Das Finanzministerium (BMF) warnt vor einer neuen Phishing-Masche rund um die Familienbeihilfe. In gefälschten E-Mails im Namen der Finanzverwaltung wird behauptet, es sei wegen angeblichen Datenmissbrauchs zu Problemen bei der Auszahlung gekommen. Ein Link mit dem Text „Jetzt Daten überprüfen und sichern“ führt zu einer nachgebauten Webseite.
Dort werden zunächst persönliche Angaben wie Name, Geburtsdatum, Telefonnummer und Adresse abgefragt, danach soll die eigene Bank ausgewählt werden – anschließend erscheint ein gefälschtes Bank-Login-Fenster, über das die Täter Online-Banking-Zugangsdaten erbeuten wollen. Das BMF betont, echte Mitteilungen erfolgten nie per E-Mail, sondern als digital signierte Bescheide per Post oder über die FinanzOnline-Databox, und rät, keine Daten preiszugeben, Links nicht zu öffnen und verdächtige Nachrichten zu löschen.
Offen bleibt, wie viele Personen die E-Mails bereits erhalten haben oder betroffen sind, seit wann die Kampagne läuft und ob Ermittlungen zu den Urhebern laufen. Die Quellenlage stützt sich auf die offizielle BMF-Mitteilung sowie übereinstimmende Berichte mehrerer österreichischer Medien.
Was passiert ist
Das Bundesministerium für Finanzen (BMF) hat am Freitag vor einer neuen Phishing-Masche gewarnt, die auf die Familienbeihilfe abzielt. In gefälschten E-Mails im Namen der Finanzverwaltung wird behauptet, dass es aufgrund eines angeblichen Missbrauchs persönlicher Daten zu Problemen bei der Auszahlung der Familienbeihilfe gekommen sei. Empfängerinnen und Empfänger werden aufgefordert, ihre Daten über einen Link mit dem Text „Jetzt Daten überprüfen und sichern“ zu bestätigen. Ziel der Betrüger ist es laut Ministerium, persönliche Informationen und vor allem Online-Banking-Zugangsdaten zu erlangen.
Wie die Betrugsmasche funktioniert
Laut der offiziellen BMF-Mitteilung führt der Link in der gefälschten E-Mail auf eine nachgebaute Webseite, die in mehreren Schritten vorgeht. Zunächst werden persönliche Angaben wie Name, E-Mail-Adresse, Geburtsdatum, Telefonnummer und Adresse abgefragt. Anschließend sollen die Nutzerinnen und Nutzer ihre Bank auswählen, woraufhin ein gefälschtes Login-Fenster der jeweiligen Bank eingeblendet wird. Erst darüber versuchen die Täter, die eigentlichen Online-Banking-Zugangsdaten abzugreifen. Diese mehrstufige Vorgehensweise soll den Eindruck von Legitimität erwecken, bevor die sensibelsten Daten abgefragt werden.
Was das BMF empfiehlt
Das Ministerium ruft dazu auf, keine persönlichen Daten wie Passwörter, Kreditkartendaten oder Kontoinformationen weiterzugeben und derartige Nachrichten zu löschen. Wichtig sei, dass echte Mitteilungen des BMF grundsätzlich als digital signierte Bescheide erfolgen, die per Post oder in der FinanzOnline-Databox zugestellt werden – nicht per E-Mail. Laut einem Bericht des Kurier weist das BMF zudem darauf hin, dass vergleichbare Betrugsversuche nicht nur per E-Mail, sondern auch über SMS, Messenger-Dienste, Telefonanrufe und soziale Netzwerke erfolgen können. Im Zweifel solle man keinesfalls auf Links klicken, keine Daten preisgeben und stattdessen bei der offiziellen, selbst recherchierten Telefonnummer der vermeintlichen Stelle nachfragen.
Was unklar bleibt
Weder die offizielle Aussendung noch die vorliegenden Medienberichte enthalten Angaben dazu, wie viele Personen die betrügerischen E-Mails bereits erhalten haben oder ob es bereits tatsächlich Geschädigte gibt. Auch zum genauen Beginn der Kampagne, zu möglichen Ermittlungen von Polizei oder Staatsanwaltschaft sowie zu technischen Details der gefälschten Webseite – etwa Hosting-Standort oder aktueller Erreichbarkeit – liegen keine belastbaren Informationen vor.

