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Der Energiepreisindex (EPI) der Österreichischen Energieagentur ist im Juli 2026 gegenüber dem Vorjahr um 5,7 Prozent und gegenüber Juni um 1,1 Prozent gestiegen. Hinter dieser Gesamtzahl steckt aber ein uneinheitliches Bild: Strom wurde im Jahresabstand um 10,4 Prozent billiger, Gas dagegen um 4,6 Prozent teurer. Deutlich stärker zogen Heizstoffe an – Holzpellets kosteten um 31,3 Prozent, Heizöl um 26,9 Prozent mehr als vor einem Jahr, dazu kamen Anstiege bei Brennholz und Fernwärme. Auch an der Zapfsäule wurde es teurer: Diesel legte um 19,3 Prozent, Superbenzin um 15,1 Prozent zu, beide auch gegenüber Juni nochmals spürbar. Welche geopolitischen und wetterbedingten Faktoren die Energieagentur dafür konkret verantwortlich macht, bleibt in den vorliegenden Berichten unklar.

Wie im bisherigen Bericht zur Juli-Inflation dargestellt, war offen, ob sich die Verteuerung bei Treibstoffen und Heizöl fortsetzt – die neuen Daten bestätigen das für Juli. Weiterhin offen ist dagegen, ob wie vom WIFO erwartet ab Herbst auch Gas- und Stromverträge teurer werden: Die Juli-Zahlen zeigen bei Strom bislang einen deutlichen Rückgang im Jahresabstand, bei Gas nur eine moderate Verteuerung mit leichtem Rückgang zum Vormonat. Auch das Verhältnis zwischen diesem Energiepreisindex und der Energiekomponente des Verbraucherpreisindex der Statistik Austria, die für Juli denselben Prozentwert auswies, ist aus den vorliegenden Quellen nicht abschließend zu klären.

Nicht alle Energieträger ziehen gleich mit

Der Energiepreisindex (EPI) der Österreichischen Energieagentur ist im Juli 2026 im Jahresabstand um 5,7 Prozent und gegenüber Juni um 1,1 Prozent gestiegen – nach einer kurzen Verschnaufpause im Vormonat. Hinter dieser Gesamtzahl verbirgt sich allerdings ein sehr uneinheitliches Bild: Strom wurde im Jahresvergleich um 10,4 Prozent billiger, während Gas um 4,6 Prozent teurer wurde. Im Monatsabstand gaben beide leitungsgebundenen Energieträger nach.

Deutlich anders sieht es bei Heizstoffen und Treibstoffen aus. Holzpellets verteuerten sich um 31,3 Prozent gegenüber Juli 2025, Heizöl um 26,9 Prozent. Auch Brennholz (+5,2 Prozent) und Fernwärme (+2,1 Prozent) legten zu. An der Tankstelle kostete Diesel um 19,3 Prozent und Superbenzin um 15,1 Prozent mehr als vor einem Jahr, beide zogen auch gegenüber Juni nochmals um rund drei Prozent an.

Welche geopolitischen Unsicherheiten und wetterbedingten Einschränkungen die Energieagentur dabei konkret als Treiber sieht, benennen die vorliegenden Berichte nicht näher – diese Einordnung bleibt vage und lässt sich derzeit nicht überprüfen.

Was das für die bisherige Berichterstattung bedeutet

Wie im bisherigen Bericht zur Juli-Inflation dargestellt, war eine der offenen Fragen, ob sich der Anstieg der Energiepreise durch teurere Treibstoffe und Heizöl in den kommenden Monaten fortsetzt. Die nun vorliegende Aufschlüsselung des Energiepreisindex beantwortet das für den Berichtsmonat Juli mit Ja: Sowohl bei den Treibstoffen als auch bei Heizöl und Pellets setzte sich die Verteuerung fort, teils deutlich beschleunigt.

Offen bleibt dagegen die im bisherigen Bericht zitierte WIFO-Erwartung, wonach ab Herbst auch Gas- und Strompreise durch neue Verträge steigen dürften. Die Juli-Zahlen zeigen für Strom vorerst das Gegenteil – einen deutlichen Rückgang im Jahresabstand –, während Gas nur moderat teurer wurde und im Monatsvergleich sogar leicht nachgab. Ob und wie stark sich das im Herbst mit neuen Vertragskonditionen ändert, lässt sich aus den Juli-Daten nicht ablesen. Ebenfalls ungeklärt bleibt, ob die vom Energiepreisindex ausgewiesene Teuerungsrate von 5,7 Prozent mit der im Verbraucherpreisindex der Statistik Austria ausgewiesenen Energiekomponente – die für Juli denselben Wert nannte – methodisch tatsächlich vergleichbar ist oder ob beide Kennzahlen unabhängig voneinander auf diesen Wert kommen.