Nextcloud hat mit dem Release seines Sammelupdates Hub 26 Summer eine eigenständige Desktop-Anwendung für die quelloffene Office-Suite Euro-Office angekündigt. Bislang lief Euro-Office nur im Browser; künftig sollen Nutzerinnen und Nutzer Textdokumente, Tabellen und Präsentationen auch lokal auf Windows, Linux oder macOS bearbeiten können, auch offline, mit optionaler Synchronisation über eine Nextcloud-Instanz. Unterstützt werden sowohl Microsoft-Formate wie DOCX, XLSX und PPTX als auch OpenDocument-Formate.
Euro-Office ist ein im Frühjahr 2026 gestarteter Fork von OnlyOffice, entwickelt von Nextcloud gemeinsam mit Ionos und weiteren Partnern, der im Juni 2026 erstmals erschien und seither parallel zur etablierten Suite Collabora Online angeboten wird. Nextcloud positioniert das Projekt als europäische Alternative zu Microsoft Office mit Fokus auf Kontrolle über Hosting und Daten.
Ein konkretes Download-Datum für den Desktop-Client nennt Nextcloud bislang nicht, nur den Zeitraum „in den kommenden Wochen“. Offen bleiben zudem Marktakzeptanz und Nutzerzahlen von Euro-Office sowie mögliche Reaktionen von Konkurrenten wie Microsoft oder Collabora.
Was passiert ist
Nextcloud hat zum Release seines Sammelupdates Hub 26 Summer eine eigenständige Desktop-Anwendung für die quelloffene Office-Suite Euro-Office angekündigt. Bislang lief Euro-Office ausschließlich im Browser als Teil der Nextcloud-Kollaborationsplattform. Künftig sollen Nutzerinnen und Nutzer Textdokumente, Tabellen und Präsentationen auch in einem lokalen Programm bearbeiten können, das weiterhin mit einer Nextcloud-Instanz verbunden bleibt. Hub 26 Summer selbst steht bereits zur Verfügung, der Download der angekündigten Euro-Office-Desktop-Programme soll laut Nextcloud aber erst in den kommenden Wochen folgen.
Was die Quellen zeigen
Der Desktop-Client soll auf Windows, Linux und macOS laufen und auch ohne Internetverbindung nutzbar sein. Ist eine Cloud-Anbindung vorhanden, ermöglicht sie Synchronisation und gemeinsame Bearbeitung von Dateien. Nextcloud positioniert Euro-Office als Alternative zu Microsoft Office und betont dabei die Kontrolle über Hosting und Software als Vorteil gegenüber US-Anbietern. Die Suite ist mit den Office-Open-XML-Formaten DOCX, XLSX und PPTX kompatibel und unterstützt zudem die OpenDocument-Formate ODT, ODS und ODP. Euro-Office selbst ist kein komplett neues Projekt: Es handelt sich um einen im Frühjahr 2026 gestarteten Fork von OnlyOffice, entwickelt von Nextcloud gemeinsam mit Ionos und weiteren Partnern, der im Juni 2026 erstmals erschien. In Nextcloud existiert Euro-Office parallel zur bereits länger etablierten Suite Collabora Online, die weiterhin als zweite Office-Option erhalten bleibt. Neben der Office-Anwendung baut Nextcloud in Hub 26 Summer auch die Arbeitsbereiche für Projektgruppen aus: Die neue Funktion Nextcloud Teams stellt Teams einen gemeinsamen Bereich mit Dateien, Aufgaben und Wissensressourcen bereit, und bei Nextcloud Tables kommen relationale Spalten sowie ein Import für Tabellenstrukturen hinzu.
Was unklar bleibt
Ein konkretes Datum für die Veröffentlichung des Desktop-Clients nennt Nextcloud bislang nicht — lediglich den vagen Zeitraum „in den kommenden Wochen“. Offen ist damit auch, ob dieser Zeitplan eingehalten wird. Ebenfalls unklar ist, wie sich Euro-Office seit seinem Start im Juni 2026 am Markt geschlagen hat und wie sich die neue Desktop-Version gegenüber etablierten Alternativen wie Microsoft Office, LibreOffice oder der parallel angebotenen Collabora-Online-Suite behaupten kann. Eigenständige Stellungnahmen von Mitentwickler Ionos zur Desktop-Strategie liegen nicht vor, ebenso wenig Reaktionen von Konkurrenten.
Einordnung
Die Ankündigung fällt in eine Zeit, in der in der EU verstärkt über digitale Souveränität und Alternativen zu US-amerikanischer Software diskutiert wird. Euro-Office wird von seinen Entwicklern explizit als europäisches Gegenstück zu Microsoft Office positioniert, mit Betonung auf Kontrolle über Hosting und Daten. Ob dieser Anspruch über die technische Ankündigung hinaus auch zu einer breiteren Nutzung in Unternehmen oder Behörden führt, lässt sich anhand der bisherigen Berichterstattung nicht beurteilen — dazu fehlen unabhängige Marktzahlen und Einschätzungen.


