Die Kärntner FPÖ hat ihren Jugend-Obmann Viktor Erdesz ausgeschlossen. Das teilte die Partei am Donnerstagabend, dem 23. Juli 2026, in einer Aussendung mit, aus der ORF Kärnten zitiert: Ein persönliches Gespräch mit Erdesz habe bereits am 17. Juli stattgefunden, dabei sei der Ausschluss ausgesprochen worden, „da die Vertrauensbasis nicht mehr gegeben war“. Am 23. Juli bestätigte der Landesparteivorstand diesen Schritt laut Partei einstimmig. Der Standard und der Kurier berichten inhaltlich übereinstimmend.
Auslöser waren rund zwei Wochen zuvor bekannt gewordene Rechtsextremismus-Vorwürfe: Erdesz soll vor etwa sechs Jahren mit einem Wehrmacht-Foto zu einer Veranstaltung eingeladen haben. Landesparteiobmann Erwin Angerer hatte erklärt, dies sei der Landespartei nicht bekannt gewesen, man werde die Causa prüfen. Wegen seines Kurses sollen zudem Mitglieder der Parteijugend ausgetreten sein.
Während der Ausschluss selbst durch die Partei-Aussendung und übereinstimmende Medienberichte als gesichert gelten kann, bleiben zentrale Details unklar: der genaue Kontext des Fotos, die Zahl der Ausgetretenen und vor allem die Sicht von Erdesz selbst, die in keiner der vorliegenden Quellen vorkommt.
Was passiert ist
Die Kärntner FPÖ hat Viktor Erdesz, den Obmann ihrer Parteijugend, ausgeschlossen. Das teilte die Partei am Donnerstagabend, dem 23. Juli 2026, in einer Aussendung mit. Wie ORF Kärnten aus dieser Mitteilung zitiert, war der Ausschluss bereits am 17. Juli in einem persönlichen Gespräch mit Erdesz ausgesprochen worden, „da die Vertrauensbasis nicht mehr gegeben war“. Am 23. Juli bestätigte der Landesparteivorstand diesen Schritt „entsprechend den Parteistatuten“ einstimmig. Der Standard und der Kurier berichten inhaltlich übereinstimmend über denselben Vorgang.
Vorgeschichte der Vorwürfe
Auslöser waren Rechtsextremismus-Vorwürfe, die rund zwei Wochen vor dem Ausschluss publik geworden waren. Ihnen zufolge soll Erdesz vor etwa sechs Jahren mit einem Wehrmacht-Foto zu einer Veranstaltung eingeladen haben. Landesparteiobmann Erwin Angerer erklärte damals laut ORF-Fulltext, dies sei der Kärntner Landespartei nicht bekannt gewesen; man werde die Causa prüfen und mit Erdesz persönlich sprechen. Wegen des von Erdesz vertretenen Kurses sollen zudem Mitglieder der Parteijugend aus der FPÖ ausgetreten sein – wie viele und wer genau, geht aus den vorliegenden Quellen nicht hervor.
Was die Quellen zeigen
Der Ausschluss selbst gilt als gut belegt: Er stammt aus einer eigenen Aussendung der Partei und wird von drei redaktionell unabhängigen Medien – ORF, Der Standard und Kurier – inhaltlich deckungsgleich wiedergegeben. Details darüber hinaus, insbesondere zur genauen Herkunft und Einordnung des Wehrmacht-Fotos sowie zur Zahl der ausgetretenen Parteijugend-Mitglieder, bleiben in allen gesichteten Berichten vage und mit „soll“ formuliert. Eine eigene Stellungnahme von Viktor Erdesz zu den Vorwürfen oder zu seinem Ausschluss findet sich in keiner der Quellen.
Was unklar bleibt
Offen bleibt, wie Erdesz selbst die Vorwürfe und seinen Ausschluss bewertet – seine Sichtweise fehlt in der gesamten bisherigen Berichterstattung. Ebenso unklar ist der genaue Kontext des Wehrmacht-Fotos, also zu welcher Veranstaltung damit eingeladen worden sein soll und wer die ursprünglichen Vorwürfe vor zwei Wochen öffentlich machte. Auch Zahl und Identität der ausgetretenen Parteijugend-Mitglieder sind nicht bekannt, ebenso wenig der vollständige Wortlaut des Ausschlussbeschlusses.
Einordnung
Der Fall reiht sich in eine Serie parteiinterner Auseinandersetzungen der FPÖ Kärnten um den Umgang mit rechtsextremen Bezügen ein, bleibt aber in den vorliegenden Quellen ein in sich abgeschlossener Einzelvorgang. Da bislang ausschließlich die Darstellung der Partei über ihre eigene Aussendung vorliegt und eine Reaktion von Erdesz fehlt, lässt sich derzeit nicht beurteilen, ob und wie er den Ausschluss bestreitet oder akzeptiert.

