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Die Nachfolge an der Spitze der ÖVP-Frauen ist geklärt: Der Bundesvorstand hat Verteidigungsministerin Klaudia Tanner einstimmig als neue Bundesleiterin nominiert. Bogner-Strauß hatte ihre Funktion nach acht Jahren am 25. September zurückgelegt, um sich wieder stärker ihrer wissenschaftlichen Arbeit an der TU Graz zu widmen; ihr Nationalratsmandat behält sie weiterhin.

Die formale Wahl Tanners soll bei einem kommenden Bundestag der ÖVP-Frauen erfolgen, ein Termin dafür wurde bislang nicht genannt. Bis dahin bleibt die stellvertretende Bundesleiterin Margreth Falkner interimistisch mit den Agenden betraut; sie beschrieb Tanner als jemanden, die „in vielen Funktionen bewiesen“ habe, Verantwortung zu übernehmen, und verwies auf deren Rolle als erste Frau an der Spitze des Verteidigungsministeriums. Aus dem ÖVP-Umfeld gab es eine ganze Reihe an Gratulationen, etwa vom Bauernbund, von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, von der Bundespartei und – einen Tag später – auch vom Wirtschaftsbund, dessen Präsidentin Martha Schultz und Generalsekretärin Tanja Graf Tanner Durchsetzungskraft und eine starke Stimme für Frauen bescheinigten.

Offen bleibt, wann genau der Bundestag stattfindet und ob es Gegenkandidatinnen gibt. Reaktionen von außerhalb der ÖVP liegen bislang nicht vor. Wie berichtet, hatte sich Bogner-Strauß zuletzt im August nach der Kinderbetreuungs-Debatte hinter Bundeskanzler Stocker gestellt – ob dies mit ihrem jetzigen Rückzug in Zusammenhang steht, ist aus den vorliegenden Quellen nicht ersichtlich.

Was passiert ist

Juliane Bogner-Strauß hat ihre Funktion als Bundesleiterin der ÖVP-Frauen nach acht Jahren zurückgelegt. Nach eigenen Angaben will sie sich künftig wieder stärker ihrer wissenschaftlichen Arbeit widmen: Die frühere Frauen- und Familienministerin ist assoziierte Universitätsprofessorin an der Technischen Universität Graz. Ihr Mandat als Nationalratsabgeordnete behält Bogner-Strauß weiterhin, im Parlament will sie sich laut eigener Aussendung weiter „mit voller Kraft“ einbringen.

Die Nachfolge ist inzwischen geklärt: Der Bundesvorstand der ÖVP-Frauen hat Verteidigungsministerin Klaudia Tanner einstimmig als neue Bundesleiterin nominiert. Das teilte die Volkspartei am Abend des 27. September in einer Aussendung mit, übereinstimmend berichteten unter anderem ORF, Kurier und Kleine Zeitung.

Nachfolge: Tanner nominiert

Die formale Wahl Tanners soll bei einem kommenden Bundestag der ÖVP-Frauen erfolgen, den die interimistische Bundesleiterin Margreth Falkner vorbereitet. Ein konkreter Termin dafür wurde in der Aussendung nicht genannt. Bis zur Wahl bleibt Falkner, die bisherige stellvertretende Bundesleiterin, mit den Agenden der Bundesleitung betraut.

Laut Presseaussendung der ÖVP-Frauen erklärte Tanner, sie freue sich über die geschlossene Unterstützung für ihre Kandidatur und wolle eine starke Stimme für Frauen in der Volkspartei und in der Bundesregierung sein. Dieses Zitat liegt bislang nur über die Aussendung selbst vor und wurde hier nicht im direkt eingesehenen Volltext geprüft, weshalb es entsprechend zurückhaltend wiedergegeben wird.

Reaktionen

Die stellvertretende Bundesleiterin Margreth Falkner erklärte, Tanner habe „in vielen Funktionen bewiesen, dass sie Verantwortung übernimmt und Dinge voranbringt“. Als erste Frau an der Spitze des Verteidigungsministeriums habe Tanner zudem gezeigt, „dass Frauen auch dort erfolgreich führen, wo man es ihnen zunächst nicht selbstverständlich zugetraut hat“ – so Falkner laut ORF-Bericht.

Aus dem ÖVP-Umfeld gab es zahlreiche weitere Gratulationen: Der Bauernbund, die Bundespartei sowie die niederösterreichische Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner würdigten die Nominierung jeweils per eigener Aussendung. Bereits zum Rücktritt von Bogner-Strauß hatte sich unter anderem ÖVP-Frauen-Ehrenvorsitzende Ingrid Korosec per Aussendung bedankt. Einen Tag später schloss sich auch der Wirtschaftsbund der Gratulationswelle an: Präsidentin Martha Schultz und Generalsekretärin Tanja Graf würdigten Tanner laut Aussendung als jemanden, die für Verantwortung, Durchsetzungskraft und eine starke Stimme für Frauen stehe. Stellungnahmen von außerhalb der ÖVP liegen weiterhin nicht vor.

Was unklar bleibt

Offen ist, wann genau der angekündigte Bundestag zur formalen Wahl Tanners stattfindet und ob es dabei Gegenkandidatinnen gibt. Auch wie Tanner die Doppelrolle als Verteidigungsministerin und künftige ÖVP-Frauen-Bundesleiterin ausüben will, geht aus den vorliegenden Quellen nicht hervor. Der genaue Zeitpunkt und Anlass von Bogner-Strauß’ Rückzug – über die allgemeine Begründung mit der wissenschaftlichen Arbeit hinaus – lässt sich weiterhin nicht abschließend rekonstruieren. Reaktionen von Oppositionsparteien oder anderen Frauenorganisationen liegen bislang nicht vor.

Einordnung

Bogner-Strauß war zuletzt im August 2026 öffentlich sichtbar, als sie sich nach der umstrittenen Aussage von Bundeskanzler Stocker zu unbezahlter Kinderbetreuung – über die „Neue Nachrichten“ berichtet hat – gemeinsam mit anderen ÖVP-Politikerinnen hinter Stocker gestellt hatte. Ob ihr Rücktritt damit in Zusammenhang steht, geht aus den vorliegenden Quellen nicht hervor. Mit der raschen und einstimmigen Nominierung Tanners – bereits zwei Tage nach dem Rücktritt – sowie der seither anhaltenden Reihe an Gratulationen aus praktisch allen ÖVP-Teilorganisationen zeigt sich die Volkspartei nach außen geschlossen; eine unabhängige Einordnung des Vorgangs fehlt jedoch weiterhin, da bislang ausschließlich Stimmen aus dem Parteiumfeld dokumentiert sind.