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Vor der Atlantikküste Guyanas ist die Fähre „MV Barima“ in der Nacht auf Sonntag auf dem Weg von Georgetown nach Port Kaituma gekentert und gesunken. Nach aktuellem Stand wurden mindestens 41 Menschen tot geborgen, mehr als 75 gerettet; die Suche mit Booten, Flugzeugen und Tauchern dauert laut ORF und Kurier an. Die zunächst gemeldete Zahl von 133 Menschen an Bord wurde auf rund 180 nach oben korrigiert, weil die Passagierliste offenbar nicht der tatsächlichen Anzahl entsprach.

Der gerettete Kapitän wurde positiv auf Cannabis getestet, laut einem Bericht auch mindestens ein weiteres Besatzungsmitglied. Als mögliche Ursache nannte ein Regierungsvertreter eine große Welle, unabhängig bestätigt ist das nicht. Präsident Irfaan Ali kündigte eine umfassende, unabhängige Untersuchung an. Überlebende schilderten demnach eindringendes Wasser und stundenlanges Schwimmen im Meer, während Angehörige zu den Vermissten zählen – diese Zeugnisse stammen jeweils aus einer Quelle.

Nicht abschließend verifiziert sind die endgültige Opferzahl, die genaue Unfallursache und der technische Zustand des offenbar rund 87 Jahre alten Schiffs. Eine offizielle Stellungnahme der Behörden oder der Reederei wurde nicht eingesehen, weshalb weiterhin Zurückhaltung bei allen Zahlen- und Ursachenangaben angebracht ist.

Was passiert ist

Vor der Atlantikküste Guyanas ist in der Nacht auf Sonntag die Fähre „MV Barima“ auf dem Weg von der Hauptstadt Georgetown zur abgelegenen Gemeinde Port Kaituma in der ölreichen Region Essequizo gekentert und gesunken. Das berichten Kurier und ORF übereinstimmend, ORF mittlerweile in mehreren aktualisierten Meldungen. Nach Behördenangaben wurden inzwischen mindestens 41 Menschen tot geborgen, mehr als 75 Menschen konnten gerettet werden. Die Suche nach weiteren Vermissten mit Booten, Flugzeugen und Tauchern dauert laut vorliegenden Quellen an.

Zahl der Menschen an Bord nach oben korrigiert

Ursprünglich war von 133 Menschen an Bord die Rede – 116 Passagiere und 17 Besatzungsmitglieder, so die ersten Meldungen. Weil die Passagierliste dem Bericht zufolge nicht der tatsächlichen Anzahl an Bord entsprach, revidierten die Behörden diese Zahl später auf rund 180 Menschen. Diese Diskrepanz erklärt auch, warum frühere Angaben zu Geretteten und Vermissten von den aktuelleren Zahlen abweichen. Eine abschließend bestätigte Gesamtzahl liegt nach vorliegenden Quellen weiterhin nicht vor.

Was die Quellen zeigen

Das Schiff soll laut Berichten in der Nacht einen Notruf abgesetzt haben. Ein Überlebender schilderte demnach ein lautes Geräusch und eindringendes Wasser, bevor sich die Fähre neigte und zu sinken begann; ein anderer Überlebender berichtete von stundenlangem Schwimmen im offenen Meer, während Angehörige weiterhin zu den Vermissten zählen – diese Zeugnisse stammen jeweils aus einer Quelle und wurden nicht unabhängig geprüft. Das Wrack wurde den Berichten zufolge rund 15 Kilometer vor der Küste am Meeresboden gefunden. Als mögliche Unglücksursache nannte Infrastrukturminister Juan Edghill eine große Welle; eine unabhängige technische Bestätigung dazu ist laut vorliegenden Quellen nicht bekannt. Der gerettete Kapitän wurde positiv auf Cannabis getestet, laut einem Bericht auch mindestens ein weiteres Besatzungsmitglied. Präsident Irfaan Ali kündigte in einer Fernsehansprache eine „umfassende, gründliche und unabhängige Untersuchung“ der Katastrophe an. Das Schiff war laut einem Bericht bereits seit 1939 und damit rund 87 Jahre im Einsatz.

Was unklar bleibt

Nicht abschließend verifiziert ist weiterhin die endgültige Zahl der Todesopfer, Vermissten und Geretteten – die Angaben haben sich innerhalb weniger Tage bereits mehrfach deutlich verändert und können sich durch die andauernden Such- und Bergungsarbeiten weiter ändern. Offen ist zudem, wie sich die Diskrepanz zwischen den ursprünglich gemeldeten 133 und den später genannten rund 180 Menschen an Bord im Detail erklärt. Auch die genaue Unfallursache ist nicht geklärt: Ob tatsächlich eine große Welle ausschlaggebend war oder technischer Zustand, Wartung, Alter oder Überladung des Schiffs eine Rolle spielten, lässt sich aus den vorliegenden Quellen nicht beurteilen. Unklar bleibt außerdem, welche Konsequenzen die angekündigte Untersuchung für Kapitän und Besatzung haben wird und ob sich Reederei oder Behörden zu Sicherheitsstandards und Wartungszustand des Schiffs äußern.

Einordnung

Die Faktenlage stützt sich mittlerweile auf mehrere unabhängige Medienberichte, die den Kernvorfall und die Aufwärtskorrektur der Opferzahlen übereinstimmend wiedergeben. Details wie Unfallursache, Schiffsalter und einzelne Zeugenaussagen stammen jedoch weiterhin nur aus einzelnen Quellen. Eine offizielle Stellungnahme der guyanaischen Regierung oder der Reederei wurde nicht direkt eingesehen; sämtliche Zitate von Regierungsvertretern sind durch Medien wiedergegeben. Angesichts der andauernden Rettungs- und Bergungsarbeiten, der weiterhin schwankenden Zahlen und der Betroffenheit zahlreicher Angehöriger ist bei allen Angaben weiterhin Zurückhaltung geboten.