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Der Rewe-Konzern stellt bei Billa und Billa Plus ab 24. September 2026 sein Rabattsystem um: Statt der bisherigen 25-Prozent-Rabattpickerl aus den Flugblättern gibt es künftig Coupons zum Abreißen, die an der Kassa abgegeben werden. Der Rabatt gilt automatisch für das teuerste berechtigte Produkt im Einkauf, pro Einkauf sind bis zu drei Coupons einsetzbar. Anders als beim Pickerl ist eine Mehrfachverwendung – also das Ablösen und erneute Aufkleben nach dem Bezahlen – künftig nicht mehr möglich, weil der Coupon einmalig abgegeben werden muss.

Rewe-Pressesprecher Paul Pöttschacher begründet die Änderung gegenüber dem Kurier mit dem Kundenwunsch nach Vereinfachung und Automatisierung an der Kassa. Digitale Varianten habe man zuvor getestet, das Feedback habe aber eine bevorzugt haptische Nutzung der Coupons gezeigt. Wie bisher bleiben laut Berichten zahlreiche Marken und „Immer-Clever-Preis“-Produkte von der Aktion ausgenommen.

Offen bleibt, wie Kundinnen und Kunden auf den Wegfall der Mehrfachnutzung reagieren, welche Produkte im Detail ausgenommen sind und ob Mitbewerber ihre eigenen Rabattsysteme anpassen. Eine eigene Presseaussendung von Rewe zu dieser konkreten Umstellung liegt nicht vor; die Angaben stammen aus Sprecher-Zitaten in mehreren Medien.

Was passiert ist

Der Rewe-Konzern stellt bei seinen österreichischen Supermarktketten Billa und Billa Plus das bekannte Rabattpickerl-System um. Ab 24. September 2026 gibt es die bisherigen 25-Prozent-Sticker aus den Flugblättern nicht mehr – an ihre Stelle treten Coupons zum Abreißen, die weiterhin Flugblättern und Tageszeitungen beiliegen. Die Änderung betrifft potenziell Millionen Kundinnen und Kunden, die die Rabatt-Sticker bislang auf beliebige Produkte im Geschäft klebten, um sie günstiger zu bekommen.

Wie das neue System funktioniert

Statt einen Sticker auf ein Produkt zu kleben, geben Kundinnen und Kunden den Coupon künftig an der Kassa ab. Der Rabatt von 25 Prozent wird dabei automatisch für das teuerste berechtigte Produkt im Einkaufswagen gewährt, pro Einkauf sind laut dem im Kurier wiedergegebenen Rewe-Statement bis zu drei Coupons einsetzbar. Der wesentliche Unterschied zum bisherigen System: Eine Mehrfachverwendung, bei der Kundinnen und Kunden den Sticker nach dem Bezahlen wieder ablösten und beim nächsten Einkauf erneut verwendeten, ist damit nicht mehr möglich, weil der Coupon an der Kassa abgegeben werden muss. Wie schon beim Pickerl-System bleiben laut den Berichten zahlreiche Marken sowie Produkte der „Immer-Clever-Preis“-Aktion von der Rabattaktion ausgenommen. Die Coupons sind ausschließlich in gedruckter Form erhältlich und unabhängig von der Jö-Bonuskarte oder der Jö-App nutzbar.

Wie Rewe die Änderung begründet

Rewe-Pressesprecher Paul Pöttschacher erklärte gegenüber dem Kurier, der Ablauf an der Kassa werde für Kundinnen und Kunden dadurch einfacher: „Wir haben den Kundenwunsch nach Vereinfachung und Automatisierung gehört. Künftig müssen Kunden nicht mehr überlegen, wo sie ihr Pickerl hinkleben.“ Dass die bisherige Mehrfachnutzung wegfällt, wertet er nach eigenen Angaben nicht als Verschlechterung, da eine solche Mehrfachverwendung „auch bei den Pickerl nie so vorgesehen“ gewesen sei. Laut Kurier hatte das Unternehmen zuvor auch digitale Varianten der Rabattaktion getestet, das Kundenfeedback habe aber eine bevorzugt haptische Nutzung gezeigt – ein Grund, warum die neuen Coupons weiterhin nur gedruckt ausgegeben werden.

Was unklar bleibt

Aus den vorliegenden Quellen lässt sich nicht ableiten, wie Kundinnen und Kunden auf den Wegfall der Mehrfachnutzung tatsächlich reagieren, und welche Marken und Produkte im Detail von der neuen Coupon-Regelung ausgenommen sind. Auch eine eigene, offiziell zugängliche Presseaussendung von Rewe oder Billa zu dieser konkreten Umstellung liegt nicht vor – die Sprecher-Aussagen sind ausschließlich über Medienberichte dokumentiert. Ob Mitbewerber wie Spar, Hofer oder Lidl auf die Umstellung mit eigenen Anpassungen ihrer Rabattsysteme reagieren, ist ebenfalls offen.

Einordnung

Die Umstellung reiht sich in eine Serie von Anpassungen ein, mit denen heimische Supermarktketten in den vergangenen Jahren auf die Teuerung und den Preiswettbewerb reagiert haben – von Rabattpickerl-Aktionen bis zu Tiefpreisgarantien. Laut Kurier sind Preise und Rabattaktionen für Konsumentinnen und Konsumenten in Österreich in den vergangenen Jahren insgesamt wichtiger geworden. Die aktuelle Änderung betrifft zunächst nur die technische Abwicklung der Rabattaktion bei Billa, nicht die grundsätzliche Höhe des Rabatts von 25 Prozent.