Wegen der Sichtung nicht genehmigter Drohnen ist der Flugbetrieb am Flughafen Luxemburg in der Nacht auf Samstag vorübergehend eingestellt worden. Laut Regierungsangaben wurde der Luftraum am Freitagabend, 18. September, vorsorglich geschlossen; 19 ankommende Flüge mussten auf andere Flughäfen ausweichen. Nach zwei Inspektionen ohne festgestelltes Sicherheitsrisiko nahm der Flughafen den Betrieb gegen 1.20 Uhr wieder auf – nach rund dreieinhalb Stunden Sperre.
Die Regierung berief danach die interministerielle Bewertungsstelle „Drohnen“ ein, Premierminister Luc Frieden zog mehrere Minister und Behörden hinzu. Zur Herkunft der Drohnen machte sie keine Angaben; die Ermittlungen liefen mit ausländischen Partnern weiter.
Der Vorfall reiht sich in eine Serie von Drohnensichtungen über kritischer Infrastruktur in Europa ein, darunter zuletzt der Angriff auf den Flughafen Leipzig/Halle, für den Deutschland Russland verantwortlich gemacht hatte. Ob ein Zusammenhang besteht, ist offen; wer hinter dem Vorfall in Luxemburg steckt, ist bislang nicht bekannt.
Was passiert ist
Wegen der Sichtung nicht genehmigter Drohnen ist der Flugbetrieb am Flughafen Luxemburg in der Nacht auf Samstag vorübergehend eingestellt worden. Laut einer Mitteilung der luxemburgischen Regierung wurde der Luftraum am Freitagabend, 18. September, vorsorglich geschlossen. Insgesamt mussten 19 ankommende Flüge auf andere Flughäfen ausweichen. Nach zwei Inspektionen, die laut Regierungsangaben kein unmittelbares Risiko für die Flugsicherheit feststellten, wurde der Flughafenbetrieb gegen 1.20 Uhr wieder aufgenommen. Die Sperre dauerte damit rund dreieinhalb Stunden.
Reaktion der Behörden
Nach der Sperre trat die interministerielle Bewertungsstelle „Drohnen“ zusammen, ein Koordinationsgremium der Regierung für Krisenfälle. Premierminister Luc Frieden berief dafür mehrere zuständige Minister sowie betroffene Behörden und Dienste ein. Die Regierung erklärte, man verfolge die Entwicklung aufmerksam und bleibe „uneingeschränkt mobilisiert“, um die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten. Die Analyse der gesammelten Informationen sowie weitere Überprüfungen liefen in enger Zusammenarbeit mit ausländischen Partnern fort, hieß es weiter.
Was unklar bleibt
Zur Herkunft der Drohnen machte die Regierung zunächst keine Angaben; aus Gründen der Sicherheit und laufender Ermittlungen könnten derzeit keine weiteren Einzelheiten mitgeteilt werden, hieß es. Offen ist damit auch, ob ein staatlicher Akteur hinter dem Vorfall steht oder ein anderes Motiv vorliegt. Der Standard verweist zudem auf 340 Drohnensichtungen über britischen Militäranlagen im laufenden Jahr 2026 – diese Zahl wird bislang nur von einer Quelle genannt und ist unabhängig nicht bestätigt. Sie gilt hier deshalb nur als unbestätigter Kontext, nicht als gesicherter Fakt zum Vorfall in Luxemburg.
Einordnung
Der Vorfall reiht sich in eine Serie von Drohnensichtungen über kritischer Infrastruktur in Europa der vergangenen Wochen ein. Erst Anfang September hatte eine Drohne den Flughafen Leipzig/Halle getroffen, wofür die deutsche Bundesregierung nach eigenen Ermittlungen Russland verantwortlich gemacht hatte, was Moskau zurückwies (wie berichtet). Ob zwischen den Vorfällen ein Zusammenhang besteht, ist derzeit nicht bekannt; im Fall Luxemburg liegt bislang keine Zuordnung zu einem Verursacher vor.

