Der deutsche General Carsten Breuer ist neuer Vorsitzender des NATO-Militärausschusses. Die nationalen Militärvertreter des Bündnisses wählten den Generalinspekteur der Bundeswehr am 19. September 2026 bei einer Sitzung in Kopenhagen zum Nachfolger des italienischen Admirals Giuseppe Cavo Dragone, der das Amt seit 2025 innehat. Die Amtsübergabe soll im Sommer 2027 erfolgen.
Cavo Dragone bestätigte die Wahl öffentlich auf X und würdigte Breuers operatives Urteilsvermögen, seine Kenntnisse der Allianz und seine Führungserfahrung. Breuer dankte für das Vertrauen und die Unterstützung der Generalstabschefs der Verbündeten. Vier österreichische Medien berichten übereinstimmend über Wahl, Zeitpunkt und geplante Amtsübergabe; Breuer ist seit März 2023 ranghöchster Soldat Deutschlands.
Offen bleibt, wie das Abstimmungsverfahren genau ablief. Nur eine Quelle nennt die kanadische Generalstabschefin Jennie Carignan als Gegenkandidatin, die als erste Frau an der Spitze des Gremiums gestanden hätte – dieses Detail gilt bislang als einfach belegt, nicht als von mehreren Seiten bestätigt. Reaktionen aus Berlin liegen noch nicht vor.
Was passiert ist
Der deutsche General Carsten Breuer ist neuer Vorsitzender des NATO-Militärausschusses. Die nationalen Militärvertreter des Bündnisses wählten den Generalinspekteur der Bundeswehr am 19. September 2026 bei einer Sitzung des Gremiums in Kopenhagen zum Nachfolger des italienischen Admirals Giuseppe Cavo Dragone, der das Amt seit 2025 innehat. Die Amtsübergabe soll im Sommer 2027 erfolgen, laut mehreren Berichten konkret im Juli jenes Jahres.
Was die Quellen zeigen
Cavo Dragone bestätigte die Wahl seines Nachfolgers öffentlich mit einem Post auf X und würdigte dort laut ORF Breuers „operatives Urteilsvermögen“, seine „umfassenden Kenntnisse der Allianz“ und seine „Führungserfahrung bei der deutschen Armee“. Breuer selbst dankte demnach „für das in mich gesetzte Vertrauen“ und betonte die Unterstützung der Generalstabschefs der NATO-Verbündeten. Vier österreichische Medien – ORF, DER STANDARD, Die Presse und Kleine Zeitung – berichten übereinstimmend über Wahl, Zeitpunkt und die geplante Amtsübergabe. Der Vorsitzende des Militärausschusses berät laut DER STANDARD die politische Führung der NATO und ist in der Regel für drei Jahre im Amt. Breuer ist seit März 2023 ranghöchster Soldat Deutschlands.
Was unklar bleibt
Nur der ORF-Bericht nennt eine Gegenkandidatin: die kanadische Generalstabschefin Jennie Carignan, die im Fall ihrer Wahl die erste Frau an der Spitze des Militärausschusses geworden wäre. Da diese Angabe bislang nicht von einer zweiten unabhängigen Quelle bestätigt wird, bleibt sie ein Detail mit dünnerer Beleglage. Offen ist zudem, wie das Abstimmungsverfahren im Ausschuss genau ablief, wie knapp die Entscheidung ausfiel und wie die deutsche Bundesregierung sowie die Bundeswehrführung auf die Wahl reagieren. Auch wer Breuer nach seinem Wechsel als Generalinspekteur nachfolgen könnte, ist bislang nicht Thema der vorliegenden Berichte.
Einordnung
Der Vorsitz des NATO-Militärausschusses ist die höchste militärische Beraterfunktion des Bündnisses gegenüber dessen politischer Führung. Dass mit Breuer erneut ein deutscher General diese Position übernimmt, fällt in eine Phase, in der Deutschland innerhalb der NATO eine sicherheitspolitisch gewichtigere Rolle einnimmt. Cavo Dragones eigene Bestätigung der Wahl sowie die übereinstimmende Berichterstattung mehrerer unabhängiger Medien stützen den Kernvorgang solide; Details zum Verfahren und zu Reaktionen aus Berlin lassen sich aus den vorliegenden Quellen jedoch noch nicht ableiten.


