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Die Erste Bank Open in der Wiener Stadthalle finden von 24. Oktober bis 1. November 2026 statt. Laut Veranstalter Herwig Straka kommen mit Jannik Sinner (Nummer eins der Welt) und Alexander Zverev (Nummer zwei) erstmals seit den 1990er-Jahren wieder die Top zwei der Tennis-Weltrangliste gemeinsam nach Wien. Insgesamt haben sich zehn Top-20-Spieler angekündigt, darunter Daniil Medwedew, Frances Tiafoe und Lorenzo Musetti; für heimische Spieler sind wohl zwei Wildcards reserviert.

Ende September musste Sinner sein Comeback erneut verschieben: Wegen Knieproblemen tritt er auch beim ATP-500-Turnier in Peking nicht an. „Meinem Knie geht es nicht so gut, wie ich es gerne hätte“, erklärte er in einem Social-Media-Video. Sein letztes offizielles Match liegt rund zweieinhalb Monate zurück – der Wimbledon-Finalsieg im Juli. Der Ausfall erhöht laut Berichten die Chancen von Zverev, bis zum Saisonende erstmals Weltranglistenerster zu werden: Aktuell trennen beide 1810 Punkte, und Sinner verliert als Peking-Titelverteidiger 500 Zähler. Ob Sinner rechtzeitig für Wien fit wird, ist offen; Medien spekulieren über ein Comeback dort statt in Peking, bestätigt ist das nicht. Parallel dazu gewann bei den Frauen Jelena Rybakina das US-Open-Finale gegen Aryna Sabalenka und übernahm nach 99 Wochen die WTA-Spitze.

Offen bleibt außerdem, wie genau sich die letzte gemeinsame Teilnahme der Nummern eins und zwei in Wien datieren lässt – Quellen nennen sowohl 1993 als auch 1998 –, sowie der weitere Baufortschritt der neuen Wien-Holding-Arena, ohne die ein Aufstieg in die Masters-1000-Kategorie laut Sportstadtrat Hacker nicht möglich ist.

Was passiert ist

Die Erste Bank Open in der Wiener Stadthalle finden heuer von 24. Oktober bis 1. November 2026 statt – und laut Veranstalter Herwig Straka kommen dafür die Nummern eins und zwei der Tennis-Weltrangliste gemeinsam nach Wien: Jannik Sinner und Alexander Zverev. Straka verkündete das Teilnehmerfeld am Montag bei einer Pressekonferenz mit Turnier-Sponsor Erste Bank; Sinner habe demnach erst in der Vorwoche unterschrieben. Mehrere Medien, die unabhängig voneinander über die Pressekonferenz berichteten – darunter tennisnet.com, laola1.at und heute.at – bestätigen die Zusagen von Sinner und Zverev für 2026.

Update: Sinner sagt für Peking ab, Fokus auf Wien

Ende September musste Sinner sein Comeback erneut verschieben: Der Weltranglistenerste tritt auch beim ATP-500-Turnier in Peking, das er 2023 und 2025 gewonnen hatte, wegen Knieproblemen nicht an. „Meinem Knie geht es nicht so gut, wie ich es gerne hätte, und ich bin noch nicht bereit für Wettkämpfe“, sagte Sinner in einem auf seinen Social-Media-Kanälen geposteten Video, zitiert von APA/dpa. Sein letztes offizielles Match hatte der Südtiroler vor rund zweieinhalb Monaten bestritten – das gewonnene Wimbledon-Finale im Juli. Seither fällt der fünfmalige Grand-Slam-Sieger wegen der Knieverletzung aus.

Der Ausfall erhöht laut mehreren Berichten die Chancen von Alexander Zverev, bis zum Saisonende erstmals die Weltranglistenspitze zu übernehmen. Aktuell trennen die beiden noch 1810 Punkte. Da Sinner als Peking-Titelverteidiger 500 Zähler verliert und Zverev als Vorjahres-Viertelfinalist deutlich weniger zu verteidigen hat, könnte sich der Abstand mit einem guten Abschneiden Zverevs in Peking weiter verkürzen. Ob und wann Zverev tatsächlich die Führung übernimmt, ist damit aber nicht entschieden – es hängt vom weiteren Turnierverlauf beider Spieler ab.

Für die Erste Bank Open in Wien Anfang November hält Sinner laut Medienberichten weiter an seiner Teilnahme fest; er will den Titel dort nach eigenem Bekunden verteidigen. In italienischen und internationalen Medien wird zugleich spekuliert, dass er statt in Peking erst in Wien sein Comeback feiern könnte. Eine offizielle Bestätigung dazu – etwa durch den Veranstalter oder eine ATP-Mitteilung – liegt bislang nicht vor, ebenso wenig eine medizinische Einschätzung, wann genau Sinner wieder wettkampffähig ist.

