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Eine Studie der Denkfabrik Agora Digitale Transformation hat 147 Mitglieder nationaler Parlamente aus EU-Staaten auf Webseiten identifiziert, die ohne Zustimmung der Betroffenen sexualisierte KI-Bilder erstellen. 138 der 147 identifizierten Personen sind Frauen. Unter den Betroffenen ist auch die österreichische Grünen-Europaabgeordnete Lena Schilling. Die Grünen im EU-Parlament machten die Ergebnisse Ende September 2026 öffentlich.

Fraktionschefin Terry Reintke bezeichnete die Ergebnisse als Alarmzeichen für die Notwendigkeit wirksamer Schutzmaßnahmen gegen digitale Gewalt und forderte, Tech-Unternehmen müssten entsprechende Inhalte schneller entfernen. Schilling selbst äußerte sich öffentlich zu ihrer Betroffenheit und forderte politischen Schutz. Ab 2. Dezember 2026 tritt in der EU ein Verbot von KI-Anwendungen in Kraft, die solche nicht einvernehmlichen sexualisierten Bilder ermöglichen.

Offen bleiben Details zur Methodik der Studie, zur konkreten Durchsetzung des Verbots durch die EU sowie Reaktionen betroffener Plattformen und anderer politischer Kräfte.

Was passiert ist

Eine Studie der Denkfabrik Agora Digitale Transformation hat 147 Mitglieder nationaler Parlamente aus EU-Staaten auf Webseiten identifiziert, die sogenannte „Nudify“-Anwendungen nutzen, um ohne Zustimmung der Betroffenen sexualisierte KI-Bilder zu erstellen. 138 der 147 identifizierten Personen sind Frauen. Unter den Betroffenen ist auch die österreichische Grünen-Europaabgeordnete Lena Schilling. Die Grünen im EU-Parlament machten die Ergebnisse am 28. September 2026 öffentlich und forderten eine konsequente Durchsetzung des bald geltenden EU-Verbots solcher Anwendungen.

Reaktionen der Grünen

Die Leiterin der Grünen-Fraktion im EU-Parlament, Terry Reintke, zeigte sich laut ORF-Bericht erschüttert und bezeichnete die Ergebnisse als „weiteres Alarmzeichen, dass wir dringend wirksame Schutzmaßnahmen vor digitaler Gewalt brauchen“. Digitale Gewalt dürfe kein Geschäftsmodell sein; Tech-Unternehmen müssten entsprechende Inhalte deutlich schneller von ihren Plattformen entfernen. Lena Schilling selbst wandte sich mit deutlichen Worten an die Öffentlichkeit: KI verstärke Gewalt gegen Frauen, und es brauche politische Entscheidungen, die Betroffene schützen. Diese Einschätzungen sind als Positionen der Grünen-Fraktion zu verstehen; Stellungnahmen anderer Fraktionen oder der betroffenen Plattformen liegen in den vorliegenden Quellen nicht vor.

Das geplante EU-Verbot

Ab 2. Dezember 2026 tritt in der EU ein Verbot von KI-Anwendungen in Kraft, mit denen sexualisierte Bilder von Menschen ohne deren Zustimmung erstellt werden können. Die Regelung ergänzt frühere EU-Vorgaben zu Künstlicher Intelligenz und richtet sich nicht nur an Nutzerinnen und Nutzer, sondern auch an Anbieter entsprechender Werkzeuge. Die Grünen sehen in der aktuellen Studie einen zusätzlichen Beleg dafür, dass diese Regeln nach Inkrafttreten auch tatsächlich durchgesetzt werden müssen.

Was unklar bleibt

Offen ist, wie die zugrunde liegende Studie im Detail methodisch vorging, welche konkreten Webseiten untersucht wurden und wie umfangreich die Datenbasis war – eine einzelne Medienquelle nennt eine Untersuchung von rund 5.900 Abgeordneten aus allen 27 EU-Staaten im Juli 2026, das ließ sich aber nicht durch weitere Quellen bestätigen. Ebenfalls unklar bleibt, wie die EU das Verbot ab Dezember konkret durchsetzen will, wie betroffene Plattformen und Tech-Unternehmen auf die Forderungen der Grünen reagieren, und ob sich andere Fraktionen im EU-Parlament oder österreichische Parteien zu den Ergebnissen äußern.