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George Clooney ist bei der Eröffnung der 83. Filmfestspiele Venedig mit dem Goldenen Löwen für sein Lebenswerk ausgezeichnet worden. Bei einer Pressekonferenz vor der Eröffnung bezeichnete er die aktuelle US-Regierung als „Kakistokratie“ – die Herrschaft der am wenigsten dafür geeigneten Menschen. Er verwies dabei auf die US-Zwischenwahlen im November als möglichen Wendepunkt und äußerte die Hoffnung, dass sich die politische Lage bis 2028 wieder normalisiere.

Internationale Medien berichten zudem, Clooney habe bei derselben Pressekonferenz auch US-Verteidigungsminister Pete Hegseth kritisiert. Die Festspiele wurden mit Danny Boyles Film „Ink“ eröffnet; auch Schauspielerin Ellen Burstyn wird heuer mit einem Goldenen Löwen für ihr Lebenswerk geehrt, wie „Neue Nachrichten“ bereits berichtete.

Eine offizielle Reaktion der US-Regierung oder der von Clooney kritisierten Personen liegt bislang nicht vor, ebenso wenig ein vollständiges Transkript der Pressekonferenz. Die vorliegende Berichterstattung stützt sich ausschließlich auf Clooneys eigene Aussagen und mehrere übereinstimmende Medienwiedergaben davon.

Was passiert ist

George Clooney ist bei den 83. Filmfestspielen von Venedig mit dem Goldenen Löwen für sein Lebenswerk ausgezeichnet worden. Vor der offiziellen Eröffnung des Festivals am Mittwoch nutzte der Schauspieler eine Pressekonferenz, um die politische Lage in seiner Heimat scharf zu kommentieren: Die USA würden derzeit von einer „Kakistokratie“ regiert – wörtlich der „Herrschaft der Schlechtesten“, also von den am wenigsten dafür geeigneten Menschen. Die Aussage fiel demnach nicht im Rahmen einer vorbereiteten Dankesrede, sondern als Antwort im Frage-Antwort-Teil der Pressekonferenz.

Die Aussage im Wortlaut

Clooney sprach laut übereinstimmenden Medienberichten sinngemäß davon, dass es nicht einfach sei, in einem Land zu leben, das von den am wenigsten dafür geeigneten Menschen geführt werde. Zugleich äußerte er sich mit Blick auf die kommenden Zwischenwahlen im November verhalten optimistisch: Diese könnten eine Art politisches Korrektiv darstellen, und bis 2028 sei mit einer Rückkehr zu mehr Normalität zu rechnen. Internationale Medien wie Deadline und The Hill berichten zudem, Clooney habe bei derselben Pressekonferenz auch US-Verteidigungsminister Pete Hegseth kritisiert – konkret dessen Äußerungen im Zusammenhang mit kanadischen Militärkadettinnen. Diese Details finden sich nicht in den österreichischen Ausgangsquellen des Clusters, decken sich aber mit dem Bild einer breiteren politischen Wortmeldung bei diesem Anlass.

Der Rahmen: Goldener Löwe und Festivaleröffnung

Die Auszeichnung mit dem Goldenen Löwen für das Lebenswerk gehört zu den höchsten Ehrungen, die die Filmfestspiele Venedig vergeben. Clooney erhielt sie im Rahmen der Eröffnung der heurigen, 83. Ausgabe des Festivals, das mit Danny Boyles Film „Ink“ startete. Wie „Neue Nachrichten“ bereits berichtete, wird in diesem Jahr auch Schauspielerin Ellen Burstyn mit einem Goldenen Löwen für ihr Lebenswerk geehrt. Unter den weiteren prominenten Gästen der heurigen Festivalausgabe werden laut Berichten unter anderem Pamela Anderson und die Band Oasis genannt. Die Festivalleitung um Alberto Barbera hatte im Vorfeld für Gesprächsstoff gesorgt, weil eine traditionelle Jury-Pressekonferenz zunächst abgesagt und dann doch wieder angesetzt wurde – ein Vorgang, der laut Medienberichten mit der Sorge vor kontroversen politischen Debatten in Verbindung gebracht wurde, wie sie zuletzt bei anderen Festivals aufgetreten waren.

Was unklar bleibt

Eine offizielle Reaktion der US-Regierung oder der von Clooney namentlich kritisierten Personen liegt bislang nicht vor. Auch ein vollständiges, autorisiertes Transkript der Pressekonferenz, das sämtliche Aussagen im genauen Wortlaut und Kontext dokumentiert, wurde bei der Recherche nicht aufgefunden – die vorliegenden Angaben stützen sich auf Wiedergaben mehrerer Medien. Wie das Festival selbst, andere Preisträgerinnen und Preisträger oder das Publikum vor Ort auf die politischen Bemerkungen reagierten, ist aus den bisherigen Quellen nicht ersichtlich.

Einordnung

Clooney äußert sich seit Jahren wiederholt politisch und hat sich in der Vergangenheit unter anderem in der US-Innenpolitik engagiert. Die Kombination aus einer der höchsten Auszeichnungen des Festivalbetriebs und einer pointierten politischen Wortmeldung sorgte dafür, dass die Meldung über den reinen Kulturteil hinaus Beachtung fand. Da in den vorliegenden Quellen ausschließlich Clooneys eigene Perspektive dokumentiert ist und keine Gegenstimme aus erster Hand vorliegt, sollte die politische Bewertung seiner Aussagen als eine Einzelmeinung eines prominenten öffentlichen Fürsprechers eingeordnet werden, nicht als unabhängig bestätigte Beschreibung der politischen Lage in den USA.