Bei einem E-Scooter-Unfall am Montagnachmittag in Wien-Donaustadt ist ein zwölfjähriger Beifahrer lebensgefährlich verletzt worden. Laut Polizeisprecher Markus Dittrich touchierte der Scooter gegen 17.15 Uhr im Bereich Stemolakgasse/Schukowitzgasse einen Randstein, woraufhin beide mutmaßlich minderjährigen Insassen stürzten. Der Bub blieb regungslos liegen und wurde mit schweren Kopfverletzungen in den Schockraum eines Krankenhauses gebracht, wo der behandelnde Arzt seinen Zustand als kritisch einschätzte. Der vermutlich ebenfalls minderjährige Lenker fuhr trotz Aufforderung eines Zeugen davon.
Die Identität des verletzten Kindes klärte sich, nachdem Polizisten sein Mobiltelefon fanden und sich seine Mutter meldete. Laut Kurier-Bericht stellte sich der Lenker noch am selben Tag mit seiner eigenen Mutter bei der Polizei und gab die Fahrt sowie seine Flucht aus Angst vor Konsequenzen zu.
Der aktuelle Gesundheitszustand des Kindes, der Ermittlungsstand sowie mögliche rechtliche Folgen für den Lenker sind bislang nicht bekannt. Vier unabhängige Medien berichten übereinstimmend über den Vorfall.
Was passiert ist
Am späten Montagnachmittag ist es in Wien-Donaustadt zu einem schweren E-Scooter-Unfall gekommen. Laut Polizeisprecher Markus Dittrich waren gegen 17.15 Uhr zwei mutmaßlich minderjährige Insassen auf einem E-Scooter auf einer Parallelstraße zur Pfalzgasse unterwegs, von der Stemolakgasse in Richtung Schukowitzgasse. Dabei touchierte der Scooter einen Randstein, beide Insassen stürzten. Ein zwölfjähriger Bub, der als Beifahrer mitfuhr, blieb regungslos auf dem Boden liegen. Ein Zeuge eilte ihm zu Hilfe und forderte auch den Lenker auf, ebenfalls zu helfen. Dieser stieg jedoch auf den Scooter und fuhr davon, was die Polizei als Fahrerflucht wertet.
Was die Quellen zeigen
Vier voneinander unabhängige Medien – Der Standard, Kurier, Kleine Zeitung und ORF Wien – berichten übereinstimmend über den Unfallhergang und die Lebensgefahr des verletzten Kindes. Der Kurier verweist am Textende zusätzlich auf Agenturmaterial, was auf eine breitere, agenturgestützte Quellenbasis hindeutet. Laut den Berichten wurde der Zwölfjährige mit schweren Kopfverletzungen in den Schockraum eines Krankenhauses gebracht; der behandelnde Arzt schätzte seinen Zustand dort als kritisch ein. Die Identität des Kindes war für die Polizei zunächst unklar, bis Beamte sein Mobiltelefon fanden, auf dem sich kurz darauf seine Mutter meldete. Der mutmaßlich ebenfalls minderjährige Lenker kam den Angaben zufolge wenige Stunden nach der Flucht gemeinsam mit seiner Mutter zur Polizeiinspektion. Er wies laut Kurier-Bericht Abschürfungen auf und gab bei der Befragung zu, mit dem Zwölfjährigen auf dem Scooter unterwegs gewesen zu sein; aus Angst vor Konsequenzen sei er geflüchtet. Dieser letzte Ablauf – Rückkehr, Geständnis, Motiv – liegt bislang nur in einer Quelle in dieser Ausführlichkeit vor.
Was unklar bleibt
Offen ist der aktuelle Gesundheitszustand des zwölfjährigen Buben nach der Erstversorgung im Krankenhaus. Ebenso unklar ist, zu welchem Ergebnis die polizeilichen beziehungsweise staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen zur Fahrerflucht kommen und welche rechtlichen Schritte gegen den minderjährigen Lenker eingeleitet werden. Keine der vorliegenden Quellen klärt zudem, ob es sich bei dem E-Scooter um ein privates oder ein Leihgerät handelte und ob eine Doppelbesetzung nach den geltenden Nutzungsbedingungen überhaupt zulässig gewesen wäre.
Einordnung
Der Vorfall reiht sich in eine Serie ähnlicher E-Scooter-Unfälle mit minderjährigen Beteiligten in Österreich ein, wie „Neue Nachrichten“ zuletzt etwa im Zusammenhang mit einem Unfall in Kufstein berichtet hat, bei dem zwei 17-Jährige nach einer Fahrt mit stark überhöhter Geschwindigkeit schwer verletzt wurden. Auch dort hatten die Beteiligten den Scooter zunächst von der Unfallstelle entfernt. Der aktuelle Fall in Wien-Donaustadt fällt zudem in eine Phase, in der die Wiener Linien ihre Mitnahmeregeln für E-Scooter in öffentlichen Verkehrsmitteln verschärft haben – ein Hinweis darauf, dass Sicherheitsfragen rund um die Fahrzeuge in Wien derzeit verstärkt öffentlich diskutiert werden. Ein direkter Zusammenhang zwischen diesen Ereignissen besteht nicht, sie verweisen aber auf ein wiederkehrendes Themenfeld.

