Die US-amerikanische Country-Sängerin, Songwriterin und Schauspielerin Dolly Parton ist im Alter von 80 Jahren gestorben. Ihre Familie bestätigte den Tod am Dienstag über den offiziellen Instagram-Kanal der Künstlerin mit den Worten: „Die Traurigkeit ist mit uns, aber nicht mit Dolly. Sie hat ihr Leben gelebt.“ Auf ihren Wunsch hin soll eine Trauerfeier im engsten Familienkreis stattfinden. Nach einer Erklärung von Partons Team starb sie nach einem kurzen Kampf gegen eine Krebserkrankung in einem Krebszentrum im Kreise ihrer Angehörigen; die genaue Krebsart wurde nicht genannt.
Geboren am 19. Jänner 1946 in einer Holzhütte in Tennessee, stieg Parton aus einfachsten Verhältnissen zu einer der bekanntesten Künstlerinnen der Musikgeschichte auf. Mit Songs wie „Jolene“, „I Will Always Love You“ und „Nine to Five“ prägte sie über Jahrzehnte Country- und Popkultur, moderierte eine eigene TV-Show, spielte in Filmen mit und gründete den Freizeitpark „Dollywood“. Sie galt als verbindende Figur, verehrt sowohl bei konservativem Publikum als auch in der LGBTQ-Szene.
Weltweit würdigten Stars wie Taylor Swift, Beyoncé, Kacey Musgraves, Reba McEntire, Jamie Lee Curtis und Lily Tomlin die Künstlerin, auch der frühere US-Präsident Joe Biden nannte sie ein „amerikanisches Original“. US-Präsident Donald Trump ordnete per Proklamation eine landesweite Trauerbeflaggung für eine Woche an. In den vergangenen Jahren hatte Parton laut Medienberichten mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen und musste deswegen mehrfach angekündigte Konzerte in Las Vegas absagen; ein gesicherter Zusammenhang mit der nun genannten Krebserkrankung besteht nach derzeitiger Quellenlage nicht. Drei Tage nach ihrem Tod kündigten Tennessees Gouverneur Bill Lee und der Flughafen Nashville (BNA) zudem an, diesen künftig nach ihr benennen zu wollen; endgültig entscheiden muss darüber noch die zuständige Flughafenbehörde, laut US-Medienberichten bei einem Treffen am 17. September 2026.
Was passiert ist
Die US-amerikanische Country-Sängerin, Songwriterin und Schauspielerin Dolly Parton ist im Alter von 80 Jahren gestorben. Ihre Familie bestätigte den Tod am Dienstag über den offiziellen Instagram-Kanal der Künstlerin. „Die Traurigkeit ist mit uns, aber nicht mit Dolly. Sie hat ihr Leben gelebt“, hieß es in der Erklärung der Familie. Auf Partons ausdrücklichen Wunsch soll eine Trauerfeier im engsten Familienkreis stattfinden; Fans wurden eingeladen, ihrer stattdessen in den sozialen Netzwerken zu gedenken. Laut einer der ausgewerteten Quellen wurde die Nachricht von Partons Neffen Bryan Seaver verlesen, der zuvor rund zwei Jahrzehnte als ihr Sicherheitschef tätig war – dieses Detail ist bislang nur einfach belegt. Nach einer Erklärung von Partons Team starb sie nach einem kurzen Kampf gegen eine Krebserkrankung in einem Krebszentrum im Kreise ihrer Angehörigen; welche Krebsart es war, wurde nicht mitgeteilt.
Eine Karriere, die Grenzen überwand
Geboren wurde Dolly Rebecca Parton am 19. Jänner 1946 in einer Holzhütte in den Appalachen im US-Bundesstaat Tennessee, als eines von zwölf Kindern einer musikliebenden, religiösen Familie ohne fließendes Wasser oder Strom. Bereits als Kind begann sie zu texten und zu komponieren, trat in lokalen Radio- und Fernsehshows auf und sang als Teenager in der berühmten „Grand Ole Opry“-Show in Nashville. Nach ihrem Schulabschluss 1964 zog sie endgültig nach Nashville und startete eine Karriere, die sie zu einer der bekanntesten Künstlerinnen der Musikgeschichte machen sollte. Mit Songs wie „Jolene“, „I Will Always Love You“ (später durch Whitney Houston weltberühmt) und dem Filmsong „Nine to Five“ schuf sie Country- und Pop-Klassiker. Parton moderierte eine eigene TV-Show, spielte in Filmen mit und gründete 1986 den Freizeitpark „Dollywood“ in ihrer Heimat Tennessee, wo 2015 auch das DreamMore-Hotel eröffnet wurde. Sie wurde sowohl bei konservativem Publikum als auch in der LGBTQ-Szene als verbindende Figur verehrt und diente Dragqueens vielfach als Vorbild.
Reaktionen aus Musikwelt und Politik
Der Tod Partons löste weltweit Bestürzung und eine breite Welle öffentlicher Würdigungen aus. Taylor Swift teilte mit, eine Welt ohne Dolly fühle sich „nicht möglich, nicht real und nicht richtig“ an. Beyoncé, die Parton für eine Mitwirkung an ihrem Country-Album „Cowboy Carter“ gewonnen hatte, schrieb, Parton sei „der Maßstab, der Nordstern“ gewesen. Weitere Musik- und Filmgrößen wie Kacey Musgraves, Lance Bass, Reba McEntire, Jamie Lee Curtis und Lily Tomlin äußerten sich in den sozialen Medien ebenfalls trauernd. Der frühere US-Präsident Joe Biden bezeichnete Parton laut einer Quelle als „amerikanisches Original“ und „unermüdliche Fürsprecherin für Frauen und Gleichberechtigung“; laut derselben Quelle wurde zudem die Spitze des Empire State Building in New York am Abend zu ihren Ehren rosa beleuchtet. US-Präsident Donald Trump ordnete per Proklamation an, die US-Flagge landesweit, an Regierungsgebäuden und an Auslandsvertretungen eine Woche lang, bis zum Abend des 1. September 2026, auf halbmast zu setzen, und nannte Partons Tod einen „wahren Verlust für Millionen von Menschen“.
