Im Bodensee sind am Sonntag, dem 2. August 2026, zwei Menschen bei einem Tauchunfall gestorben. Am Tauchplatz „Tennisplätze“ nahe Überlingen waren eine 46-jährige Taucherin und ihr 64-jähriger Tauchpartner bis in eine Tiefe von rund 80 Metern abgestiegen und leiteten gegen 10:30 Uhr einen Notaufstieg ein. Der Mann wurde laut Polizei bereits während des Aufstiegs bewusstlos, die Frau verlor kurz nach dem Auftauchen das Bewusstsein. Reanimationsversuche vor Ort blieben erfolglos, beide starben an der Unglücksstelle.
Warum die beiden den riskanten Notaufstieg aus derart großer Tiefe einleiteten, ist bislang nicht bekannt. Die Wasserschutzpolizei ermittelt und hat die Tauchgeräte sichergestellt; laut einem Bericht sollen Sachverständige die Ausrüstung auf einen möglichen technischen Defekt prüfen. Ein Notaufstieg aus rund 80 Metern gilt im Gerätetauchen als besonders riskant, da die notwendigen Dekompressionsstopps in einer Notsituation oft nicht eingehalten werden können.
Offen bleiben die genaue Unfallursache, die Tauchausbildung der beiden Opfer sowie das Ergebnis der angekündigten technischen Untersuchung.
Was passiert ist
Im Bodensee sind am Sonntagvormittag, dem 2. August 2026, zwei Menschen bei einem Tauchunfall gestorben. Das Unglück ereignete sich am Tauchplatz „Tennisplätze“ in der Nähe von Überlingen auf der deutschen Seite des Sees. Eine 46-jährige Taucherin und ihr 64-jähriger Tauchpartner waren gemeinsam bis in eine Tiefe von rund 80 Metern abgestiegen. Gegen 10:30 Uhr leiteten sie dort einen Notaufstieg ein. Der Mann wurde nach Polizeiangaben bereits während des Aufstiegs bewusstlos. Die Frau verlor kurz nach dem Auftauchen an der Wasseroberfläche das Bewusstsein. Trotz sofort eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen starben beide noch an der Unglücksstelle.
Ermittlungsstand
Die Wasserschutzpolizei bestätigte den Vorfall und teilte die Grunddaten selbst mit. Warum das Duo den riskanten Notaufstieg aus einer derart großen Tiefe einleitete, ist nach Polizeiangaben bislang nicht bekannt und Gegenstand laufender Ermittlungen. Die Beamten stellten die Tauchgeräte der beiden nach dem Unfall sicher. Nach Angaben des KURIER sollen zudem Sachverständige die Ausrüstung untersuchen, um zu klären, ob ein technischer Defekt oder ein anderer Zwischenfall den Notaufstieg ausgelöst haben könnte. Diese Ankündigung liegt bislang nur aus dieser einen Quelle vor.
Warum ein Notaufstieg aus 80 Metern so gefährlich ist
Ein Notaufstieg aus einer Tiefe von rund 80 Metern gilt im Gerätetauchen als sehr risikoreich. In einer solchen Notsituation lassen sich die eigentlich notwendigen Dekompressionsstopps häufig nicht mehr einhalten, wodurch es zu schweren, teils tödlichen Druckabfall-Folgen kommen kann. Dieser Zusammenhang wird in der Berichterstattung als allgemeine fachliche Einordnung genannt, ersetzt aber keine Aussage zur konkreten Todesursache der beiden Betroffenen — die bleibt Teil der laufenden Ermittlungen.
Was unklar bleibt
Offen ist vor allem, warum die beiden Taucher den Notaufstieg überhaupt einleiteten — ob ein technisches Problem, eine gesundheitliche Notlage oder ein anderer Auslöser dahintersteckte, ist nicht bekannt. Ebenfalls unklar sind die genaue Tauchausbildung und Erfahrung der beiden Opfer, mögliche medizinische oder toxikologische Befunde sowie Aussagen von Zeugen oder anderen Tauchern, die sich zum Unfallzeitpunkt am Tauchplatz aufgehalten haben könnten. Auch das Ergebnis der angekündigten technischen Untersuchung der Tauchausrüstung steht noch aus.
