Anja Dlauhy ist bei den Leichtathletik-Staatsmeisterschaften in Innsbruck die 400 m Hürden in 54,52 Sekunden gelaufen und hat damit einen neuen österreichischen Rekord aufgestellt. Sie siegte vor Lena Pressler, die mit 54,55 Sekunden ebenfalls die Norm für die Europameisterschaften in Birmingham erfüllte. Dlauhy zeigte sich von ihrer eigenen Zeit überrascht: Die zweite Rennhälfte sei „unglaublich“ gewesen, mit dieser Zeit habe sie nicht gerechnet.
Laut einem ausführlicheren Bericht gab es bei den Frauen an diesem Wettkampftag acht weitere Einzeltitel, unter anderem für Christania Williams über 100 m und Susanne Gogl-Walli über 400 m. Diese Liste stammt bislang nur aus einer Quelle.
Offen bleibt, welchen konkreten Rekord Dlauhy verbessert hat, sowie die Einzelheiten einer weiteren gemeldeten Rekordleistung von Strohmayer-Dangl über 400 m Hürden bei den Männern, zu der bislang nur ein Artikeltitel, aber kein gelesener Volltext vorliegt.
Was passiert ist
Bei den österreichischen Leichtathletik-Staatsmeisterschaften in Innsbruck ist Anja Dlauhy die 400 m Hürden der Frauen in 54,52 Sekunden gelaufen. Damit unterbot sie den bisherigen österreichischen Rekord und siegte vor Lena Pressler, die mit 54,55 Sekunden nur drei Hundertstelsekunden dahinter ins Ziel kam. Beide Zeiten reichen für ein Ticket zu den Leichtathletik-Europameisterschaften in Birmingham, für die Dlauhy laut den vorliegenden Berichten bereits im Vorfeld qualifiziert war.
Reaktion der Athletin
Dlauhy zeigte sich von ihrer eigenen Leistung überrascht. „Die zweite Rennhälfte war unglaublich, mit der Zeit hätte ich niemals gerechnet und sie auch erst nach ein paar Minuten realisiert“, wird sie in den Berichten zitiert. Die Aussage deutet darauf hin, dass der Rekord auch für sie selbst nicht absehbar war und sich erst im Rennverlauf abzeichnete.
Weitere Titel bei den Staatsmeisterschaften
Laut dem ausführlicheren ORF-Bericht gab es bei den Frauen an diesem Wettkampftag noch acht weitere Einzel-Goldmedaillen: Christania Williams siegte über 100 m (11,18 Sekunden), Susanne Gogl-Walli holte ihren neunten Titel über 400 m (53,26 Sekunden), Caroline Bredlinger gewann über 1.500 m (4:23,62 Minuten), Karin Strametz über 100 m Hürden (13,21 Sekunden), Isabel Posch im Weitsprung (6,14 Meter), Lisa Gruber im Stabhochsprung (4,00 Meter), Sophie Kreiner im Kugelstoßen (14,59 Meter) und Leonie Zoe Haller im Speerwurf (50,85 Meter). Diese Aufzählung stammt aus einer einzigen gelesenen Quelle und ist bislang nicht durch einen zweiten Bericht bestätigt.
Was unklar bleibt
Offen bleibt, welchen genauen bisherigen Rekord Dlauhy mit 54,52 Sekunden verbessert hat und wie groß der Abstand zur vorherigen Bestmarke war – dazu liegt keine im Volltext gelesene Quelle vor. Ein weiterer Bericht, jener von Der Standard, trägt den Titel „ÖLV-Rekorde von Williams über 100 m und Strohmayer-Dangl über 400 m Hürden“ und legt damit nahe, dass es rund um dieselben Staatsmeisterschaften noch mindestens zwei weitere Rekordmeldungen gab. Da nur der Titel dieses Artikels vorliegt, lässt sich nicht abschließend klären, ob sich diese Meldungen auf dieselbe Veranstaltung beziehen und welche Details dahinterstehen. Auch eine offizielle Einordnung des Österreichischen Leichtathletik-Verbands wurde nicht im Volltext eingesehen.
Einordnung
Die Staatsmeisterschaften dienten für mehrere Athletinnen und Athleten zugleich als Qualifikationswettkampf für die Leichtathletik-Europameisterschaften in Birmingham. Dass sowohl die Siegerin als auch die Zweitplatzierte über 400 m Hürden die EM-Norm erfüllten, deutet auf ein insgesamt hohes Niveau des Rennens hin. Wie sich der neue Rekord in die langfristige Entwicklung der Disziplin in Österreich einordnet und wie Dlauhy und Pressler in Birmingham abschneiden werden, lässt sich aus den vorliegenden Berichten nicht ableiten.

