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Der Österreichische Bundesfeuerwehrverband hat am 23. September 2026 bei einer Pressekonferenz in Wien mehr Bundesmittel für die Waldbrandbekämpfung gefordert. Anlass ist ein Sommer mit ungewöhnlich vielen und großen Bränden: Landesweit waren bislang rund 55.000 Einsatzkräfte bei etwa 3.500 Wald- und Vegetationsbränden im Einsatz, in Kärnten laut Kleine Zeitung bei rund 40 Bränden, zuletzt bei einem Großeinsatz im Lesachtal. Schon das Frühjahr 2026 galt laut dem Waldbrand-Blog der BOKU Wien als eines der brandintensivsten der vergangenen 30 Jahre.

ÖBFV-Präsident Robert Mayer sprach laut ORF von Flammenfronten über 30 Metern, die in Österreich früher undenkbar gewesen seien. Niederösterreichs Landesfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner berichtete von einer verdreifachten Brandzahl, mehr als zehn teils schwer verletzten Einsatzkräften und verbrannten Fahrzeugen. Gefordert werden von Finanz- und Landwirtschaftsministerium unter anderem eine höhere Investitionsprämie und gesicherte Hubschrauber-Verfügbarkeit; der bundesweite Investitionsbedarf wird auf rund 200 Millionen Euro beziffert. Eine Analyse von Der Standard geht noch weiter und spricht von der fünffachen Waldfläche gegenüber einem Normaljahr sowie von Brandqualitäten wie in Spanien, Italien oder Griechenland – eine amtliche Gesamtstatistik dazu liegt aber noch nicht vor.

Wie die Ministerien reagieren, ist offen. Details zu den Kärntner Einsätzen und zum Lesachtal-Großeinsatz stützen sich bislang nur auf eine einzelne Quelle, ebenso die Fünffach-Kennzahl aus der Standard-Analyse.

Was passiert ist

Der Österreichische Bundesfeuerwehrverband (ÖBFV) hat am 23. September 2026 bei einer Pressekonferenz in Wien gemeinsam mit allen Landesfeuerwehrkommandanten mehr finanzielle Unterstützung des Bundes für die Bekämpfung von Waldbränden gefordert. Anlass ist ein Sommer mit außergewöhnlich vielen und großen Bränden: Österreichweit waren heuer bislang rund 55.000 Einsatzkräfte bei etwa 3.500 Wald- und Vegetationsbränden im Einsatz. Auch in Kärnten war die Feuerwehr laut Kleine Zeitung bereits bei rund 40 Waldbränden gefordert, zuletzt bei einem Großeinsatz im Lesachtal.

Der Sommer reiht sich damit in eine bereits im Frühjahr ungewöhnlich brandintensive Saison ein: Das Institut für Waldbau der BOKU Wien hatte in seinem Waldbrand-Blog schon das Frühjahr 2026 als eines der brandintensivsten der vergangenen 30 Jahre eingestuft, mit knapp 200 Hektar betroffener Waldfläche – ein Wert, der nur vom Jahr 2022 mit rund 500 Hektar übertroffen wurde.

Was die Quellen zeigen

Laut ORF-Bericht von der Pressekonferenz sprach ÖBFV-Präsident Robert Mayer von Flammenfronten über 30 Metern, die in Österreich früher undenkbar gewesen seien. Niederösterreichs Landesfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner berichtete, die Waldbrandsaison im Bundesland habe bereits im Februar begonnen, die Zahl der Brände habe sich verdreifacht, mehr als zehn Einsatzkräfte seien teils schwer verletzt worden und mehrere Fahrzeuge seien verbrannt. Die Feuerwehren hätten seit 2020 bereits mehr als 20 Millionen Euro aus eigenen Budgets und dem Waldfonds investiert, das reiche angesichts der neuen Dimensionen aber nicht mehr aus. Der Verband fordert von Finanz- und Landwirtschaftsministerium unter anderem eine Valorisierung der 2022 eingeführten Sonderinvestitionsprämie sowie eine rasch gesicherte Verfügbarkeit von Hubschraubern aus Innen- und Verteidigungsministerium. Mayer bezifferte den bundesweiten Investitionsbedarf, etwa für Großtanklöschfahrzeuge zu je rund 760.000 Euro, auf in Summe rund 200 Millionen Euro. Der Verband hat seine Forderungen auch in einer eigenen Presseaussendung veröffentlicht.

Eine Analyse von Der Standard ordnet diese Forderungen zusätzlich klimapolitisch ein: 2026 sei im Vergleich zu einem Normaljahr die fünffache Waldfläche abgebrannt, und die Feuerwehren berichteten von einer neuen Brandqualität, wie man sie sonst eher aus Spanien, Italien oder Griechenland kenne. Eine amtliche Gesamtstatistik, die diese Kennzahl unabhängig bestätigt, liegt bislang nicht vor – der allgemeine Befund eines Rekordjahres deckt sich aber mit der Einschätzung des BOKU-Waldbrand-Blogs zum Frühjahr 2026.

Was unklar bleibt

Offen ist, wie das Finanz- und das Landwirtschaftsministerium auf die Forderungen reagieren – eine Stellungnahme der beiden Ressorts liegt in den vorliegenden Quellen nicht vor, laut ÖBFV soll es aber bereits Gespräche geben. Auch zum Kärntner Großeinsatz im Lesachtal und zu den rund 40 Waldbränden im Bundesland selbst liefert bislang nur eine einzelne Quelle nähere Angaben; Hergang, Ursachen und Schadensausmaß dieser Einsätze sind unabhängig nicht bestätigt. Ebenso unklar bleibt, ob und wann eine amtliche Gesamtstatistik zur österreichweiten Waldbrandfläche 2026 vorgelegt wird, die die von Der Standard genannte fünffache Menge gegenüber einem Normaljahr bestätigt, präzisiert oder relativiert. Wie hoch der von Bund und Ländern letztlich bewilligte Betrag ausfallen könnte, ist ebenfalls offen.

Einordnung

Der Wiener Auftritt reiht sich in einen Sommer ein, in dem Waldbrände auch anderswo in Europa Schlagzeilen machten – etwa im belgischen Hohen Venn oder auf den griechischen Inseln Skyros und Salamis, wie „Neue Nachrichten“ berichtete. Anders als dort geht es in Österreich derzeit nicht um akute Löscheinsätze, sondern um die strukturelle Frage der Finanzierung eines weitgehend ehrenamtlichen Feuerwehrwesens, das laut Verband an die Grenzen der bisherigen Einstufung als reine Länderangelegenheit stößt.

Die Analyse von Der Standard verortet die Debatte zusätzlich in einem größeren Trend: Steigende Temperaturen und zunehmende Dürre gelten in der Klimaforschung allgemein als Faktoren, die Waldbrandrisiken erhöhen. Wie stark dieser Zusammenhang die österreichische Entwicklung 2026 konkret erklärt und wie belastbar der Vergleich mit südeuropäischen Brandregionen ist, lässt sich anhand der vorliegenden Quellen – einer einzelnen Medienanalyse und punktuellen Forschungsdaten zum Frühjahr – noch nicht abschließend einordnen.