornisse gilt als vor mehr als 20 Jahren nach Frankreich eingeschleppt und breitet sich seither kontinuierlich in Europa aus. Wie schnell sich die Art nun in Tirol im Vergleich zu den anderen Bundesländern ausbreiten könnte, lässt sich aus den vorliegenden Berichten nicht ableiten.
Was das Land Tirol empfiehlt
Sowohl ORF als auch Der Standard bestätigen, dass das Land Tirol die Bevölkerung um Mithilfe bittet: Wer die Hornisse oder ein Nest aus sicherer Entfernung fotografieren kann, soll das Bild gemeinsam mit dem genauen Fundort sowie Datum und Uhrzeit der Beobachtung übermitteln. Laut ORF rät das Land außerdem, Abstand zum Tier oder Nest zu halten, hektische Bewegungen und Erschütterungen in Nestnähe zu vermeiden, ein Nest keinesfalls selbst zu entfernen und auf Hornissenfallen oder Wespensprays zu verzichten, da diese unkontrollierte Reaktionen auslösen könnten. Laut Kurier suchen Experten in Kössen derzeit nach dem Nest der entdeckten Hornisse.
Was unklar bleibt
Offen ist, wer das Tier in Kössen genau entdeckt hat und wann exakt die Sichtung erfolgte – die Angaben variieren zwischen den Quellen bzw. bleiben vage. Auch ist unklar, ob inzwischen ein Nest lokalisiert wurde und welche konkreten Maßnahmen das Land über den Meldeaufruf hinaus plant. Reaktionen von Imkerverbänden oder Naturschutzorganisationen zu dem Fund liegen bislang nicht vor.