Gesundheitliche Vorgeschichte und Todesursache
Bereits in den vergangenen Jahren hatte Parton mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen und musste laut den ausgewerteten Berichten mehrfach angekündigte Konzerte in Las Vegas absagen, zuletzt eine für heuer geplante Reihe. Als Gründe wurden unter anderem ein aus dem Gleichgewicht geratenes Immun- und Verdauungssystem sowie Nierensteine genannt. Nach vorliegender Quellenlage ist nicht gesichert, ob diese früheren Beschwerden mit der nun als Todesursache genannten Krebserkrankung in Zusammenhang stehen. Laut einer Erklärung von Partons Team, die von mehreren voneinander unabhängigen Medien übereinstimmend wiedergegeben wird, starb sie nach einem kurzen Kampf gegen den Krebs in einem Krebszentrum; welche Krebsart genau vorlag, wurde nicht mitgeteilt. Die Erklärung selbst liegt nicht im Original vor, ihr Inhalt wird jedoch widerspruchsfrei aus mehreren Quellen berichtet.
Ein Song für das Jahr 2046
Nach ihrem Tod wurde zudem bekannt, dass Parton ihren Fans ein musikalisches Vermächtnis mit sehr langer Vorlaufzeit hinterlassen hat. Wie Wes Ramey, Sprecher des Freizeitparks Dollywood, auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa mitteilte, schrieb Parton 2015 einen Song mit dem Titel „My Place in History“. Die Aufnahme wurde damals gemeinsam mit einem CD-Player, einer Abspielanleitung und weiteren Erinnerungsstücken in einer sogenannten „Dream Box“ verschlossen, die im DreamMore Resort von Dollywood in Pigeon Forge, Tennessee, aufbewahrt wird. Laut Ramey soll die Kiste erst zu Partons 100. Geburtstag am 19. Jänner 2046 geöffnet und der Song dann veröffentlicht werden. Parton selbst hatte das Geheimnis bereits 2022 in Jimmy Fallons „Tonight Show“ öffentlich bestätigt und mit einem Augenzwinkern erzählt, sie habe es im Nachhinein bedauert, den – ihrer Ansicht nach guten – Song wegzuschließen. Die Geschichte ist bislang ausschließlich über diese eine, per dpa verbreitete Auskunft des Dollywood-Sprechers belegt; eine eigenständige Bestätigung durch Partons Familie oder Nachlassverwalter liegt nicht vor.
Flughafen in Nashville soll ihren Namen tragen
Drei Tage nach Partons Tod kündigten Tennessees Gouverneur Bill Lee und der Nashville International Airport (BNA) eine Partnerschaft an, den Flughafen künftig nach der Sängerin zu benennen. Laut einer Pressemitteilung des Gouverneursbüros soll damit „ein bleibendes Denkmal für ihr unauslöschliches Vermächtnis“ geschaffen werden. Lee wurde mit den Worten zitiert: „An einem Ort, an dem Tennessee die Welt willkommen heißt, ist es nur passend, dass der Flughafen BNA den Namen von Dolly Parton trägt.“ So solle „Tennessees beliebteste Tochter“ geehrt werden.
Bei der Ankündigung handelt es sich zunächst um eine Absichtserklärung, nicht um eine bereits vollzogene Umbenennung. Laut zusätzlich recherchierten US-Medienberichten muss die für Flughafennamen zuständige Metro Nashville Airport Authority (MNAA) den Vorschlag noch behandeln, offenbar bei einem Treffen am 17. September 2026. Dem Vorstoß war demnach auch eine Online-Petition mit mehr als 155.000 Unterschriften vorausgegangen, die eine Umbenennung gefordert hatte — dieses Detail ist bislang nur einfach belegt. Laut der Pressemitteilung des Gouverneursbüros habe Lee vorab mit Partons Team gesprochen; dieses habe sich von der Anteilnahme berührt gezeigt und sei offen für weitere Gespräche. Eine eigenständige Stellungnahme der Familie dazu liegt nicht vor.
Was unklar bleibt
Offen bleibt vor allem, um welche Krebsart es sich handelte und seit wann die Erkrankung bekannt war. Auch ist unklar, ob es über die private Trauerfeier der Familie und die einwöchige landesweite Trauerbeflaggung hinaus weitere öffentliche Gedenkveranstaltungen geben wird. Das Detail zum Neffen Bryan Seaver als Überbringer der Nachricht sowie einzelne Reaktionen wie jene Bidens und die Beleuchtung des Empire State Building stützen sich bislang nur auf einzelne Quellen und sind nicht durchgehend gegengeprüft. Auch die Zeitkapsel-Geschichte beruht letztlich auf einer einzelnen Auskunft des Dollywood-Sprechers; ob die „Dream Box“ 2046 tatsächlich wie angekündigt geöffnet wird, lässt sich naturgemäß erst dann feststellen. Neu hinzugekommen ist die Frage, ob die Metro Nashville Airport Authority die von Gouverneur Lee vorgeschlagene Umbenennung des Flughafens bei ihrem Treffen am 17. September 2026 tatsächlich beschließt und ab wann eine Umbenennung gegebenenfalls umgesetzt würde.

