Vor der Küste Nordzyperns ist am Sonntag eine Fähre mit 267 Menschen an Bord gekentert und später vollständig gesunken. Nach übereinstimmenden Berichten von ORF und Die Presse kamen dabei mindestens sieben Menschen ums Leben. Das Schiff war kurz zuvor aus dem Hafen Kyrenia ausgelaufen; an Bord befanden sich laut nordzyprischem Verkehrsminister 259 Passagiere und 8 Besatzungsmitglieder. 237 Menschen wurden gerettet, nach 23 weiteren wurde noch gesucht.
Ein Notruf war rund vier Seemeilen vor der Küste abgesetzt worden, nachdem Wasser in das Schiff eingedrungen war. An der Rettung waren mehrere türkische Militärschiffe, Hubschrauber und Privatboote beteiligt. Zum genauen Fahrtziel gibt es widersprüchliche Angaben: Die Rede ist wahlweise vom türkischen Hafen Tasucu oder von Mersin. Auch die Unglücksursache ist bislang ungeklärt.
Ein geretteter Passagier berichtete im türkischen Fernsehen von einer Explosion im Bugbereich und warf dem Kapitän vor, ohne Koordination der Rettung als Erster von Bord gegangen zu sein. Diese Angaben stammen von einer einzelnen Person und sind unabhängig nicht bestätigt. Zu Ermittlungen oder Reaktionen der Republik Zypern liegen noch keine Informationen vor.
Was passiert ist
Vor der Küste Nordzyperns ist am Sonntag eine Fähre mit 267 Menschen an Bord gekentert und später vollständig gesunken. Nach übereinstimmenden Berichten von ORF und Die Presse kamen dabei mindestens sieben Menschen ums Leben. Das Schiff war kurz zuvor aus dem Hafen Kyrenia ausgelaufen. Der nordzyprische Regierungschef Ünal Üstel bestätigte den Vorfall gegenüber türkischen Medien.
Was die Quellen zeigen
An Bord befanden sich laut dem nordzyprischen Verkehrsminister Erhan Arikli 259 Passagiere und 8 Besatzungsmitglieder, insgesamt also 267 Personen. 237 von ihnen konnten von Rettungskräften in Sicherheit gebracht werden, nach 23 weiteren wurde zum Zeitpunkt der Berichterstattung noch gesucht. Ein Notruf sei rund vier Seemeilen vor der Küste abgesetzt worden, nachdem Wasser in das Katamaran-Schiff eingedrungen war. An dem Rettungseinsatz waren nach Angaben des türkischen Innenministeriums mehrere Militärschiffe sowie Hubschrauber und Privatboote beteiligt. Der türkische Vizepräsident Cevdet Yilmaz erklärte, die türkische Küstenwache leiste jede erforderliche Unterstützung.
Was unklar bleibt
Zum eigentlichen Fahrtziel der Fähre gibt es widersprüchliche Angaben: ORF nennt den südtürkischen Hafen Tasucu, Die Presse den Hafen Mersin. Auch die Ursache dafür, dass Wasser eindringen und das Schiff kentern konnte, ist nach beiden Berichten noch nicht geklärt. Ein geretteter Passagier schilderte im türkischen Fernsehen eine „Explosion“ im Bugbereich und warf dem Kapitän vor, das Schiff als Erster verlassen zu haben, ohne die Rettung zu organisieren. Diese Schilderung stammt von einer einzelnen, nicht namentlich genannten Person und ist bislang nicht unabhängig bestätigt.
Einordnung
Das Unglück ereignete sich in Gewässern vor der Türkischen Republik Nordzypern, die völkerrechtlich nur von der Türkei anerkannt wird, während die international anerkannte Republik Zypern seit 2004 EU-Mitglied ist. Zu den Ermittlungen, einer möglichen Verantwortlichkeit von Besatzung oder Reederei sowie zu Reaktionen der Republik Zypern oder der EU liegen bislang keine Angaben vor.