Das Teilnehmerfeld

Laut Veranstalterangaben sind insgesamt zehn Spieler aus den Top 20 der Weltrangliste angekündigt: neben Sinner (Nummer 1) und Zverev (2) auch Daniil Medwedew (3), Flavio Cobolli (4), Frances Tiafoe (5), Learner Tien (6), Jakub Mensik (7), Brandon Nakashima (8), Tommy Paul (9) und Lorenzo Musetti (10). Für österreichische Spieler dürften laut Kurier-Bericht zwei Wildcards reserviert werden – eine endgültige Bestätigung dazu liegt nicht vor.

Zverevs Grand-Slam-Coup und das Duell um Platz eins

Zverev reiste nach Wien, nachdem er nur wenige Stunden vor der ursprünglichen Ankündigung die US Open gewonnen und sich damit seinen zweiten Grand-Slam-Titel gesichert hatte – so schilderte es Straka bei der Pressekonferenz laut Kurier. Der Veranstalter kommentierte den frischen Titel mit Blick auf die Startgage: „Er ist durch die Boni schon ein wenig teurer geworden. Aber das zahlen wir gerne.“ Straka brachte dabei auch ein direktes Duell um die Weltranglisten-Spitze zwischen Sinner und Zverev in der Stadthalle ins Spiel – ein Szenario, das durch Sinners Knieprobleme und die gestiegenen Chancen Zverevs auf Platz eins zusätzliches Gewicht bekommt, sofern Sinner rechtzeitig fit wird. Wie lange die letzte gemeinsame Teilnahme der Nummern eins und zwei in Wien zurückliegt, wird unterschiedlich beziffert: Der Kurier nennt 1993 mit Pete Sampras und Pat Rafter, andere Medienberichte sprechen von 1998 – welche Angabe zutrifft, ist damit nicht geklärt.

Parallel in New York: Rybakina entthront Sabalenka

Während in Wien das Teilnehmerfeld feststand, ging in New York das US-Open-Turnier der Frauen zu Ende: Jelena Rybakina gewann das Finale gegen die bisherige Weltranglisten-Erste Aryna Sabalenka und verhinderte damit deren dritten US-Open-Titel in Folge. Die Kasachin löst Sabalenka nach 99 Wochen an der WTA-Spitze ab. Über den Ausgang berichteten mehrere voneinander unabhängige Medien – darunter der Standard, Kurier, Kleine Zeitung und Die Presse – übereinstimmend.

Stadthalle, Marx-Halle und die verzögerte neue Arena

Schon 2025 kamen laut Veranstalterangaben mehr als 80.000 Zuschauer zu den Erste Bank Open, auch dank des zweiten Spielorts Marx-Halle, der weiter ausgebaut werden soll. Wiens Sportstadtrat Peter Hacker äußerte sich bei der Pressekonferenz zugleich kritisch zum Baufortschritt der geplanten Wien-Holding-Arena in St. Marx: Der Bau lasse weiter auf sich warten, eine Baugrube sei nicht zu sehen, sagte Hacker laut Kurier. Ohne eine größere Halle könne Wien nicht von der aktuellen ATP-500-Kategorie in die Masters-1000-Serie aufsteigen; auch andere Sportarten und große Konzerte fänden wegen der begrenzten Kapazität der 68 Jahre alten Stadthalle nicht mehr in Wien statt.

Was unklar bleibt

Offen ist vor allem, ob Sinner rechtzeitig zu den Erste Bank Open in Wien wieder spielfähig ist – Medienberichte deuten auf ein mögliches Comeback in Wien statt in Peking hin, eine offizielle Bestätigung fehlt aber. Ebenso offen ist, ob die für Österreicher vorgesehenen zwei Wildcard-Plätze tatsächlich in dieser Zahl vergeben werden und an wen. Die genaue Jahreszahl der letzten gemeinsamen Teilnahme der Nummern eins und zwei in Wien ist zwischen den Quellen weiterhin strittig. Zum Baufortschritt der neuen Arena in St. Marx liegt bislang nur die informelle Einschätzung des Sportstadtrats vor, keine unabhängige Stellungnahme des Bauträgers. Und ob es in der Stadthalle tatsächlich zum von Straka angedeuteten direkten Duell um Platz eins zwischen Sinner und Zverev kommt, hängt sowohl vom Turnierverlauf im Oktober und November als auch von Sinners Fitness ab.