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Bundespräsident Alexander Van der Bellen hat die 80. Bregenzer Festspiele eröffnet. In seiner Rede bezeichnete er die freie, liberale Demokratie als „tägliche Übung“, die mit der Bereitschaft zuzuhören beginne, und erinnerte daran, dass Freiheit, Frieden und Wohlstand keine Selbstverständlichkeiten seien. Auch Vizekanzler und Kulturminister Andreas Babler (SPÖ) sprach bei der Eröffnung und rief dazu auf, angesichts aktueller Krisen nicht zu resignieren.

Laut ORF-Bericht feierte am Eröffnungsabend Giuseppe Verdis „La traviata“ erstmals in der 80-jährigen Festspielgeschichte Premiere auf der Seebühne; alle 28 Vorstellungen seien bereits seit Ostern ausverkauft gewesen. Die Festspiele sollen bis 23. August mit knapp 80 Veranstaltungen laufen, unter anderem mit der Hausoper „Die Ausflüge des Herrn Brouček“, einem Opernstudio und Orchesterkonzerten.

Offizielle Besucherzahlen und vollständige Redetexte liegen nicht vor, ebenso wenig eine unabhängige Bestätigung der Ausverkauft-Angabe zu „La traviata“ – diese Details stammen bislang aus einer einzelnen Quelle.

Was passiert ist

Bundespräsident Alexander Van der Bellen hat am Mittwoch die 80. Bregenzer Festspiele eröffnet. Im Großen Saal des Festspielhauses sprachen neben Intendantin Lilli Paasikivi traditionell auch der Bundespräsident und Vizekanzler bzw. Kulturminister Andreas Babler (SPÖ). Hunderte Interessierte verfolgten die Eröffnung zudem auf dem Platz der Wiener Symphoniker vor dem Haus. Auch die Website des Bundespräsidenten berichtete im Anschluss über den Auftritt Van der Bellens bei der Eröffnung.

Was die Reden zeigten

In seiner Eröffnungsrede rief Van der Bellen dazu auf, sich auf den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu besinnen. Freie, liberale Demokratie sei eine „tägliche Übung“, die mit der Bereitschaft zuzuhören beginne, sagte er laut übereinstimmenden Berichten von ORF, Der Standard und Kleiner Zeitung. Österreich habe sich nach Krisen immer wieder neu erfinden müssen; Freiheit, Frieden und Wohlstand seien keine Selbstverständlichkeiten, sondern Errungenschaften. Auch Babler nahm in seiner Rede Bezug auf aktuelle Krisen und hielt das Publikum dazu an, nicht zu resignieren – Zukunft entstehe dort, wo Menschen gestalten, wofür die Festspiele selbst das beste Beispiel seien.

Programm der Saison

Am Eröffnungsabend feierte laut ORF-Bericht Giuseppe Verdis „La traviata“ Premiere auf der Seebühne – nach Angaben des Senders erstmals in der 80-jährigen Geschichte der Bregenzer Festspiele. Die 28 geplanten Aufführungen seien bereits seit Ostern ausverkauft, so früh wie noch nie zuvor. Für den Folgetag war die erste Aufführung der Hausoper angesetzt, in diesem Jahr Leoš Janáčeks „Die Ausflüge des Herrn Brouček“. Die Festspiele sollen laut demselben Bericht bis 23. August mit knapp 80 Veranstaltungen laufen, darunter das Opernstudio am Kornmarktplatz sowie Orchesterkonzerte und Musiktheaterprojekte. Diese Programmdetails stammen bislang nur aus einer Quelle und sind nicht unabhängig gegengeprüft.

Was unklar bleibt

Offizielle Besucherzahlen zur Eröffnung liegen ebenso wenig vor wie vollständige Redemanuskripte von Van der Bellen und Babler – die vorliegenden Berichte geben jeweils nur Ausschnitte und einzelne Zitate wieder. Auch die Angabe, alle „La traviata“-Vorstellungen seien seit Ostern ausverkauft, stützt sich bislang nur auf einen einzelnen Medienbericht. Wer neben Landeshauptmann Wallner und den genannten Bürgermeistern noch an der Eröffnung teilnahm, ist aus den vorliegenden Quellen nicht abschließend zu beantworten.

Einordnung

Die Bregenzer Festspiele zählen zu den größten Kulturereignissen Österreichs, ihr 80-jähriges Bestehen verleiht der diesjährigen Ausgabe zusätzliches Gewicht. Dass sowohl der Bundespräsident als auch der Vizekanzler ihre Reden mit Appellen zum demokratischen Zusammenhalt verknüpften, reiht die Eröffnung in eine Reihe ähnlicher öffentlicher Auftritte ein, ohne dass die Quellenlage einen darüber hinausgehenden politischen Streitpunkt erkennen lässt.