Der 34-jährige Deutsche Marcel Paul hat am Dienstagnachmittag auf der Sellraintalstraße (L 13) im Tiroler Bezirk Innsbruck-Land mit einem umgebauten Bobbycar 149,875 km/h erreicht und damit nach übereinstimmenden Medienberichten einen neuen Bobbycar-Tempo-Weltrekord aufgestellt. Er übertraf damit seinen eigenen, 2022 erzielten Rekord von 130,72 km/h sowie seinen 2023 mit einem motorunterstützten E-Bobbycar erzielten Wert von 148,45 km/h, den er nun ohne Motor unterbot. Die rund 2,4 Kilometer lange Strecke weist ein Gefälle von bis zu 16 Prozent auf.
Die zuständige Bezirkshauptmannschaft hatte den Versuch zuvor genehmigt, die Polizei Kematen kontrollierte vor Ort die Einhaltung der Sicherheitsauflagen, etwa Absperrungen. Das deutsche Rekord-Institut für Deutschland (RID) bestätigte laut Berichten im Anschluss den Rekordwert. Auf derselben Strecke stellte Paul laut einem ausführlicheren Bericht zudem mit einem serienmäßigen Rutschauto einen weiteren Rekord von 108,892 km/h auf – gebremst habe er dabei mit gewöhnlichen Hallenturnschuhen, der Bremsweg habe rund 230 Meter betragen. Paul, ein Elektrotechniker aus dem hessischen Gedern, hatte gezielt nach einer geeigneten Strecke für den Versuch gesucht.
Offen bleibt, nach welcher Methodik das RID solche Rekorde prüft und ob es dafür einen anerkannten Standard gibt. Die Angabe zum Rutschauto-Rekord und zur Bremsung mit Turnschuhen stützt sich bislang nur auf einen einzelnen ausführlichen Bericht und eine Selbstauskunft Pauls; eine zweite unabhängige Bestätigung dieses Details fehlt weiterhin.
Was passiert ist
Der 34-jährige Deutsche Marcel Paul hat am Dienstagnachmittag auf der Sellraintalstraße (L 13) im Tiroler Bezirk Innsbruck-Land mit einem umgebauten Bobbycar 149,875 km/h erreicht. Damit stellte er nach übereinstimmenden Medienberichten einen neuen Bobbycar-Tempo-Weltrekord auf und übertraf seinen eigenen bisherigen Rekord von 130,72 km/h aus dem Jahr 2022 deutlich. Gegen 13 Uhr fuhr Paul die rund 2,4 Kilometer lange Strecke hinunter, die stellenweise ein Gefälle von bis zu 16 Prozent aufweist.
Wie der Rekordversuch ablief
Paul hatte laut Berichten zuvor bei der zuständigen Bezirkshauptmannschaft um eine Genehmigung für den Versuch angesucht und einen positiven Bescheid erhalten. Die Polizei Kematen überprüfte anschließend, ob die von der Behörde vorgeschriebenen Auflagen eingehalten wurden – dazu zählten unter anderem Absperrungen der Strecke sowie Ordner, für die Paul nach eigenen Angaben selbst sorgte. Gegenüber der Nachrichtenagentur dpa beschrieb er die Abfahrt als „besonders schwierig“, weil in einigen leichten Kurven die Ideallinie eingehalten werden musste. Das deutsche Rekord-Institut für Deutschland (RID) bestätigte den Berichten zufolge im Anschluss den neuen Rekordwert.
Laut einem ausführlicheren Bericht stellte Paul an demselben Tag auf derselben Strecke noch einen dritten Rekord auf: Mit einem serienmäßigen Rutschauto erreichte er demnach 108,892 km/h. Gebremst habe er dabei mit gewöhnlichen Hallenturnschuhen, der Bremsweg habe rund 230 Meter betragen. Dieses Detail stammt bislang aus einer Selbstauskunft Pauls gegenüber einem einzelnen Medium und ist nicht durch weitere Berichte unabhängig bestätigt.
Vorgeschichte des Rekordjägers
Der Elektrotechniker aus dem hessischen Gedern hatte nach eigenen Angaben vor dem aktuellen Versuch eine Trainingspause eingelegt und war stattdessen gezielt auf der Suche nach einer geeigneten Strecke für einen neuen Rekordversuch. Sein erklärtes Ziel war es, seinen 2023 mit einem E-Bobbycar (also mit Motorunterstützung) aufgestellten Wert von 148,45 km/h nun ohne Motor zu übertreffen, was ihm in Tirol gelang. Regulär trainiert Paul den Berichten zufolge auf einer Strecke nahe seinem Wohnort, auf der etwa 100 km/h erreichbar seien – im Sommer nach eigenen Angaben rund einmal pro Woche.
Was unklar bleibt
Offen ist, nach welcher Methodik das Rekord-Institut für Deutschland solche Geschwindigkeitsrekorde misst und zertifiziert, und ob es dafür einen international anerkannten Standard gibt – etwa vergleichbar mit sportlichen Weltrekord-Organisationen. Ebenso wenig lässt sich aus den vorliegenden Quellen ablesen, ob das umgebaute Bobbycar unabhängig technisch überprüft wurde oder mit welchem konkreten Messverfahren die Geschwindigkeit erfasst wurde. Auch der zusätzliche Rutschauto-Rekord mit 108,892 km/h und die Bremsung mit Turnschuhen sind bislang nur durch einen einzelnen, ausführlicheren Bericht belegt; ob das RID auch diesen Wert bestätigt hat, bleibt unklar. Die zentralen Berichte zum Hauptrekord gehen zudem erkennbar auf dieselbe, über die Nachrichtenagenturen APA und dpa verbreitete Meldung zurück, sodass eine zweite, unabhängige Einordnung weiterhin fehlt.
Einordnung
Es handelt sich um eine Kuriositäts-Meldung mit begrenzter gesellschaftlicher Tragweite, die aber durch den behördlich genehmigten und polizeilich überwachten Rahmen sowie die breite Berichterstattung mehrerer österreichischer Medien an Substanz gewinnt. Der Rekord fügt sich in eine Reihe selbst gesetzter Bestmarken Pauls ein, der seinen eigenen Bobbycar-Rekord bereits mehrfach unterboten hat – der zusätzlich berichtete Rutschauto-Rekord am selben Tag unterstreicht diese Reihe, ändert aber nichts an der begrenzten Belegbarkeit von Detailangaben, die nur aus einer einzigen Selbstauskunft stammen.


