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China hat den Start seiner Mondsonde Chang’e-7 verschoben. Der Start war im Zeitfenster vom 23. bis 25. August 2026 vom Weltraumbahnhof Wenchang auf Hainan geplant. Die zuständige Behörde teilte mit, die Mission erfülle die Startbedingungen nicht und könne daher nicht im diesjährigen Fenster stattfinden – begründet mit den Prinzipien von Vorsicht, Zuverlässigkeit und absolutem Missionserfolg, ohne einen konkreten technischen Grund zu nennen.

Das thailändische Forschungsinstitut Narit brachte die Verschiebung mit dem Tropensturm „Narra“ in Verbindung und sprach von rund einem Monat Verzögerung, was von chinesischer Seite nicht bestätigt ist. Die unbemannte Mission mit Orbiter, Lander und Rover soll die Südpolregion des Mondes auf Wassereis in dauerhaft verschatteten Kratern untersuchen und ist Teil von Chinas Ziel, vor 2030 Astronauten zum Mond zu bringen – im Wettlauf mit dem US-Artemis-Programm.

Offen bleiben der genaue technische Grund für die Verschiebung sowie ein neuer Starttermin, den die chinesische Behörde bislang nicht genannt hat.

Was passiert ist

China hat den Start seiner Mondsonde Chang’e-7 verschoben. Der Start war im Zeitfenster vom 23. bis 25. August 2026 vom Weltraumbahnhof Wenchang auf der südchinesischen Insel Hainan geplant, ursprünglich mit dem 24. August als vorgesehenem Termin. Die zuständige chinesische Behörde teilte mit, die Mission erfülle die Startbedingungen nicht und könne daher nicht im geplanten Zeitfenster dieses Jahres stattfinden. Sonde und Trägerrakete vom Typ Langer Marsch 5 waren zuvor bereits zum Startbereich gebracht worden.

Was die Quellen zeigen

Die Entscheidung sei laut Behördenangabe nach einer umfassenden Prüfung auf Grundlage der Prinzipien von Vorsicht, Zuverlässigkeit und absolutem Missionserfolg getroffen worden. Einen konkreten technischen Grund nannte sie nicht. Das thailändische Weltraumforschungsinstitut Narit, dessen Messgerät CE-7 MATCH an Bord der Trägerrakete mitfliegen sollte, verwies in einer eigenen Mitteilung auf den Tropensturm „Narra“, der am Wochenende vor der Küste Hainans kreiste, und sprach von einer rund einmonatigen Verzögerung. Diese Einschätzung stammt jedoch nicht von chinesischer Seite selbst und ist bislang nicht offiziell bestätigt. Auffällig ist zudem, dass einzelne Medien den Vorgang unterschiedlich benennen: Während heise und ORF von einer „Verschiebung“ sprechen, verwendet Golem in der Überschrift das Wort „abgesagt“. In der Sache decken sich die Berichte aber: Es geht um ein Ausbleiben des Starts im diesjährigen Fenster, nicht um eine endgültige Streichung der Mission.

Der Plan für Chang’e-7

Die unbemannte Mission soll die Südpolregion des Mondes untersuchen, wo sich Krater befinden, deren Inneres dauerhaft im Schatten liegt. Wegen der dort herrschenden extrem niedrigen Temperaturen könnte sich Wassereis erhalten haben, nach dem chinesische Wissenschaftler suchen wollen. Zur Mission gehören ein Orbiter, ein Lander und ein Rover, die Umgebung und mögliche Ressourcen am Südpol erkunden sollen. Die Ergebnisse könnten für längerfristige menschliche Aufenthalte und eine geplante Mondforschungsstation relevant sein. China investiert seit Jahren erhebliche Summen in sein Raumfahrtprogramm und verfolgt das Ziel, noch vor 2030 Astronauten zum Mond zu bringen – parallel zum US-amerikanischen Artemis-Programm, das ebenfalls nach Jahrzehnten wieder Menschen auf den Mond bringen soll.

Was unklar bleibt

Offen bleibt, welche konkrete technische Bedingung nicht erfüllt war – die Behörde hat dazu keine Details veröffentlicht. Ebenso wenig ist bekannt, wann ein neuer Starttermin angesetzt wird und ob dieser noch 2026 oder erst 2027 liegt. Die von Narit genannte Verbindung zum Tropensturm „Narra“ sowie die veranschlagte einmonatige Verzögerung sind nicht unabhängig von chinesischer Seite bestätigt. Auch eine Erwähnung, die Verschiebung folge auf einen chinesischen Raketenfehlstart rund zwei Wochen zuvor, bleibt in den vorliegenden Quellen vage und ohne nähere Angaben zu Rakete, Zeitpunkt oder Zusammenhang.