Die österreichische Schauspielerin, Regisseurin und frühere Schauspielprofessorin Erni Mangold ist im Alter von 99 Jahren gestorben. Laut einer vom ORF wiedergegebenen Angabe ihres Agenten Klaus Kelterborn sei sie in der Nacht auf Samstag in einem Wiener Altersheim eingeschlafen. Der ORF reagierte mit Programmänderungen: Auf ORF 2, ORF III, Ö1 und ORF ON wurden Sondersendungen, Porträts und Nachrufe zu ihrem Gedenken angesetzt.
Mangolds Karriere gilt als außergewöhnlich lang und vielseitig: Ab 1946 stand sie über sieben Jahrzehnte auf der Bühne und war in mehr als 130 Film- und Fernsehproduktionen zu sehen, darunter „Tatort“ und „Kommissar Rex“. Geboren 1927 in Großweikersdorf, debütierte sie am Theater in der Josefstadt und wurde später auch als Schauspielprofessorin zur Institution. Erst 2017 verabschiedete sie sich von der Bühne. In ihrer 2011 erschienenen Autobiografie „Lassen Sie mich in Ruhe“ thematisierte sie offen sexuelle Belästigungen in ihrer frühen Karriere.
DER STANDARD und der KURIER würdigen sie in eigenen Nachrufen übereinstimmend als unbeugsame Persönlichkeit des österreichischen Kulturbetriebs. Offen bleiben die genauen Todesumstände jenseits der Agentenangabe sowie Stellungnahmen von Institutionen und Weggefährten.
Was passiert ist
Die österreichische Schauspielerin, Regisseurin und frühere Schauspielprofessorin Erni Mangold ist im Alter von 99 Jahren gestorben. Laut einer Angabe ihres Agenten Klaus Kelterborn, die der ORF berichtet, sei sie in der Nacht auf Samstag in einem Wiener Altersheim eingeschlafen. Der ORF reagierte mit Programmänderungen: Auf ORF 2, ORF III, Ö1 und ORF ON wurden laut eigener Presseaussendung Sondersendungen, Porträts und Nachrufe angesetzt, um der „Schauspiellegende“ zu gedenken.
Werdegang und Karriere
Mangolds Laufbahn gilt laut ORF-Nachruf in Dauer und Spannweite als außergewöhnlich: Sie stand ab 1946 über sieben Jahrzehnte auf der Bühne und war in mehr als 130 Film- und Fernsehproduktionen zu sehen, darunter Klassiker wie „Tatort“ und „Kommissar Rex“. Geboren wurde sie 1927 als Ernestine Goldmann im niederösterreichischen Großweikersdorf. Nach einer Schauspielausbildung an der Wiener Schauspielschule Krauss debütierte sie als 19-Jährige am Theater in der Josefstadt. Auch als Schauspielprofessorin wurde sie zur Institution; erst 2017 verabschiedete sie sich von der Bühne, blieb danach aber öffentlich präsent. 2011 veröffentlichte sie ihre Autobiografie „Lassen Sie mich in Ruhe“, in der sie unter anderem sexuelle Belästigungen durch Kollegen in ihrer frühen Karriere offen thematisierte.
Was die Quellen zeigen
Neben dem ausführlichen ORF-Nachruf würdigen auch DER STANDARD und der KURIER Mangold in eigenen Nachrufen als unbeugsame, eigenwillige Persönlichkeit des österreichischen Kulturbetriebs. Die drei Medien zeichnen unabhängig voneinander ein übereinstimmendes Bild von Karriere und Lebensleistung. Die ORF-Presseaussendung zu den Programmänderungen belegt zusätzlich, dass der Sender selbst kurzfristig auf den Todesfall reagierte.
Was unklar bleibt
Zu den genauen Todesumständen liegt bislang im Wesentlichen eine einzelne, breit zitierte Angabe des Agenten vor, die nicht durch eine zweite, eigenständige Quelle mit denselben Details bestätigt ist. Offizielle Stellungnahmen von Institutionen, an denen Mangold spielte oder unterrichtete, etwa dem Theater in der Josefstadt oder Ausbildungsstätten, liegen in den vorliegenden Quellen noch nicht vor. Auch Reaktionen von langjährigen Weggefährtinnen und Weggefährten aus Theater und Film sind bislang nicht dokumentiert.


