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In der Causa rund um den Fund einer eingemauerten Leiche in Münchendorf im Bezirk Mödling ist der verdächtige Sohn der toten Frau von Dubai nach Österreich ausgeliefert worden. Das bestätigte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Wien; über den 57-jährigen Beschuldigten wurde Untersuchungshaft verhängt. Ermittelt wird wegen des Verdachts auf schweren Betrug und Störung der Totenruhe, ein Obduktionsergebnis zur Todesursache steht laut ORF Niederösterreich weiterhin aus.

Bei der Verstorbenen soll es sich laut ORF um eine 99-jährige, als vermisst gemeldete Frau handeln, die Ende Mai einbetoniert an einer Hauswand am Kellerabgang entdeckt wurde – dieser Kernbefund ist inzwischen nicht mehr nur über eine einzelne Agenturmeldung, sondern auch über ORFs eigene Berichterstattung belegt. Der Sohn war bereits Anfang Juli bei der Ausreise aus Dubai in Gewahrsam genommen worden. Im Raum steht laut ORF und Die Presse ein Sozialleistungsbetrug, um die Pension der Frau weiter zu beziehen; Die Presse berichtet zudem – bislang einzelquellig – von einer möglichen Liegedauer von fast zehn Jahren. Kurier und ein weiteres Medium berichten von einem Teilgeständnis des Sohnes zum Sozialleistungsbetrug, das aber von der Staatsanwaltschaft nicht bestätigt ist.

Offen bleiben das endgültige Obduktionsergebnis, die genauen Anklagepunkte, eine behördliche Bestätigung des berichteten Geständnisses sowie eine Stellungnahme des Beschuldigten oder seiner Verteidigung.

Was passiert ist

In der Causa rund um den Fund einer eingemauerten Leiche in Münchendorf im Bezirk Mödling ist der verdächtige Sohn der toten Frau von Dubai nach Österreich ausgeliefert worden. Das bestätigte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Wien laut übereinstimmenden Berichten von DER STANDARD und Kurier; ORF Niederösterreich berichtete inzwischen in einem eigenen Artikel im selben Sinn. Über den Beschuldigten, einen 57-Jährigen, wurde nach seiner Ankunft die Untersuchungshaft verhängt. Ermittelt wird wegen des Verdachts auf schweren Betrug und Störung der Totenruhe. Ein Obduktionsergebnis zur Todesursache der Frau liegt laut ORF weiterhin nicht vor, das Ermittlungsverfahren laufe.

Der Fall im Hintergrund

Bei der Verstorbenen soll es sich laut ORF Niederösterreich um eine 99-jährige Frau handeln, die als vermisst gemeldet war. Die Polizei hatte demnach die Feuerwehr am Abend des 28. Mai zu einer Tür-Notöffnung an einem mutmaßlichen Zweitwohnsitz der Frau gerufen; Spürhunde führten die Ermittler zu einer Hauswand am Kellerabgang, wo die einbetonierte Leiche gefunden wurde. Anfang Juli wurde der Sohn bei der Ausreise aus Dubai festgenommen, bevor er nun nach Österreich ausgeliefert wurde. Im Raum steht laut ORF und Die Presse ein Sozialleistungsbetrug: Die Frau könnte demnach bereits nach einem natürlichen Tod vor Jahren einbetoniert worden sein, um weiterhin ihre Pension zu beziehen – Die Presse berichtet konkret von einer möglichen Liegedauer von fast zehn Jahren, was bislang aber nur von dieser einen Quelle stammt. Kurier und ein weiteres Medium berichten zudem von einem Teilgeständnis des Sohnes, der den Sozialleistungsbetrug zumindest teilweise eingeräumt haben soll; eine Bestätigung dazu durch die Staatsanwaltschaft liegt nicht vor. Laut Kurier sah die Staatsanwaltschaft bislang keine Anzeichen für einen Mordverdacht – auch diese Einschätzung wird bislang nur von einer Quelle berichtet.

Was die Quellen zeigen

Die Auslieferung und die Verhängung der Untersuchungshaft sind durch eine Bestätigung der Staatsanwaltschaft Wien gegenüber mehreren Medien belegt und gelten als gesichert. Die Kernangaben zur Verstorbenen – Alter, Vermisstenmeldung, Fundumstände am 28. Mai – gingen ursprünglich auf eine einzelne, wortgleich verbreitete Agenturmeldung zurück, wurden inzwischen aber von ORF Niederösterreich in einem eigenen Artikel unabhängig bestätigt, was die Verlässlichkeit dieser Details erhöht. Zwei neu hinzugekommene, gewichtigere Angaben stehen dagegen bislang auf schwächerem Fundament: Ein mutmaßliches Teilgeständnis des Sohnes zum Sozialleistungsbetrug wird zwar von zwei Medien berichtet, aber nicht durch eine Behördenäußerung bestätigt; eine mögliche Liegedauer von fast zehn Jahren stammt bislang nur von Die Presse. Eine eigenständige Prüfung von Ermittlungsakten oder eine Stellungnahme des Beschuldigten oder seiner Verteidigung liegt weiterhin nicht vor.

Was unklar bleibt

Offen ist weiterhin, zu welchem Ergebnis die Obduktion kommt und welche Todesursache sie feststellt – und ob sich dabei die von Die Presse berichtete Liegedauer von fast zehn Jahren bestätigt. Auch ist unklar, ob die Staatsanwaltschaft Wien das berichtete Teilgeständnis des Sohnes bestätigt und welche genauen Anklagepunkte sie erhebt. Details zur Kooperation mit den Behörden in Dubai bei der Auslieferung sowie der familiäre Hintergrund der Verstorbenen sind nach derzeitiger Quellenlage ebenfalls nicht bekannt. Eine Stellungnahme des Beschuldigten oder seiner Verteidigung liegt weiterhin nicht vor.