Michelle Bachelet, ehemalige Präsidentin Chiles, hat ihre Kandidatur für das Amt der UN-Generalsekretärin zurückgezogen. Die 74-Jährige gab dies auf Instagram bekannt, ohne eine konkrete Begründung zu nennen. Bachelet war zwischen 2018 und 2022 UN-Hochkommissarin für Menschenrechte und betonte, ihre Kandidatur nicht zu bereuen, da sie zur Forderung nach einer Generalsekretärin aus Lateinamerika beigetragen habe.
Wenige Tage zuvor soll Bachelet bei einer Probeabstimmung im UN-Sicherheitsrat auf dem vorletzten Platz gelandet sein, wie Israels UN-Mission unter Berufung auf Ratskreise mitteilte – eine Angabe, die mehrere österreichische Medien übereinstimmend, aber erkennbar auf derselben Ursprungsquelle beruhend wiedergeben. Internationale Berichte zur dritten Probeabstimmung vom 18. September 2026 bestätigen unabhängig, dass Bachelet nicht zu den führenden Kandidatinnen zählte; angeführt wurde die Abstimmung von der costa-ricanischen Diplomatin Rebeca Grynspan. Chiles Regierung hatte ihre Unterstützung für Bachelet bereits im März 2026 zurückgezogen, Brasilien und Mexiko hielten sie dennoch im Rennen.
Warum Bachelet sich gerade jetzt zurückzog, bleibt offen. Auch wie es im Sicherheitsrat weitergeht, ist unklar – der Rat muss der Generalversammlung erst eine mehrheitsfähige, unwidersprochene Kandidatin für die Nachfolge von António Guterres empfehlen; eine solche Empfehlung liegt bislang nicht vor.
Was passiert ist
Michelle Bachelet, ehemalige Präsidentin Chiles, hat ihre Kandidatur für das Amt der UN-Generalsekretärin zurückgezogen. Die 74-Jährige gab den Schritt laut übereinstimmenden Berichten österreichischer Medien – ORF, Kleine Zeitung und DER STANDARD – auf Instagram bekannt, ohne eine konkrete Begründung zu nennen. Bachelet war zwischen 2018 und 2022 UN-Hochkommissarin für Menschenrechte und hatte sich um die Nachfolge von Generalsekretär António Guterres beworben, dessen Amtszeit Ende 2026 ausläuft. In ihrer Erklärung betonte sie, die Kandidatur nicht zu bereuen: Sie habe dazu beigetragen, die Überzeugung auf die globale Agenda zu setzen, dass die nächste Generalsekretärin eine Frau aus Lateinamerika sein solle.
Der Auswahlprozess im Sicherheitsrat
Wenige Tage vor ihrem Rückzug soll Bachelet bei einer Probeabstimmung im UN-Sicherheitsrat schlecht abgeschnitten haben – auf dem vorletzten Platz, wie die israelische UN-Vertretung unter Berufung auf Kreise im Sicherheitsrat mitteilte. Internationale Berichte über die dritte formelle Probeabstimmung des Rats, die auf den 18. September 2026 datiert wird, bestätigen unabhängig davon, dass Bachelet nicht zu den führenden Kandidatinnen zählte. Angeführt wurde die Abstimmung demnach von der costa-ricanischen Diplomatin Rebeca Grynspan, gefolgt von der guyanischen UN-Botschafterin Carolyn Rodrigues-Birkett. Einem internationalen Medienbericht zufolge hatte Chiles Regierung ihre Unterstützung für Bachelets Kandidatur bereits im März 2026 zurückgezogen; Brasilien und Mexiko hielten sie als weitere nominierende Staaten dennoch im Rennen.
Was unklar bleibt
Warum Bachelet ihren Rückzug gerade jetzt erklärte, bleibt offen – sie selbst nannte keinen Grund. Auch die genaue Platzierung bei der Probeabstimmung stützt sich weiterhin auf die Angabe einer einzelnen UN-Mission unter Berufung auf nicht näher genannte Ratskreise; alle bisherigen Medienberichte dazu, auch neu hinzugekommene, gehen erkennbar auf dieselbe Ursprungsangabe zurück, eine davon unabhängige Bestätigung fehlt. Eine öffentliche, offizielle Auszählung der Sicherheitsrats-Probeabstimmungen gibt es traditionell nicht. Stellungnahmen der Mitbewerberinnen Rebeca Grynspan, María Fernanda Espinosa und Ivonne A-Baki oder des UN-Sekretariats zu Bachelets Rückzug liegen weiterhin nicht vor.
Einordnung
Der Prozess zur Kür der nächsten UN-Generalsekretärin oder des nächsten UN-Generalsekretärs folgt keinem öffentlichen Wahlverfahren: Der Sicherheitsrat sondiert in informellen, nicht bindenden Probeabstimmungen die Unterstützung für die Bewerberinnen und Bewerber, bevor er der Generalversammlung eine Empfehlung vorlegt – die faktisch von einem fehlenden Veto der fünf ständigen Ratsmitglieder abhängt. Mit Bachelets Rückzug bleiben mit Grynspan, Espinosa und A-Baki weiterhin mehrere Kandidatinnen aus Lateinamerika im Rennen um die Nachfolge von Guterres, dessen Amtszeit Ende 2026 endet. Eine abschließende Empfehlung des Sicherheitsrats steht weiterhin aus.


